„Baueröffnung“ gefeiert Zweite Krippengruppe für Bramscher Kita St. Martinus im Bau

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Die Handwerker waren schnell. Deshalb trafen sich Kinder, Eltern, Kita-Leitung, Vertreter von Stadt, Kirchengemeinde und Planungsbüro zu einer kleinen Feier auf der Fundamentsplatte statt zum ersten Spatenstich. Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeDie Handwerker waren schnell. Deshalb trafen sich Kinder, Eltern, Kita-Leitung, Vertreter von Stadt, Kirchengemeinde und Planungsbüro zu einer kleinen Feier auf der Fundamentsplatte statt zum ersten Spatenstich. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Die zweite Krippengruppe an der Kindertagesstätte mit Familienzentrum St. Martinus nimmt Gestalt an. Das Fundament ist bereits gegossen und so traf man sich am Donnerstag, 8. November 2018, statt zum ersten Spatenstich zu einer „Art Baustelleneröffnung“, wie Pastor Tobias Kotte für den Träger, die katholische Kirchengemeinde St. Martinus, meinte.

Für den Klassiker bei allen größeren und öffentlichen Bauprojekten waren diesmal die Handwerker einfach zu schnell. „Und bremsen wollten wir sie ja auch nicht. Es ist zurzeit schwierig genug, überhaupt noch Unternehmen für alle Gewerke zu bekommen“, meinte Johannes Kornhage vom bauausführenden Planungsbüro Kornhage und Schubert aus Wallenhorst. Auch bei dem Projekt an der Lindenstraße sorgte die überheizte Baukonjunktur zunächst für Verzögerungen, wie Bürgermeister Pahlmann in seinem Grußwort einräumte. Die Ergebnisse der ersten Ausschreibung schien den Verantwortlichen bei der Stadt zunächst inakzeptabel. Es wurde ein zweites Mal ausgeschrieben, ohne den erwarteten Erfolg sinkender Kosten. „Aber wir wissen ja, dass es sein muss. Wir müssen alles für die Jüngsten tun“, zeigte sich Pahlmann von der Notwendigkeit der Baumaßnahme überzeugt. Die Kosten werden bei etwa 650 000 Euro liegen. Die Stadt erhält 180 000 Euro aus Fördermitteln aus dem RAT V-Programm (Richtlinie Ausbau Tagesbetreuung) des Landes. Auch das Bistum Osnabrück beteiligt sich an der Finanzierung.

Pastor Kotte ging auf die Vorgeschichte des Bauvorhabens ein. „Vor zwei Jahren haben wir das Signal bekommen, dass immer mehr Krippenplätze bei uns nachgefragt werden. Wir haben gleich gesagt, wir würden gern“, so Kotte. Aber dann habe die Suche nach einem passenden Standort doch einige Zeit in Anspruch genommen. „Und jetzt haben wir die Möglichkeit“, freute er sich.

„Wir wollen den Baubeginn feiern, aber ein Spatenstich in Beton geht ja nicht“, begründete Kita-Leiterin Marion Riehemann die etwas außergewöhnliche Feier. „Die Kinder schauen so oft den Bauarbeitern zu und dabei haben wir viele Wünsche für die „neuen“ Krippenkinder gesammelt. Die wollen wir alle in einer Art Zeitkapsel sammeln, die dann sichtbar in die Mauer eingearbeitet werden könnte“, beschrieb sie ihre Idee. Riehemann forderte die Gäste auf, ihre Wünsche für die Kinder ebenfalls auf Zetteln für die Zeitkapsel festzuhalten. In einer Kita gingen doch Generationen von Kindern ein und aus. „Da wäre es doch schön, wenn die Kinder von heute Jahre später ihren eigenen Kindern die Kapsel zeigen könnten“. Die Festgäste nahmen diese Einladung natürlich gern an.


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