Vier Kommunen morgen an einem Tisch Bürgermeister-Gipfel zur Zukunft der Buslinie 585 steht

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Entlang der L78 (links im Bild) verläuft die Buslinie 585 durch Engter, Lappenstuhl und Vörden. Foto: Marcus AlwesEntlang der L78 (links im Bild) verläuft die Buslinie 585 durch Engter, Lappenstuhl und Vörden. Foto: Marcus Alwes

Bramsche/Neuenkirchen-Vörden. Die Bürgermeister aus Bramsche, Neuenkirchen-Vörden, Wallenhorst und Damme kommen am morgigen Dienstagvormittag zusammen, um erstmals gemeinsam an einem Tisch – und über Kreisgrenzen hinweg – über die Zukunft der Busverbindung von Osnabrück nach Damme zu beraten.

Am guten Willen, die in die Diskussion gekommene Linie 585 grundsätzlich zu erhalten, scheint es Heiner Pahlmann, Ansgar Brockmann, Otto Steinkamp und Gerd Muhle nicht zu fehlen. „Ich erwarte, dass wir eine gemeinsame Zielrichtung entwickeln“, sagt beispielsweise der Bramscher Verwaltungschef Heiner Pahlmann vor der Zusammenkunft im Rathaus an der Küsterstraße in Neuenkirchen-Vörden. „Mir ist besonders wichtig, dass die 585 erhalten bleibt. Unter anderem auch mit Blick auf die Gewerbegebiete und die dort arbeitenden Menschen“, so Pahlmann. Gemeint ist aus seiner Sicht ist vor allem die Erreichbarkeit der Arbeitsplätze in den Unternehmen und Betrieben direkt an der L78 zwischen Engter und Lappenstuhl. Aber auch den ebenfalls wachsenden Niedersachsenpark bei Vörden dürfte der Bramscher gemeint haben.

„Mir geht es darum, die unterschiedlichen Interessen der Kommunen auszuloten und zu schauen, an welchen Stellen es Gemeinsamkeiten zwischen der Osnabrücker und der Vechteraner Seite gibt, über die man Lösungsansätze entwickeln kann“, ist auch Neuenkirchen-Vördens Bürgermeister Ansgar Brockmann an einem Konsens interessiert. Der Gastgeber des Treffens hält dabei „eine mittelfristige Lösung“ für realistisch. An eine ganz kurzfristige Entscheidung glaubt Brockmann nicht – und geht davon aus, dass in absehbarer Zeit auch die beiden Landkreisverwaltungen in die Beratungen zur defizitären Linie 585, die die Weser Ems Bus GmbH so auf Dauer nicht weiterführen will, einbezogen werden müssen. „Da ist es klar, dass wir betroffenen Bürgermeister uns zunächst einmal intern abstimmen“, erklärt Brockmann.

Seinen südoldenburgischen Kollegen Gerd Muhle weiß der Neuenkirchen-Vördener dabei offenbar an seiner Seite. „Der Stadt Damme ist es wichtig, dass eine attraktive Verbindung nach Osnabrück bleibt bzw. neu geschaffen wird“, sagt Muhle: „Ich hoffe daher, dass wir eine gemeinsame Lösung finden, möchte dem Treffen aber nicht vorgreifen.“

Weil die Linie 585 zwischen Osnabrück und Damme aber nicht nur entlang der Landesstraße 78 über Engter, Lappenstuhl, Kalkriese und Vörden führt, sondern auch über Wallenhorst, wird natürlich auch ein Vertreter dieser Kommune während der Bürgermeisterrunde anwesend sein. „Wir steigen als Gemeinde jetzt in diese Gespräche ein“, sagt der Wallenhorster Verwaltungschef Otto Steinkamp, „und wir warten ab, was dort vorgetragen wird.“ Erst danach, so Steinkamp, könne er sich in der Sache näher und ausführlicher äußern. Dass es bei der Lösung des Problems „585“ irgendwann um das liebe Geld und Finanzierungsfragen gehen wird, erwartet aber auch er.

Ein künftiger Gesprächspartner der vier Bürgermeister dürfte zudem die Landkreisverwaltung am Schölerberg und deren Wirtschaftsförderungsgesellschaft (Wigos) sein. „Der Landkreis Osnabrück begrüßt diesen Prozess und hat seine Tochtergesellschaft Planos gebeten, ihn mit fachlichem Know-how in Sachen Nahverkehrsplanung zu begleiten und zu unterstützen “, erklärt Pressesprecher Henning Müller-Detert in einer Stellungnahme gegenüber unserer Redaktion. Seit Kurzem liege ein Entwurf des Verkehrsunternehmens Weser Ems Bus GmbH für Fahrtenangebote im Zweistundentakt zwischen Damme und Osnabrück im Sinne einer direkten Linienführung vor. „Dieser Entwurf geht von der Idee einer deutlichen Attraktivitätssteigerung der Linie gegenüber dem heutigen Zustand aus, unter anderem durch kürzere Fahrtzeiten“, stellt Müller-Detert heraus.

Eben dieses Konzept dürfte sicherlich auch beim morgigen Bürgermeistertreffen (30. Oktober 2018) zur Sprache kommen.


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