Spiele-Messe zum 25. Mal Bramsche spielt: Großer Andrang in der Meyerhofschule

Von Andreas Wenk

„Funkelschatz“ ist Spiel des Jahres 2018. Leon, Amelie und Martina Porysiak probieren es gerade aus. Foto: Andreas Wenk


„Funkelschatz“ ist Spiel des Jahres 2018. Leon, Amelie und Martina Porysiak probieren es gerade aus.„Funkelschatz“ ist Spiel des Jahres 2018. Leon, Amelie und Martina Porysiak probieren es gerade aus. Foto: Andreas Wenk „Funkelschatz“ ist Spiel des Jahres 2018. Leon, Amelie und Martina Porysiak probieren es gerade aus.

Bramsche. Die Spiele-Messe "Bramsche spielt" ist weiterhin ein Publikumsmagnet - auch in der 25. Auflage am Sonntag in der Meyerhofschule.

Die Tische sind umgehend belegt. Die Lust auf Gesellschaftsspiele hält trotz oder vielleicht auch wegen der zunehmenden Digitalisierung an. Der Trend ist ungebrochen, sagt Marianne Pinke-Zimmermann von der Alten Webschule. Seit 25 Jahren veranstaltet der Trägerverein Universum die Spielemesse. Das Interesse ist nach wie vor groß. 600 bis 800 Gäste zählt die Veranstaltung pro Jahr. Die 25 Spiele an den Tischen stellt Stefan Roose, Inhaber des Fachgeschäfts Twenhäfel. Weitere acht hat der Verlag Smart Games mitgebracht, die ebenfalls an Tischen auf der Bühne ausprobiert werden können.

Das ist Roose besonders wichtig. „Manchmal sagen die Verpackungen nicht viel aus. Man muss sie einfach spielen.“ Genauso sieht das auch Christian Röhrdanz. Er ist Bezirksleiter Nord bei Smart Games und für die Messe aus Düsseldorf angereist. Im Gepäck hat er sogar eine Neuheit, die erst im kommenden Jahr auf den Markt kommt: „Top Spot“ heißt das Kartenspiel. Es ist derzeit nur in einer kleinen Auflage verfügbar. Starttermin für die offizielle Markteinführung ist im April 2019.

Laut Röhrdanz gehört Twenhäfel zu den Top-10 der führenden Spielwarenläden in Deutschland, mit denen die Verlage alle gerne zusammenarbeiten.

Auch wenn es einen großen Verkaufsstand gibt, viele lassen sich erst einmal nur treiben. So wie Benjamin Wichmann. Töchterchen Frieda probiert gerade ein Spiel aus, bei dem es gilt, dem Kaninchen mit Pilzen einen Weg in seinen Bau zu bahnen. Auch wenn die Dreijährige sich von dem Trubel um sie herum noch ablenken lässt, Wichmann ist von der Messe begeistert und sicher, dass er mit ein paar Ideen für Weihnachten nach Hause gehen wird.

Emil hat es spontan die „Gangsterjagd“ angetan, will aber noch nicht entscheiden, ob das Spiel auf dem Wunschzettel landet. Laut Mutter Tanja Kalmlage heißt das nichts, die Liste des Achtjährigen wird „bis Heiligabend noch achtmal umgeschrieben.“

Spiel des Jahres

Martina Porysiak ist bereits das vierte Mal dabei. „Meine Kinder treiben mich schon hier her“, sagte die Mutter von Amelie und Leon. Auch sie findet es „toll“, dass sie mit ihren Kindern hier so viele Spiele ausprobieren kann. „Funkelschatz“ ist Spiel des Jahres 2018. Dabei müssen Edelsteine aus dem Eis geborgen werden. Die Kinder sind konzentriert bei der Sache.

An den vielen Tischen herrscht Hochbetrieb. Obwohl Spielen hoch im Kurs steht, scheuen viele, die Bedienungsanleitung zu lesen. „Das ersparen wir ihnen hier“, sagt Gaby Bartkowsi-Goedeke. Wie Pinke-Zimmermann gehört sie zum Universum-Team der Alten Webschule. Beide finden Brettspiele wichtig: Sie fördern die Kommunikation, das soziale Lernen und bieten Spaß.

Genau darum geht es an diesem Nachmittag. Und wer zwischendurch eine Auszeit braucht, kann sich in der Cafeteria erholen. Die Mitglieder des Frauentreffs Bramsche haben für „Bramsche spielt“ 25 Torten und Kuchen aufgetischt. Wie bei den Spielen gibt es auch am Buffet Klassiker, weiß Sigrid Hirte. „Kalte Schnauze“ und Philadelphia-Torte sind nach wie vor der Renner. 


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