Bramscher Wirtschaft im Portrait Fugenexperte startet in Hesepe durch

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Michael Blechert mit dem Roten Faden vor dem neuen Firmensitz an der Industriestraße in Hesepe. Foto: Heiner BeinkeMichael Blechert mit dem Roten Faden vor dem neuen Firmensitz an der Industriestraße in Hesepe. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. In unserer Serie „Der Rote Faden – Bramscher Wirtschaft im Porträt“ stellen wir Unternehmer aus der Region vor. Heute an der Reihe ist Michael Blechert von der Firma KS Bautenschutz.

Keller- und Fassadensanierungen, Fugenversiegelung und Beschichtungen sind seit jeher das Spezialgebiet von Michael Blechert. Das klingt nach einem überschaubaren Arbeitsfeld, aber der 58-jährige blickt auf ein bis hierher sehr abwechslungsreiches Arbeitsleben mit Höhen und Tiefen zurück. Aktuell läuft es gut für den Geschäftsführer der Firma KS Bautenschutz. Aber das war nicht immer so. 

Früh selbstständig

Als Glaser bei der Firma Stöckel in Bippen kam er schon in der Ausbildung mit dem Thema Fugen in Berührung. Dazu gibt es keine spezielle Ausbildung, aber Erfahrung macht auch hier den Meister. Und die sammelte Blechert reichlich. Er machte sich selbstständig und war zunächst allein, später mit ein, zwei Monteuren im Bundesgebiet unterwegs. Hamburg und Düsseldorf, wo in öffentlichen Gebäuden 30 Kilometer Fugen auf dem Auftragszettel standen, waren Einsatzorte.Zwischen den Aufträgen lagen Fortbildungen in Sachen

Fassaden- und Kellerschutz. 

Nach dem Fall der deutsch-deutschen Grenze eröffnet er eine Niederlassung in Berlin, hat 25 Beschäftigte, bis im Jahr 1998 ein privater Tiefschlag einen kompletten Neuanfang erforderlich macht.

Umzug nach Hesepe

Der erfolgt in Engter an der Heywinkelstraße, wo er die Firma KS Bautenschutz gründet. Über private Kontakte kommt er an eine Halle in Bramsche, die aber „irgendwann zu klein“ wurde. Nach langer Suche findet Blechert eine passende neue Wirkungsstätte in Hesepe an der Industriestraße 54. In einem Neubau bezieht er eine 500 Quadratmeter große Halle mit 120 Quadratmetern Bürofläche. „Das ist genau passend für uns“, freut sich Blechert über den neuen Firmensitz, der am 23. November 2018 offiziell eingeweiht werden soll.

Im Büro laufen die Fäden bei seiner dritten Ehefrau Imke Pflugradt-Blechert zusammen, die sich um die Buchhaltung kümmert. Auch der Sohn ist inzwischen ins Unternehmen eingestiegen. Die Auftragsbücher seien gut gefüllt, sagt Blechert, der aktuell 15 Monteure beschäfttigt.

Viele Arbeitsfelder

Die Arbeitsfelder sind vielseitig: „Letztes Jahr war viel mit Kellern, dieses Jahr mehr mit Beschichtungen in der Industrie“, erzählt der Geschäftsführer. Zu den Kunden zählen Privatleute, aber auch große Firmen wie etwa Rügenwalder, für die KS Bautenschutz so etwas wie ein „Mädchen für alles“ in Sachen Beschichtungen sei, meint Blechert. Viel Zeit nehmen nach wie vor Fortbildungen und Messeauftritte in Anspruch. Dort geht es um Kundenkontakte, aber auch um Informationen über neueste Verfahren und Zertifizierungen. KS-Bautenschutz arbeitet mit mehreren Partnern bei Kellern und Bodenbelägen zusammen. Qualität und Erfahrung haben ihren Preis: „Die Leute gucken immer zuerst darauf, dass es günstig ist. Aber wir können es nicht billig machen. Wir machen das entweder vernünftig oder wir lassen das“, gibt Blechert Einblick in die Firmenphilosophie.

Ein normaler Arbeitstag beginnt für den Geschäftsführer mit dem Aufstehen um 5.30 Uhr. Dann geht er ausgiebig mit seinen Hunden spazieren, danach ins Büro. Arbeit einteilen, Kunden beraten, Angebote erstellen, Baustellenbesuche: „Ich bin so halb im Büro und halb draußen“ erklärt der 58-jährige. Es wird schon mal 19.30 Uhr, bevor er Feierabend macht.

„Manchmal habe ich aber auch die Faxen dicke, dann bin ich eher weg und kümmere mich um unsere Pferde“, sagt Blechert. Ganz wichtig sind ihm und seiner Frau auch regelmäßige Auszeiten: „Wir machen immer wieder mal eine Woche Urlaub im Wohnmobil“. Dann lasse er die Arbeit komplett hinter sich, verrät der Geschäftsführer: Wenn ich ins Wohnmobil einsteige, ist Ende aus.“ Die Lebenserfahrung hat ihn gelehrt, im Hier und Jetzt zu leben.


Die Serie „Roter Faden – Bramscher Wirtschaft im Porträt“ stellt Firmen-Chefs und Geschäftsführer von Unternehmen in unserer Region vor. Im Mittelpunkt stehen dabei die Persönlichkeiten, die mit ihrem Engagement das Unternehmen voranbringen. Ihre berufliche Entwicklung wird ebenso nachgezeichnet wie das Wachsen des Betriebs. Das Besondere dabei: Jede/r Porträtierte schlägt unserem Mitarbeiter den nächsten Kandidaten für diese Serie vor. So zieht sich – nach und nach – ein „Roter Faden“ durch die örtliche Wirtschaft, mit dem wir die Vielfalt von Industrie, Handel und Gewerbe aufzeigen wollen.

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