Einigkeit im Fachausschuss Stolperfallen in Bramscher Fußgängerzone sollen verschwinden

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Bramsche. Die Stolperfallen im Pflaster der Bramscher Fußgängerzone sollen rasch und mit relativ geringem Aufwand entfernt werden, „damit jeder barrierefrei von A nach B gelangen kann.“ Mit dieser Formulierung präzisierte Anette Staas-Niemeyer die Forderung der FDP. Damit konnten sich im Fachausschuss die Vertreter aller anderen Parteien anfreunden.

Da habe sie wohl „in ein Wespennest gestochen“, kommentierte Staas-Niemeyer die vielen Reaktionen auf die Forderung der FDP nach einer teilweisen Neupflasterung der Fußgängerzone. Es gehe aber nicht um eine komplett neue Pflasterung, auch nicht um ein aufwendiges Konzept, für das neue Aufträge vergeben werden müssten. Vielmehr solle die Verwaltung mit eigenen Mitteln einen Plan aufstellen, wie die Stolperstellen möglichst rasch beseitigt werden können. „Da gibt es genügend Sachverstand im Rathaus“, betonte die FDP-Ratsfrau. Seit Jahren gebe es die Kritik am Pflaster, nun müsse endlich einmal etwas unternommen werden.

„Das tragen wir absolut mit“, sagte Andreas Quebbemann (CDU). „Das ganze Pflaster hochzunehmen“ sei dagegen „mit der CDU nicht zu machen“. Mit diesem abschnittsweisen Vorgehen waren auch Dieter Sieksmeyer (Grüne) und Bernhard Rohe (Linke) einverstanden. Roswitha Brinkhus erinnerte daran, dass die Unebenheiten vor 30 Jahren nicht als Problem gesehen wurden und die Optik wichtiger gewesen sei. Das stelle sich heute aber ganz anders dar.

Leidiges Thema

„Es kann nicht sein, dass wir dieses Thema seit Jahrzehnten vor uns herschieben,“ schimpfte Werner Hagemann als Vertreter des Seniorenrates im Ausschuss. Für ältere Menschen mit Rollatoren sei jede Kante eine Gefahr. Er selbst sei, seit Kurzem auf einen Rollator angewiesen. „Ich hätte nie gedacht, dass das so schwierig ist“, beschrieb er die Umstellung. Es werde Zeit, „dass endlich Nägel mit Köpfen gemacht“ würden.

Der Leitende Baudirektor Hartmut Greife gab zu bedenken, dass die Ausbesserung nicht ohne Kosten möglich sei. Ein eigener Ansatz für diese Aufgabe soll aber nach den Willen des Ausschusses nicht in den Haushalt eingestellt werden. Eine günstige Möglichkeit sei es, das Pflaster in dem Bereich neu zu verlegen, in dem wegen der Aufstellung neuer Straßenlaternen ohnehin gearbeitet werden müsse.


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