Zusätzliche Förderung ab 2019 Weitere Landesgelder für Varus-Grabungen in Kalkriese

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Kalkriese. Die Große Koalition aus SPD und CDU im Landtag in Hannover gibt im Jahr 2019 zusätzliche Gelder in die Region. Besonders die Varusschlachtforschung, der Natur- und Geopark Terra-Vita und die Heimvolkshochschulen profitieren davon.

Dr. Joseph Rottmann stand die Freude über die Erhöhung der Landesmittel für die wissenschaftliche Arbeit ins Gesicht geschrieben. „Für die Kosten, die nach der Grabung für die Fund- und Befundbearbeitung anfallen und gerade ansteigen, kommt die Erhöhung zum passenden Zeitpunkt. Dies betrifft insbesondere die Blockbergungen wie auch die naturwissenschaftlichen Arbeiten “, erklärte der Geschäftsführer der Varusschlacht GmbH in Kalkriese.

Die direkte jährliche Förderung durch das Land Niedersachsen wird damit ab 2019 um 73000 Euro auf insgesamt 200000 Euro ansteigen. „Den Abgeordneten aus der Region Osnabrück, die unser Anliegen unterstützt und durchgesetzt haben, möchte ich herzlich danken“, so Rottmann weiter.

Aus den Reihen der besagten Landesparlamentarier hatten der Wallenhorster SPD-Abgeordnete Guido Pott und sein Glandorfer CDU-Kollege Martin Bäumer nahezu zeitgleich die positive Botschaft in Presseerklärungen öffentlich gemacht. „Mit der Aufstockung der jährlichen Förderung für den Museumspark zur Varusschlacht in Bramsche-Kalkriese wird den steigenden Kosten der vergangen Jahre Rechnung getragen“, erläuterte Pott den Hintergrund der Entscheidung. So seien dort ein kontinuierlicher Anstieg der Personalkosten, die Ausdehnung des zu untersuchenden Schlachtfeldes sowie die Kosten des Einsatzes neuer naturwissenschaftlicher Methoden und Instrumente ursächlich. Ein weiterer Kostenpunkt, so Pott, sei „die aufwendige Restaurierung und anschließende wissenschaftliche Bestimmung der Funde.“

Auch Martin Bäumer bezeichnete die Anhebung der Landesförderung als „angemessen“. Die staatliche Forschung und Grabung in Kalkriese wird aus der Landeskasse seit dem Jahre 2003 bisher mit jährlich 127000 Euro bezuschusst, nun steigt dieser Betrag spürbar an. Dazu kommen pro Jahr 159000 Euro aus Haushaltsgeldern des Landkreises Osnabrück sowie einige Einzelförderungen (zum Beispiel durch Stiftungen und Universität).

„In die Natur eintauchen“

Freude in der Region dürfte aber auch die Ankündigung der Landespolitiker ausgelöst haben, dass der Natur- und Geopark Terra-Vita (erstreckt sich von der Ankumer Höhe über Bramsche, das Wiehengebirge und den Teutoburger Wald bis ins Ostwestfälische) im Jahr 2019 eine stattliche Förderung in Höhe von 250000 Euro erhält. „Unser Natur- und Geopark ist bei vielen Besuchern sehr beliebt und bietet die Chance, auch vor der eigenen Haustür in die Natur einzutauchen“, zeigte sich Christdemokrat Martin Bäumer „sehr zufrieden“.

Bei Terra-Vita gehe es aber ebenfalls darum, die „Förderung dauerhaft zu verstetigen“, ergänzte Sozialdemokrat Pott. Also auch über 2019 hinaus. Denn mit zahlreichen Projekten in den Bereichen Umweltbildung, Landschaftspflege und nachhaltiger Regionalentwicklung trügen die Natur- und Geoparke im gesamten Land dazu bei, die Natur zu schützen und gleichzeitig für den Menschen nutzbar zu machen. Der vergangene Sommer habe die dringende Notwendigkeit des Natur- und Klimaschutzes „noch einmal vor Augen geführt“, sagte Pott.

Mehr für Bildungshäuser

Vom nächsten Landeshaushalt würden zudem die Heimvolkshochschulen in Niedersachsen profitieren, hob Martin Bäumer hervor. Das seien beispielsweise die Katholische Landvolkhochschule in Oesede und das fast „benachbarte“ Haus Ohrbeck (beide in Georgsmarienhütte). Landesweit, so Bäumer abschließend, würde die Förderung solcher Bildungseinrichtungen um 222000 Euro angehoben.


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