Wirtschaftsserie „Der Rote Faden“ Nicht jedes Notebook in Hesepe „gehört in den Schredder“

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Hesepe. In unserer BN-Serie „Der Rote Faden – Bramscher Wirtschaft im Porträt“ stellen wir Unternehmer aus der Region vor. Heute geht es um Marco Wortdtmann und die Technocycle.de GPC Nord GmbH in Hesepe.

Der Verkaufsraum ist hell, die Glasfenster reichen bis zum Boden. Sie wollen kaufen? Sie wollen verkaufen? Sie wollen entsorgen? Drei Fragen begrüßen den Besucher der Technocycle.de GPC Nord GmbH im Gewerbegebiet an der B68. Und Marco Wordtmann strahlt. „Das Wichtigste ist, wir haben hier Platz“, sagt der Geschäftsführer des zertifizierten Entsorgungsgfachbetriebes, der erst vor wenigen Monaten seine Hallen und Räume in Bramscher Norden an der Industriestraße 60 bezogen hat. „In Osnabrück gab es zu wenig Entwicklungsmöglichkeiten für uns“, fügt er mit Blick auf den ehemaligen Standort des Unternehmens in einer kleinen Seitenstraße im Fledder hinzu. Mit seinen fünf Angestellten ist Wordtmann nach Hesepe umgezogen. „Jetzt können wir durchatmen. Und wir können unserem Tagesgeschäft gut nachgehen. Wir genießen das, es ist ein schönes Arbeitsumfeld“, sagt er.

Von der Ein-Raum-Firma in die eigene Immobilie

Das Unternehmen von Wordtmann beschäftigt sich mit der Entsorgung, aber vor allem auch mit der Weiterverwendung und Überarbeitung von ausrangierten Computeranlagen. „Bei Weitem nicht jedes Notebook oder PC-System, das durch ein Neugerät ersetzt wird, gehört in den Schredder“, hatte er bereits im Sommer bei einem Treffen mit dem städtischen Wirtschaftsförderer Klaus Sandhaus hervorgehoben. Angeboten werden bei Technocycle.de GPC Nord professionelle Lösungen für abgeschriebene oder ausgemusterte IT- und Elektronik-Altgeräte aller Art. Wortdmann & Co. kaufen „Gebrauchtes“ aus anderen Betrieben an und übernehmen auch deren Elektronikschrott in der Regel kostenfrei. „Es geht um Technocycle, aber immer auch um Umwelt- und Ressourcenschutz“, erläutert der Geschäftsmann: „Unser Gedanke hat Zukunft. Es ist für alle ein langfristig wichtiges Thema.“

Im Jahr 2009 hatte sich Wordtmann selbstständig gemacht. Aus einer Ein-Raum-Firma an der Karlstraße ging es schon kurze Zeit später in eine gemietete Immobilie an die Pferdestraße in Osnabrück, dann weiter in die heutigen eigenen vier Wände nach Bramsche. Inzwischen beliefert Wordtmann beispielsweise bundesweit Bildungseinrichtungen, „pro Jahr gehen mehrere tausend Geräte an mehrere hundert Schulen“, erklärt er. Aber auch einzelne Kunden, die in Hesepe in seiner Werksverkaufsausstellung oder auf der entsprechenden Unternehmensseite im Internet vorbeischauen, können dort einen passenden Computer – zum Beispiel PCs, Laptops, Tablets, Notebooks oder Displays – finden.

Noch Platz auf dem Gelände in Hesepe nahe der B68

Privat lebt Wordtmann in Ankum, bis nach Hesepe ist es für ihn also nicht weit. „Viel Eigenarbeit und viel Eigeninitiative“ stecke in dem noch jungen Standort direkt neben dem Fitnessstudio Clever fit, unterstreicht er. Und Wordtmann hat noch Platz auf seinem neuen Gelände. Zum einen, um irgendwann die eigenen Ausstellungs- und Büroräume sowie Hallen noch einmal wachsen zu lassen („Theoretisch könnten wir rasch die nächste Ausbaustufe zünden, aber wir gehen mit Augenmaß Schritt für Schritt“). Zum anderen, um die obere, gerade fertiggestellte Etage des Gebäudes zu vermieten. „Hier stehen 214 Quadratmeter Bürofläche zur Verfügung“, verdeutlicht der Geschäftsführer bei einem Rundgang: „Modern gemacht, für kreatives Arbeiten geeignet. Ebenfalls hell gestaltet. Mit vielen Glaselementen.“ Interessenten seien ausdrücklich willkommen, sich bei ihm zu melden, sagt er.


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