In einem Fall auf Bewährung Freiheitsstrafen für drei Einbrecher aus dem Nordkreis

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Zu Haftstrafen sind zwei Angeklagte aus Bramsche und Ankum vor dem Landgericht Osnabrück verurteilt worden wegen einer Diebstahlserie. Ein dritter Beschuldigter aus Fürstenau erhielt eine Bewährungsstrafe. Symbolfoto: Colourbox.comZu Haftstrafen sind zwei Angeklagte aus Bramsche und Ankum vor dem Landgericht Osnabrück verurteilt worden wegen einer Diebstahlserie. Ein dritter Beschuldigter aus Fürstenau erhielt eine Bewährungsstrafe. Symbolfoto: Colourbox.com

Osnabrück. Drei Männer aus Bramsche, Ankum und Fürstenau sind vom Osnabrücker Landgericht zu Freiheitsstrafen von 12 und 46 Monaten verurteilt worden.

Der Richter rollte den Fall in der Urteilsbegründung noch einmal auf. Wegen finanzieller Probleme waren die Angeklagten zwischen 28 und 30 Jahren vor genau einem Jahr auf die Idee gekommen, Werkzeuge von Höfen und aus Werkstätten zu stehlen.

Diebesgut weiterverkauft

Die insgesamt elf Fälle wertete die Wirtschaftsstrafkammer als teilweise besonders schwer ein. Denn: Die Angeklagten hatten nach den Einbrüchen einige der erbeuteten Kettensägen, Laubbläser und anderen hochwertigeren Geräte über ein Onlineauktionshaus oder direkt im Fachhandel zu verkauft. Damit war das strafmaßverschärfende Kriterium der Gewerbsmäßigkeit erfüllt.

Bei der Strafzumessung bewertete die Kammer aus Richtern und Schöffen die Geständnisse der drei Männer als positiv. Die Einlassungen hatten auch die Verteidiger zuvor als wichtige Aufklärungshilfe ihrer Mandanten hervorgehoben.

Familienvater bleibt weiter im Gefängnis

Doch damit war das, was das Landgericht den Angeklagten noch positiv zubilligen konnte, auch schon erschöpft. „Es ist wirklich nicht nachvollziehbar, was Sie sich da angetan haben und welches Risiko Sie eingegangen sind“, hielt der Richter insbesondere dem Angeklagten aus Ankum vor. In der Summe hatten die Angeklagten Werkzeuge für gut 5000 Euro mitgehen lassen.

Der Vater einer jungen Tochter – die Kleine war mit der Mutter bei der Urteilsverkündung zugegen – sitzt bereits seit Frühjahr in Lingen wegen zweier Straftaten ein. Die früheren Urteile wurden aufgelöst und eine neue Gesamtstrafe gebildet. Drei Jahre und zehn Monate bleibt der 30-Jährige nun erstmal im Knast.

Allerdings ging die Kammer auf das Plädoyer der Verteidigerin ein, die erwähnte, dass ihr Mandant bei einer Strafe von unter vier Jahren und bei guter Führung die Chance habe, sich beruflich im offenen Vollzug zu rehabilitieren.

Gefängnis- und Geldstrafe

Der Angeklagte aus Bramsche bekam zwölf Monate aufgebrummt. Auch er wurde zu den insgesamt drei Prozesstagen in Handschellen vorgeführt, weil er eine Strafe wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis absitzt.

Für den dritten Angeklagten, einen Mann aus Fürstenau, hatte sein Anwalt einen Freispruch beantragt, weil es sich bei den Diebstählen um einen „einmaligen Ausrutscher in die Kriminalität gehandelt habe.“ Das sahen Richter und Schöffen wohl anders: Den 28-Jährigen verurteilten sie zu einem Jahr Freiheitsstrafe, die sie allerdings für einen dreijährigen Bewährungszeitraum aussetzten. Innerhalb der ersten zwei Jahre hat er zudem stetigen Kontakt zu einem Bewährungshelfer zu suchen – und: Als Geldstrafe muss der Angeklagte 1000 Euro zahlen, die er in zehn Raten à 100 Euro abzahlen darf.


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