Stelldichein der Szene 31. Jahresausstellung des Bramscher Kunstvereins

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„Kunst kann uns die Augen öffnen“ sagt Karin Bormann und wünscht, dass der 31. Jahresausstellung des Bramscher Vereins für Bildende Kunst das gelingen möge.„Kunst kann uns die Augen öffnen“ sagt Karin Bormann und wünscht, dass der 31. Jahresausstellung des Bramscher Vereins für Bildende Kunst das gelingen möge.

40 Werke von 21 Künstlern zeigt die 31. Jahresausstellung des Bramscher Vereins für Bildende Kunst im Tuchmachermuseum.

Die Bilder und Skulpturen zeigen das breite Spektrum der Bramscher Kunstszene: Neben „alten Bekannten“ stellen zwei Künstlerinnen erstmals aus. Andere, wie Andrea Wilmers, sind nur aus Interesse gekommen. Sie ist Mitglied und dem Verein noch immer dankbar, weil er auch ihr „vor 20 Jahren auf die Beine geholfen hat.“ Für Sie ist es einfach „super, dass es ihn gibt.“ Ähnlich hatte sich auch Bürgermeister Heiner Pahlmann geäußert, der sich, wie er selbstironisch anmerkte, selbst zu einem Grußwort eingeladen hatte.

Lob für das „funktionierende Museum

Pahlmann zeigte sich erfreut darüber, dass sich viele Bramscher Bürger künstlerisch engagierten und nutzte seine einleitenden Worte, um vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltsberatungen eine Lanze für das „funktionierende Museum“ zu brechen, eine „neuhochdeutsch tolle Location“. Dennoch gebe es Versuche, an der einen oder anderen Stelle ein paar Prozent einzusparen.

Nachdem Pahlmann nicht mehr ganz so stark mit Beschlag belegt war, nutzte er einen ruhigen Moment, um sich manche Werke etwas genauer anzusehen. So bunt einzelne Bilder, so abwechslungsreich die Techniken und Materialien, so gespreizt auch die Altersstruktur der Künstler. Einer der Neuzugänge ist Kerstin Wickel, Ihr Exponat nennt sie „Bewegte Fette“. Die zwei kleinen weißen Skulpturen erinnern ein wenig an adipöse Beine mit Schlumpfmütze. Wickel lebt nach Stationen in der Pfalz und in Hamburg seit 2015 in Rieste. Sie stammt aus Sachsen und hat in Bramsche ein künstlerisches Betätigungsfeld gesucht. Die Ausstellung gefällt ihr „sehr gut.“ Das Urteil teilt auch Nicole Uhl, die ebenfalls erstmals im Tuchmachermuseum ausstellt. Ihre zwei Bilder in Acryl auf Leinwand zeigen eine rauchende und eine singende Frau. Uhl ist Physiotherapeutin, wie sie sagt, ein Beruf, bei dem lernt, sehr genau hinzusehen. Das habe vielleicht auch ihren künstlerischen Blick geschärft.

Von abstrakt bis realistisch

Von Ruth Röttenbachers abstraktem „Blick in den Garten“ oder Elke Schröders „Verrostet“ bis hin zu sehr realistischen Darstellungen wie dem „Brückenhaus“ von Siegfried Kornacki, Christa Ackemanns Sylt-Ansichten oder Anne Grunge-Dirkers Bildern bietet die Ausstellung einen bunten Strauß unterschiedlichster Stile bis hin zur Fotografie. Etwa die von Thomas Remme, dessen Arbeit Künstlerkollegin Wilmers als ein Highlight der Ausstellung betrachtet.


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