Statistik des Standesamts Hochzeiten, Geburten und Todesfälle 2018 in Bramsche

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195 Ehen sind im vergangenen Jahr vor dem Standesamt Bramsche geschlossen worden. Foto: dpa195 Ehen sind im vergangenen Jahr vor dem Standesamt Bramsche geschlossen worden. Foto: dpa

Bramsche. Deutlich mehr Paare als im Vorjahr haben sich 2018 beim Bramscher Standesamt trauen lassen. Erstaunlich auch: Obwohl es schon lange keine Geburtsabteilung im hiesigen Krankenhaus gibt, stieg die Zahl der in Bramsche geborenen Kinder an.

Nach der schon beachtlich hohen Zahl von 164 Eheschließungen im Jahr 2017 in Bramsche hat es nach Auskunft der Standesbeamtinnen Ulrike Stuckwisch, Andrea Harting und Simone von Dreele eine erneute Steigerung gegeben. Gleich 195 Mal durfte das Bramscher Team 2018 dieser Aufgabe nachkommen, das sind 19 Prozent mehr als im Vorjahr.

Von den 195 Eheschließungen fanden 155 im Trauzimmer des Rathauses statt, sieben in der ehemaligen Meisterstube des Tuchmacher-Museums und 33 im Kloster Malgarten. Nach wie vor heiraten auch etliche Paare, die ihren Wohnsitz in einer anderen Stadt oder Gemeinde haben, in Bramsche. So reisten im vergangenen Jahr 37 auswärtige Brautpaare an, um den vielleicht schönsten Tag ihres Lebens in der Stadt Bramsche zu begehen.

„Vielleicht liegt das an den schönen Trauorten, die Bramsche zu bieten hat“, mutmaßt Ulrike Stuckwisch. Sowohl das vor wenigen Jahren festlich umgestaltete Trauzimmer des Rathauses als auch die Meisterstube im Tuchmacher-Museum und das ehemalige Speisezimmer im Kloster Malgarten böten eine sehr stimmungsvolle Atmosphäre.

Doch auch die zahlreichen Möglichkeiten, samstags zu heiraten – keine Selbstverständlichkeit in vielen Kommunen – sorgten vermutlich für die große Attraktivität Bramsches als Ort für die Eheschließung. Im Jahr 2018 wurde an Samstagen 62 Mal geheiratet. „Samstagstermine werden gern genutzt und sind meist frühzeitig ausgebucht“, rät Stuckwisch Heiratswilligen zu einer rechtzeitigen Terminplanung. Und zur Vorabinformation, auch über die Trauorte, empfiehlt sie den reichhaltig bebilderten Flyer des Bramscher Standesamts.

Fünf gleichgeschlechtliche Eheschließungen

Die Möglichkeit der gleichgeschlechtlichen Eheschließung wurde in Bramsche nach der Einführung der „Ehe für alle“ im Jahr 2018 von fünf gleichgeschlechtlichen Paaren genutzt. 181 der 195 Brautpaare wählten einen gemeinsamen Familiennamen.

Die meisten Paare, die 2018 in Bramsche heirateten, hatten die deutsche Nationalität. Doch es ging gelegentlich auch sehr international zu in den Trauzimmern der Hasestadt: Bei 31 Eheschließungen hatte zumindest einer der Partner nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Dabei waren die unterschiedlichsten Staatsbürgerschaften vertreten – von britisch, niederländisch, italienisch, spanisch, türkisch, russisch bis zu tschechisch, serbisch, rumänisch, mazedonisch, kirgisisch, litauisch, kosovarisch, malaysisch, brasilianisch und peruanisch.

Und wann wird in Bramsche am liebsten geheiratet? Wie aus der Jahresstatistik des Standesamtes hervorgeht, wurden die meisten Trauungen, nämlich 30, im August vollzogen. „Auch der Monat Juni gehörte mit 25 Trauungen zu den arbeitsreichsten Monaten für meine Kolleginnen und mich“, ergänzt Ulrike Stuckwisch.

Doch auch neben den Eheschließungen gab es wieder eine Menge zu tun im Bramscher Standesamt. Spannend sind hier die Angaben zu Geburten, Sterbefällen und Kirchenaustritten. Obwohl das Bramscher Krankenhaus schon lange nicht mehr über eine Geburtenabteilung verfügt, wurden im Jahr 2018 die Geburten von acht Kindern beurkundet, die in Bramsche zur Welt kamen. Im Vorjahr waren es nur drei. 193 Sterbefälle wurden 2018 in der Hasestadt beurkundet. Außerdem wurden 204 Kirchenaustritte beim Standesamt Bramsche registriert und 18 Väter haben eine Vaterschaftsanerkennung erklärt.

Eine Neuheit unter den Beurkundungen des Standesamtes ist die seit dem 1. November letzten Jahres mögliche Änderung der Reihenfolge der Vornamen. Von diesem Angebot machten in den Monaten November und Dezember insgesamt neun Personen Gebrauch.


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