Wohnbau-Debatte im Rat nimmt Fahrt auf FDP lehnt eigene Baugenossenschaft in Bramsche ab

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Wie und durch wen demnächst in Bramsche die Schaufeln der Bauherrn in Bewegung gebracht werden, ist noch nicht entschieden. Foto: Marcus AlwesWie und durch wen demnächst in Bramsche die Schaufeln der Bauherrn in Bewegung gebracht werden, ist noch nicht entschieden. Foto: Marcus Alwes

pm/maa Bramsche Die Wohnungsbaudebatte in der Tuchmacherstadt nimmt zunehmend Fahrt auf. Während ihrer jüngsten Vorstandssitzung sprach sich die FDP – im Stadtrat immerhin Mehrheitspartner der SPD – einstimmig für verstärkte Anstrengungen aus, um günstigen Wohnraum in Bramsche zu schaffen.

„Angesichts der steigenden Mieten und des bestehenden Bedarfs an günstigem Wohnraum können wir nicht tatenlos zusehen, wie die einkommensschwache Bevölkerung zunehmend Probleme bei der Suche nach günstigen Wohnungen hat“, betonte der Vorsitzende der Liberalen, Conrad Bramm, in einer Presseerklärung.

Die FDP forderte eine stärkere Unterstützung des privaten Wohnungsbaus durch die Stadt Bramsche: „Durch die Ausweisung entsprechender Grundstücksflächen sollten private Investitionen in mehrgeschossige Wohnanlagen gefördert werden. Die Kommune kann nicht die ganze Last der Wohnungsknappheit alleine tragen.“

Die notwendigen Maßnahmen für die Schaffung von günstigem Wohnraum sollten nach Meinung der Freien Demokraten durch die Baugenossenschaft Landkreis Osnabrück eG durchgeführt werden. „Bramsche braucht keine eigene Baugenossenschaft angesichts so einer kompetenten und zuverlässigen Baugenossenschaft im Landkreis. Zudem sprechen auch die schlechten Erfahrungen in den letzten Jahren nicht für eine eigene Baugenossenschaft“, erklärte Ratsherr Jürgen Kiesekamp. Konkret sollten sich – nach Meinung der FDP – die Initiativen und Baumaßnahmen auf die Gebiete an der Breslauer Straße, im künftigen Bahnhofsumfeld und allgemein auf weitere mehrgeschossige Bauten beziehen.

Bereits Ende November hatte der Vorsitzende der Bramscher SPD und Ratsherr Ralf Bergander sich im Gespräch mit unserer Redaktion zum künftigen Wohnungsbau in der Stadt geäußert. Er kündigte beispielsweise an, dass voraussichtlich in der ersten Fachausschusssitzung des Stadtrates im Jahr 2019 über die Ausschreibung des Investorenwettbewerbs für die Breslauer Straße entschieden werden solle. Für diesen Sektor brachte Bergander zudem eine Mietpreisbindung ins Spiel.

Die mögliche Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft ist bei den Sozialdemokraten in Bramsche unterdessen noch nicht vom Tisch. Bergander kündigte an, das Thema in einer öffentlichen Veranstaltung („SPD im Dialog“) am 30. Januar diskutieren zu wollen. Deren Verlauf und Ergebnis blieben abzuwarten. Für das Jahr 2019 sehe er beim Wohnungsbau aber generell Handlungsbedarf.


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