Aktion des Schwarzen Kreuzes Inhaftierte basteln Knusperhäuschen für Bramscher Schüler

Knusperhäuschen, die Starffällige im Gefängnis gebastelt hatten, verteilten Uwe Engelmann (links)  und seine Frau Petra (Mitte am Donnerstag in der Wilhelm-Busch-Schule, rechts Schulleiterin Vera Wennemann. Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeKnusperhäuschen, die Starffällige im Gefängnis gebastelt hatten, verteilten Uwe Engelmann (links) und seine Frau Petra (Mitte am Donnerstag in der Wilhelm-Busch-Schule, rechts Schulleiterin Vera Wennemann. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Ehrenamtliche der christlichen Straffälligenhilfe "Schwarzes Kreuz" haben mit Inhaftierten Knusperhäuschen für die Bramscher Wilhelm-Busch-Schüler gebastelt.

Seit Jahren bereits engagieren sich der Bramscher Förder- und Hauptschulschullehrer Uwe Engelmann und seine Frau Petra beim Schwarzen Kreuz. Engelmann ist gleichzeitig Vorsitzender des Osnabrücker Arbeitskreises. Wöchentlich besuchen die Ehrenamtlichen die Straftäter, sprechen mit ihnen, hören zu, lesen , basteln oder zeichnen. Ihr Motiv liegt in ihrem christlichen Glauben. Christus sei immer zu den Außenseitern gegangen, sagte Engelmann einmal in einem Interview. Und fügte hinzu: "Die Täter sind zu recht verurteilt. Aber ich verurteile die Tat und nicht den Menschen".

Diese Haltung  versucht er am Donnerstag vor Weihnachten auch den Schülern der Wilhelm-Busch-Schule zu vermitteln, die ihn mit vielen Fragen zu seinem ehrenamtlichen Engagement löchern. "Menschen haben zwar vielleicht etwas Böses getan, aber niemand ist nur schlecht", sagt er. An diesen guten Kern versuchten sie heranzukommen. Gerade vor Weihnachten sei die Situation im Knast sehr bedrückend und gerade bei denen, die nach außen immer die Coolen mimten, sehe es innen drin oft ganz anders aus. 

So kam die Anregung, Knusperhäuschen für die Schüler zu basteln, auch nur ganz indirekt von Engelmanns. Die Aktion im Knast fand bei den Straffälligen als Abwechslung vom Alltag soviel Beifall, dass sie den Vorschlag machten, Kindern mit den kleinen süßen Kunstwerken aus Spekulatius, Zuckerguss und Gummibärchen eine Freunde zu machen. Aus nahe liegenden Gründen fiel die Wahl auf die Wilhelm-Busch-Schule in der Gartenstadt, wo Kinder und Jugendliche mit dem Förderbedarf geistige Entwicklung unterrichtet werden. Drei große Bleche mit kleinen Knusperhäuschen wurden im Anschluss an Engelmanns Bericht und ein Erinnerungsfoto in den Klassen verteilt.

 


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