Wohnen als Menschenrecht Caritas informiert in Bramsche über Lage von Obdachlosen

Von Holger Schulze

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Die Caritas-Mitarbeiterinnen Sonja Korosa, Kristina Niepel, Gabriele Bührs und Mara Tapken (von links) machten im häuslichen Ambiente auf em Kirchplatz darauf aufmerksam, dass Wohnen ein Menschenrecht ist. Foto: Holger SchulzeDie Caritas-Mitarbeiterinnen Sonja Korosa, Kristina Niepel, Gabriele Bührs und Mara Tapken (von links) machten im häuslichen Ambiente auf em Kirchplatz darauf aufmerksam, dass Wohnen ein Menschenrecht ist. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Im Rahmen der Aktionswoche „Wohnen ist ein Menschenrecht“ hatte sich am Freitagvormittag eine Vierergruppe von Mitarbeiterinnen der Caritas auf dem Kirchplatz quasi häuslich niedergelassen. Sonja Korosa, Kristina Niepel, Gabriele Bührs und Mara Tapken kümmern sich bei der Beratungsstelle für wohnungslose Menschen in Bersenbrück um die Belange von Obdachlosen.

Mit ihrer Präsenz auf dem Kirchplatz wollten sie dieses Angebot in Bramsche bekannter machen, auch für ehrenamtliche Helfer und natürlich für potenzielle Vermieter. Das gesellschaftlich immer relevanter werdende Thema von überhaupt vorhandenem und dazu noch bezahlbarem Wohnraum ist für Heiner Pahlmann als Hauseigentürmer persönlich kein Problem. Gleichwohl war der Bürgermeister ein ausgesprochen interessierter Gesprächspartner der Damen von der Caritas. Denn zunehmend stellt sich diese Frage auch in Bramsche. Ferner hatte Heiner Pahlmann aus einer Sitzung in Hannover der Eindruck mitgenommen, dass die Landesregierung das Thema ernst nimmt.

Ein konkretes Ergebnis, das der Infostand der Caritas bereits am Freitag bewirken konnte, war ein für Januar angesetztes Treffen mit dem Bürgermeister, bei dem die konkrete Wohnungssituation in Bramsche und die Ansätze der Caritas weiter ausgeleuchtet und ausgetauscht werden sollen, wie Kristina Niepel und Gabriele Bührs aus dem Gespräch mit Heiner Pahlmann wissen ließen.

Schwierige Situation

Drei ehemals obdachlose und nun in Bramsche wohnende Menschen werden derzeit von der Beratungsstelle in Bersenbrück begleitet. Die allermeisten Obdachlosen jedoch sehe Bramsche nur auf der Durchreise, weil in anderen Kommunen mehr Notunterkünfte existieren, in denen Ehrenamtliche als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, erläuterten Gabriele Bührs und Kristina Niepel die Situation vor Ort. Dennoch gäbe es immer wieder einmal Anfragen von Obdachlosen, die gerne in Bramsche eine Wohnung nehmen würden. Aber dies sei selbst dann sehr schwer, wenn die Caritas als Mieter einer solchen Übergangswohnung für die erste Schritte in ein normal geregeltes Leben einspringen würde.

„Das Thema ist schwerfällig, aber mangelnder Wohnraum wird jetzt langsam in der Politik bekannter und auch die Kommunen sind angehalten, das Thema aufzugreifen“, setzten Gabriele Bührs und Kristina Niepel ihre Hoffnungen auf die Zukunft. Wer in Bramsche hinschauen und hinhören wollte, hatte bereits am Freitagvormittag die Gelegenheit, sich mit diesem Menschenrecht näher zu beschäftigen.


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