"Verleih" statt Übertragung Altes Feuerwehrhaus in Engter wird Verein überlassen

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Das alte Feuerwehrhaus in Engter wird für 30 Jahre einem Verein überlassen, der hier einen Dorftreff einrichten will. Archivfoto: Heiner BeinkeDas alte Feuerwehrhaus in Engter wird für 30 Jahre einem Verein überlassen, der hier einen Dorftreff einrichten will. Archivfoto: Heiner Beinke

Bramsche. Das Alte Feuerwehrhaus in Engter wird einem Verein für 30 Jahre unentgeltlich überlassen, der dort einen Dorftreff für das Kirchspiel Engter einrichten will.

Diesem Vorschlag der Bramscher Stadtverwaltung folgte der Finanzausschuss, obwohl er wesentlich von dem Entwurf abwich, der im Ausschuss für Soziales und Sport diskutiert worden ist. Dort war noch von einer Übertragung des Feuerwehrhauses an den Verein die Rede gewesen. Die Verwaltung hatte ursprünglich eine Eigentumsübertragung des Grundstücks auf den Verein  vorgeschlagen, um eine Beleihung des Grundstücks für die erforderliche Darlehnsaufnahme zur  Finanzierung der Umbaukosten zu ermöglichen. Mit der vorgesehenen Gewährung einer städtischen Bürgschaft, mit der in der Regel auch günstigere Darlehenskonditionen zu erhalten seien, wäre das jedoch nicht erforderlich, erläuterte der Erste Stadtrat Ulrich Willems die Vorteile dieser Regelung. Es handele sich um eine ähnliche Lösung wie beim Dorftreff Epe.

Ratsherr fühlt sich getäuscht

CDU-Ratsherr Jan-Gerd Bührmann fühlte sich durch die veränderte Vorlage "getäuscht". Im Sozialausschuss sei der Eindruck erweckt worden, es gehe nur noch um Kleinigkeiten. Nun aber werde ein komplett neuer Vertrag präsentiert. Im Sozialausschuss war die Abstimmung auf Wunsch der SPD vertagt worden, weil kein Vertreter der FDP an der Sitzung teilnahm.

"Die FDP hat sich an dem Tag gedrückt", kritisierte Bührmann, der von Willems wissen wollte, woher den der Sinneswandel käme. "Ich bin nicht beratungsresistent", ließ der Erste Stadtrat durchblicken, dass er diese Variante für die bessere halte. FDP-Ratsfrau Anette Staas-Niemeyer betonte, bei einer nur dreiköpfigen Fraktion könne es schon einmal ein Vertretungsproblem geben.

"Vorlage noch besser"

Die abgewandelte Vorlage sei "noch besser", fand der Grünen-Fraktionsvorsitzende Dieter Sieksmeyer. Die CDU stimmte auch zu, obwohl Andreas Quebbemann fehlende Transparenz des Verfahrens beklagte.Für die SPD bedankte sich Oliver Neils bei den Engteranern und namentlich bei Ernst-August Rothert für ihren Einsatz.

Nach der nun empfohlenen Lösung wird dem "in Gründung befindlichen gemeinnützigen Verein „Alte Feuerwache e. V.“ über einen Nutzungsvertrag das alte Feuerwehrhaus für die Dauer von 30 Jahren übertragen. Im Haushalt ist zudem eine einmalige "investive Zuwendung" in Höhe von 30.000 Euro vorgesehen, die es dem Verein ermöglichen soll, weitere Mittel zu generieren. Außerdem bleiben die Einnahmen aus der Vermietung der Wohnung beim Verein. Die in der öffentlichen Sitzung anwesenden Vertreter des Vereins signalisierten ihr Einverständnis mit dieser Lösung.


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