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Im Herbst nächsten Jahres fertig Sicher: Der Elektronikmarkt kommt


wek Bramsche. Nach mehr als drei Jahren sind die Verträge endlich in trockenen Tüchern. Auf dem Gelände des K+K-Marktes an der Maschstraße wird ein Telepoint-Elektronikmarkt entstehen. Die Fertigstellung ist für den Herbst kommenden Jahres zu erwarten.

„Damit wird endlich ein echtes Manko in der Bramscher Geschäftswelt beseitigt“, freute sich Bürgermeisterin Liesel Höltermann bei der Vorstellung der Pläne. Bramsches Leitender Baudirektor Hartmut Greife zeigte sich überzeugt, dass von der Ansiedlung des Elektromarktes positive Impulse für die Innenstadt ausgehen. Bramsche verfüge als Mittelzentrum über einen erheblichen Einzugsbereich, da im Nordkreis vergleichbare Angebote nicht vorhanden seien.

50 Prozent der Kaufkraft im Bereich der Elektronik seien bisher aus Bramsche abgeflossen, ergänzte Klaus Sandhaus vom Stadtmarketing. „Dem werden wir jetzt endlich Einhalt gebieten.

Die Unternehmensgruppe Bünting aus Leer, zu der die Telepoint-Märkte gehören, hat sich mit der Gronauer Firma Klaas und Kock (K+K) geeinigt, dass der neue Markt auf dem Grundstück des jetzigen K+K-Marktes gebaut wird. Das Gebäude wird entlang der Grundstücksgrenze zur Firma Sanders errichtet und eine Gesamtfläche von rund 2400 Quadratmetern besitzen, davon fast 1800 Quadratmeter Verkaufsfläche. Bevor der Elektronikmarkt gebaut werden kann, muss der K+K-Markt mitsamt dem dahinter liegenden Backstein-Gebäude abgerissen werden. Weitere Firmen, die in dem Gebäude ansässig waren, zogen zum Teil an neue Standorte – der Fachmarkt für Fußböden in die Gartenstadt, das Fitness-Center im Mischgebiet „Meyers Tannen. Das „Manhattan“ ist ohnehin seit geraumer Zeit geschlossen.

Der K+K-Markt selbst zieht in den derzeitigen Combi-Markt. Das ist ein weiterer Bestandteil der Einigung zwischen den Firmengruppen Bünting und Klaas und Kock. Hier steigt Klaas und Kock in langfristige Mietverträge ein. „Wir wollen unser Lebensmittelangebot näher an die Innenstadt heranbringen“, erläuterte der Geschäftsführende Gesellschafter Rolf Klaas.

Als etwas problematisch sehe sein Unternehmen lediglich die Parkplatz-Situation am jetzigen Combi-Markt an. Klaas und Kock will sich deshalb auch die Option offenhalten, auf einer Reservefläche neben dem „Telepoint“ in fernerer Zukunft einen weiteren Verbrauchermarkt zu bauen, „wenn es in der Innenstadt nicht funktioniert“. Der Bebauungsplan, der von der Stadt gerade überarbeitet wird, lässt dies zu.

Rolf Geyer von der Bünting-Unternehmensgruppe berichtete von durchweg guten Erfahrungen, die man mit Elektromärkten vergleichbarer Größe in vergleichbaren Städten gemacht habe. Die Märkte zögen Kaufkraft aus dem Umland in die Städte. Außerdem setzte „Telepoint“ auf Service durch eigene Fachkräfte. 35 bis 40 Arbeitsplätze würden so in Bramsche geschaffen. Das derzeit bei „Combi“ beschäftigte Personal könne im Zuge der Betriebsübergabe bei K+K weiterarbeiten. Es gebe aber auch Angebote für den ebenfalls zu Bünting gehörenden Famila-Markt. „Niemand wird arbeitslos“, versicherte Geyer.

Baubeginn für den „Telepoint“ soll im kommenden Jahr sein. Der Markt wird über zwei Zufahrten und eine Abfahrt an die Maschstraße angebunden werden. Klaas und Kock wird als Bauherr noch in diesem Jahr den Bauantrag für beide Objekte einreichen. Für die Planung des „Telepoint“ und des möglichen weiteren Verbrauchermarktes zeichnet der Osnabrücker Architekt Ralf D. Hantschel verantwortlich.


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