100.000 Euro für Rathaus-Schutz Stadt Bramsche muss bei Hochwasserschutz nachbessern

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Im August 2010 stand Bramsche wenige Zentimeter vor einer Überschwemmung. Das Rathaus rechts im Bild soll nun besser geschützt werden. Archivfoto: KuhlmannIm August 2010 stand Bramsche wenige Zentimeter vor einer Überschwemmung. Das Rathaus rechts im Bild soll nun besser geschützt werden. Archivfoto: Kuhlmann

Bramsche. Die Stadt Bramsche muss 100.000 Euro investieren, um das Rathaus vor einem möglichen Hochwasser zu schützen.

Millionen hat die Stadt Bramsche in der Vergangenheit für die Flutmulde und den Hasesee ausgegeben, um vor Hochwasser geschützt zu sein., Als Grundlage gilt dabei der Schutz vor einem sogenannten Jahrhundert-Hochwasser. Doch in Zeiten des Klimawandels und der sich häufenden Extrem-Wetterlagen raten die Experten zu noch mehr Vorsicht: Die Pegelhöhe des sogenannten "HQ100" wird dafür noch einmal mit 1,3 malgenommen.

Das Thema Hochwasserschutz bearbeitet bei der Stadt Bramsche Cornelis van de Water. Archivfoto: Heiner Beinke


Der städtische Tefbauexperte Cornelis van de Water ist derzeit damit beschäftigt, zu errechnen, wer im Falle dieses Extremfalles trotz der guten Deichabsicherung mit einem Wassereinbruch rechnen müsse. Die Betroffenen würden dann informiert und müssten sich Gedanken machen, wie sie ihr Gebäude schützen könnten. 

Im Januar 2018 erreichte die Hase in Bramsche zuletzt Hochwasser-Warnstufe 1. Eine Überschwemmung ist dann immer noch weit weg. Archivfoto: Heiner Beinke


Betroffen wäre auch die Stadt selber: 100.000 Euro hat die Verwaltung im Haushalt 2019 vorgesehen, um die Tiefgarage und die empfindliche EDV zu schützen, die im Keller untergebracht ist. Für die SPD hatte Oliver Neils im Finanzausschuss zunächst vorgeschlagen, diese Investition noch einmal zu schieben. Er ließ sich aber von Dieter Sieksmeyer, eines Besseren belehren. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen hatte darauf hingewiesen, dass ein statistisches Jahrtausendhochwasser auch schon nächsten Jahr kommen könne. Außerdem erinnerte er an das Jahr 2010, als Bramsche nur wenige Zentimeter an einer Überflutung vorbeischrammte. Andreas Quebbemann als Fraktionsvorsitzender der CDU hatte darauf hingewiesen, dass ein Aufschieben der notwenigen Investiton nicht wirklich sparen helfe. Außerdem sei die Sicherheit der EDV von entscheidender Bedeutung.

Abschließend wurde dem Rat empfohlen, den Ansatz von 100.000 Euro stehen zu lassen. Damit soll die Tiefgarage durch Fluttore geschützt und die EDV verlagert werden.


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