Auftritt im "Universum" "An Rinn"-Konzert im Advent hat Tradition in Bramsche

Von André Havergo

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Alle Jahre wieder: An Rinn im "Universum" Bramsche. Foto: André HavergoAlle Jahre wieder: An Rinn im "Universum" Bramsche. Foto: André Havergo

Bramsche. Schon zur langen Tradition gehört es, dass im Bramscher "Universum" Folkklänge in der Vorweihnachtszeit ertönen. Auch 2018 lud „An Rinn“ rund um das Bramscher Musik-Urgestein Brian McSheffrey wieder ein.

 Das Konzert war bei seiner 25. Ausgabe wie stets in den vergangenen Jahren ausverkauft: 230 Besucher waren an diesem Abend gekommen. Dazu gab es das traditionelle dunkle irische mit Stickstoff gezapfte Bier, was bei den Besuchern großen Anklang fand. Besser konnte der Abend dann auch nicht beginnen. Mit einem kräftigen „Good evening“ begrüßte Brian McSheffrey sein Publikum.   

Musikalisch machten jedoch die Gäste von "Stout" den Anfang. Mit dabei hatten sie raue Pub-Songs, aber auch traditionelle Irische Musik, der sie auf ihre Art Leben einhauchten. Beim Bramscher Publikum kam das sehr gut an: Sie waren von der ersten Minute an taktsicher beim Mitklatschen.


Zum Start in den Abend trat das Duo „Stout“ im "Universum" auf. Foto: André Havergo


Dann ging es los mit den Musikern von „An Rinn“. Auch dieses Mal wieder mit einem großen Repertoire an schottisch-irischer Folkmusik. Anfangs war das Publikum, das bei „Stout“ noch so kräftig mitgegangen war, hier noch etwas zurückhaltend. McSheffrey schaffte es aber mit viel Witz und irischem „Garn“ zwischen den Songs, dann doch das Publikum abzuholen. Dazu boten die sechs Musiker unwahrscheinlich viel Spielfreude und beherrschten ihre verschiedenen Musikinstrumente wie Geige, Banjo und Flöte.

Die zweite Hälfte des Konzertes begann wie die erste gemeinsam mit „Stout“. „An Rinn“ hingegen widmeten ihren ersten Song nach der Pause, „I Love Hope“, einem Stammgast der Konzerte im Advent, der vor Kurzem verstorben ist. Nach diesem sentimentalen Stück wurde es aber wieder fröhlicher, und auch das Publikum war nun zusehends aufgelockerter und beim Mitklatschen kräftig dabei. Lag es am dunklen Zaubertrank aus Irland? Nein, die Stimmung war großartig und die Band auch nicht mehr so zurückhaltend wie am Beginn. Auch neue Songs durften nicht fehlen, wie die Geschichte über einen weiblichen Elvis-Fan. 


Zu Beginn des zweiten Abschnitts gedachten "An Rinn" musikalisch eines Stammgastes ihrer Konzerte, der vor Kurzem verstorben ist. Foto: André Havergo


Etwas besinnlicher wurde es bei „Little Drummer Boy“, den sich die Sängerin Anke Morhaus so sehr gewünscht hatte. Unterstützt wurde sie bei diesem Song mit kräftigem A-Capella-Sound der restlichen Band.

Zum Abschluss des Abends wurde „An Rinn“ noch einmal von Mario Kuzyna und Simon Scherer von „Stout“ unterstützt – den "jungen Leuten", wie Brian McSheffrey sie mehrfach nannte. Die Stimmung war bei den Zugaben auf dem Höhepunkt und die Musiker auf der Bühne wurden kräftig vom Publikum unterstützt. Etwas Enttäuschung machte sich breit, als das Konzert "schon" zu Ende war – nach drei Stunden. Doch auch im Advent 2019 wird es sicherlich wieder ein Konzert mit "An Rinn" geben, getreu dem Motto "alle Jahre wieder".


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