Nur ein Punkt gegen den Letzten Bramscher Handballer verschlafen die erste Hälfte

Von Andreas Schüßler

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Auf den erhofften zweiten Heimsieg müssen Maurice Hommers (beim Wurf) und seine Teamkollegen weiterhin warten. Foto: Rolf KamperAuf den erhofften zweiten Heimsieg müssen Maurice Hommers (beim Wurf) und seine Teamkollegen weiterhin warten. Foto: Rolf Kamper

Bramsche. Für die Bramscher Verbandsliga-Handballer reichte es zuhause letztlich nur zu einem 22:22-Remis gegen die SG Achim/Baden II. Das Derby der TuS-Reserve bei der HSG Osnabrück endete ebenfalls 22:22.

Beim ersten Angriff des Spiels gelang den Gästen die 1:0-Führung. Im direkten Gegenzug trafen die Hausherren durch Alexander Brockmeyer zum 1:1. So ging es von da an weiter. Keine der Mannschaften konnte sich zunächst absetzen. Bramsche fehlte der Zugriff in der Verteidigung und die nötige Durchschlagskraft nach vorn. Achim/Baden spielte nicht wie ein potenzieller Absteiger, sondern hielt dagegen und zeigte viel Willen.

TuS gerät in Rückstand

Das Publikum in der gut gefüllten IGS-Sporthalle unterstütze die Hasestädter von Trainer Dennis Kötter nach Kräften, doch richtig Tempo kam lange Zeit nicht ins Spiel. Nach gut 20 Minuten, beim Stand von 6:7, bekam ein Bramscher Akteur den Ball an den Fuß und nach dem Gegenstoß der Spielgemeinschaft zum 6:8 führte ein Team erstmals mit zwei Toren.

Nach dem 7:9 kam der junge Patrick Kovaci für den glücklosen Kai Golchert ins TuS-Tor. Trotz Zeitstrafe gelang es den Gästen dann noch das 7:10 und nach einem fehlgeschlagenen Ball der Bramscher ins Aus sogar noch das 7:11 zu erzielen.

Kötter nahm als Reaktion die Auszeitkarte zur Hand und stellte seine Mannschaft neu ein. Dennoch eroberte direkt nach Wiederanpfiff Achim/Baden den Ball und verwandelte einen weiteren Tempogegenstoß zum 7:12. Durch einen Treffer der Bramscher ging es anschließend mit 8:12 in die Halbzeit.

Mehr Tempo und Aggressivität

Aus der Pause kamen die Bramscher mit deutlich mehr Schwung. Kötter formulierte dies später so: „In der zweiten Hälfte haben wir von allem noch mal zehn Prozent draufgepackt: Aggressivität, Tempo und Zugriff.“

So nutzte der TuS jeden Fehler der Gäste konsequent aus und verkürzte den Rückstand schnell auf 11:12. Etwas später trafen Bramsches Zweite in der Halle ein. Sie hatte sich nach dem Abpfiff ihrer Partie in Osnabrück direkt auf den Weg gemacht. Lasse Brügmann und Christoph Müller wurden im Kader der Ersten nachgetragen und nahmen zunächst auf der Bank Platz.

Ihre Mitspieler kämpften weiter und in der 45. Minute gelang Brockmeyer schließlich der Ausgleich zum 17:17. Nach dem 18:17 griff der Gäste-Trainer zur Auszeit-Karte, doch Bramsche gewann hinten mehrmals den Ball und konterte die SG aus. Das Resultat war schließlich eine respektable TuS-Führung (21:17).

In der Folge zeigten die Gastgeber noch einige schöne Spielzüge, doch den Bramscher Schützen fehlte mehrmals das Abschlussglück und die Bälle landeten entweder beim gegnerischen Schlussmann oder am Torrahmen.

Dramatische Schlussphase

Achim/Baden nutzte seine Möglichkeiten dagegen konsequent und glich wieder aus (21:21). Es entwickelte sich eine hochdramatische Schlussphase. Fast drei Minuten lang ging es ohne Torerfolg teils hektisch hin und her. 44 Sekunden vor dem Ende stellte Kötter sein Team noch mal in einer Auszeit ein.

Tatsächlich gelang danach Christoph Müller über die Außenposition das umjubelte 22:21. Doch die SG spielte ihren Angriff blitzschnell nach vorn und Golchert konnte den Wurf zum 22:22 14 Sekunden vor dem Ende nicht parieren.

Der letzte Bramscher Angriff endete mit der Entscheidung auf Freiwurf nach dem Ende der regulären Spielzeit. Marc Clausing führte diesen gekonnt aus, traf aber nur die Latte. Kötter resümierte nach dem Remis: „Im zweiten Durchgang haben wir ein richtig schönes Spiel gezeigt. Schade, dass wir uns letztlich nur mit einem statt mit zwei Punkten belohnen konnten.“ Besonders dankte der Coach Lars Meyer, der „mit dem A-Jugend-Spiel in den Knochen später immer besser in Schwung kam“ und Julian Göcke, „der in der zweiten Hälfte richtig Tempo reingebracht hat.“

Auch Reserve spielt Remis

Ironischerweise endete das Spiel der HSG Osnabrück gegen Bramsche II ebenfalls 22:22. Trainer Maik Podszuweit meinte dazu: „Trotz aller Routine standen wir uns heute selbst im Weg und haben unser bisher schwächstes Saisonspiel gezeigt. Dennoch sind wir weiterhin ungeschlagen.“

Überzeugend agierte dagegen Kötters A-Jugend beim 21:33-Auswärtssieg bei der HSG Grönegau-Melle. „Sehr stark, wie sich die Jungs mit nur sieben Spielern präsentiert haben. Vor allem Tim Börger hat mit seiner Spielübersicht immer wieder wertvolle Lücken für seine Mitspieler gerissen“, zeigte sich der TuS-Trainer zufrieden.

Für die TuS-Erste spielten: Alexander Brockmeyer 11 Tore, Joshua Friese 5, Maurice Hommers 2, Marc Clausing 1, Julian Göcke 1, Marcel Luhn 1, Christoph Müller 1, Thomas Erben, Lars Meyer, Michel Ortland, Karl Scharpf sowie Lasse Brügmann, Patrick Kovaci und Kai Golchert (alle TW).


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