„Bisher nur gute Erfahrungen“ Bramscher Gymnasium: 2019 mit Höffmann in die Toskana

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Bramsche. Mit der ganzen Schulgemeinschaft fährt das Bramscher Greselius-Gymnasium im Herbst 2019 in die Toskana. Am Veranstalter Höffmann-Reisen aus Vechta hält die Schule dabei fest, obwohl das Unternehmen jüngst wegen nicht dokumentierter Pausenzeiten und technischer Mängel in die Schlagzeilen geraten war. Man habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht, hieß es aus der Schulleitung.

„Wir sind super betreut worden und hatten bei Fahrten bisher niemals Anlass zu klagen“, sagt Klaus Wahlbrink aus der Schulleitung. Dennoch werde die Schule zum Start der Reise aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Schule bei der Polizei eine gründliche Überprüfung von Bussen und Fahrern veranlassen. „Wir nehmen die Ängste der Eltern ernst“, so Wahlbrink weiter. Auch am Greselius-Gymnasium habe es diverse Rückfragen gegeben. „Wir werden dem Veranstalter genau auf die Finger gucken“, sagte er.. Bislang habe man allerdings nur positive Erfahrungen mit dem Reiseunternehmen gemacht.

Campinganlage getestet

Wahlbrink bezog sich dabei besonders auf die Anfang der Woche zu Ende gegangene „Testfahrt“ in die Toscana, an der 23 Gymnasiasten und vier Lehrer teilnahmen und die ebenfalls von dem Vechtaraner Unternehmen durchgeführt wurde. Eine Fahrt mit mehr als 800 Teilnehmern, wie sie für das kommende Jahr geplant ist, brauche viel Vorbereitung. Die Jugendlichen waren als eine Art Vorauskommando für ihre Mitschüler unterwegs, berichteten Nils, Neeltje, Matthis, Jonah und Salome. Untergebracht war die Reisegruppe in Bungalows auf der Campinganlage, die auch im kommenden Jahr Ziel der Bramscher sein wird. Dass dieses Mal auch Gruppen von weiteren Schulen auf dem Platz waren, sei durchaus vom Veranstalter so vorgesehen, um einen Vorgeschmack auf das Zusammenleben in einer großen Gemeinschaft zu geben. Mit auf dem Programm der „Vorgruppe“ standen Besuche unter anderem in Florenz, Siena und San Gimignano. Auf Florenz und seine kulturhistorischen Schätze werden sich die Schüler bis zum Herbst 2019 besonders vorbereiten. „Wir verzichten ganz auf professionelle Führungen“, verriet Wahlbrink. Schüler werden kleine Vorträge erarbeiten, um die Sehenswürdigkeiten der toskanischen Hauptstadt vorzustellen. „Wir haben jetzt schon die Plätze gesucht, die sich am besten für die Vorträge eignen“, verriet Elftklässler Nils.

Große Altersdifferenz

Eine weitere Herausforderung für die Organisatoren der großen Schulfahrt ist die große Altersdifferenz. „Wir machen uns schon Gedanken, wie wir die Themen so herunterbrechen können, dass sie auch für Sechstklässler verständlich sind“, versicherte Nils. Besagte Sechstklässler werden die jüngsten Schüler sein, die nach Italien reisen. „Die fünften Klassen sind ja gerade erst an der Schule angekommen“, fürchtet Wahlbrink eine Überforderung der jüngsten Mitglieder der Schulgemeinschaft. Je nachdem wie die Erfahrungen bei der Premiere sind, könne er sich durchaus eine Wiederholung in regelmäßigen Abständen, vielleicht alle fünf oder sieben Jahre vorstellen, sodass jeder Gymnasiast einmal in den Genuss einer solchen Reise kommen würde. An anderen Schulen werde dergleichen bereits praktiziert.

Neben Kultur wird es in der Toskana noch ein Wahlprogramm geben, mit Besuchen in umliegenden Städte und wahrscheinlich ein paar Stunden am Strand.

Bereicherung der Schulgemeinschaft

Für die große Tour, von der sich Wahlbrink eine Bereicherung und ein weiteres Zusammenwachsen der Schulgemeinschaft verspricht, wurde das Fahrtenprogramm der Schule für das Schuljahr 2019/20 modifiziert. Unter anderem findet keine gesonderte Kursfahrt der Abschlussklassen stand. Der Jahrgang 12 wird wahrscheinlich schon einige Tage früher starten, um irgendwo in Norditalien, vielleicht am Gardasee, Station zu machen.

Eventuelle Sorgen wegen des Busunternehmens hat Schulleiterin Barbara Bolz inzwischen mit einem Brief an die Eltern aufgegriffen. An der Schule habe man Höffmann bislang als sehr solide erlebt, versicherte Wahlbrink. Das Busunternehmen aus Südoldenburg ist wegen der logistischen Herausforderungen quasi ein Monopolanbieter auf den Sektor von Schulfahrten mit Hunderten bis weit über tausend Mitreisenden.

Mit Höffmann verreisen allein im Bistum Osnabrück regelmäßig tausende Schüler der katholischen Gymnasien. Bei der Kontrolle in Gelsenkirchen, die ebenfalls einer Schulfahrt vorausging, konnen nach Polizeiangaben 16 der 17 Busfahrer keine Nachweise über Lenk- und Ruhezeiten vorlegen. Zudem wurden an einigen Bussen Sicherheitsmängel festgestellt.


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