Veranstaltung im Rathaus Erster Bramscher Senioreninfotag findet großen Anklang

Von Holger Schulze

Gut gefüllt war der Ratssaal im Bramscher Rathaus während des ersten Senioreninfotages. Foto: Holger SchulzeGut gefüllt war der Ratssaal im Bramscher Rathaus während des ersten Senioreninfotages. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Der erste Senioreninfotag im Bramscher Rathaus hat bei den Anbietern von seniorenspezifischen Hilfe- und Dienstleistungsangeboten wie auch bei der angesprochenen Zielgruppe großen Anklang gefunden.

Ein beeindruckender Geräuschpegel aufgrund von angeregten Unterhaltungen füllte am Samstagvormittag den großen Sitzungssaal im Rathaus. So freute sich Bürgermeister Heiner Pahlmann in seinen Begrüßungsworten denn auch über „so viel Trubel, Unterhaltung und Austausch“ sowie „über die Ehrenamtlichen und die Vertreter der Institutionen mit einem sehr umfangreichen und vielfältigen Angebot.

Entstanden war der Senioreninfotag aus einem Impuls von Roderich Nowak von der Beratungsinitiative „Rat und Tat“ aus Engter, der dann von der städtischen Gleichstellungsbeauftragten und Ehrenamtskoordinatorin Maria Stuckenberg aufgegriffen und organisatorisch umgesetzt worden war. „Vorbildlich“ nannte Pahlmann noch dieses Zustandekommen.

Chancen im Alter erkennen

„Man muss die Chancen im Alter erkennen. Fangt früh genug an, Euch über das Alter Gedanken zu machen“, empfahl Anja Fels, Fachdienstleiterin Soziales beim Landkreis Osnabrück. Dazu gehöre nicht nur der Pflegebereich, sondern es gehe auch um das soziale Miteinander im Alter, um Helferkreise oder darum, Jung und Alt zusammenzubringen, wie Fels ergänzte. Wichtig sei ferner, junge Menschen mit dem Pflegeberuf in Verbindung zu bringen. „Wir versuchen als Landkreis, alle Ortsteile digital anzubinden. Auch die 80-Jährigen sollten die digitale Anbindung nutzen“, empfahl Fels außerdem und übermittelte den Aktiven in den Senioreninitiativen das Kompliment: „Ich bin überwältigt, was hier in Bramsche an den Start gebracht wurde“.

Explizit am Start des Senioreninfotags mit ihren Informationsständen befanden sich neben den Altenpflegeheimen der Awo und St. Martinus der Arbeiter-Samariter-Bund, der Christliche Pflegedienst, der Hospizverein, die Brücke und die Tafel. Ferner der SoVD, der Stadtseniorenrat, das Diakonische Werk, Rat und Tat, das Freiwilligen-Forum Engter, das Seniorennetzwerk Ueffeln-Balkum, die Initiative Zeitschenken, das Flicken-Café Bramsche, die Computer-AG für 50+, der Fachbereich Soziales der Bramscher Verwaltung, die Caritas, die Ehrenamtskoordinatorin sowie der Senioren- und Pflegestützpunkt des Landkreises Osnabrück.

Dessen Leiterin Susanne Klesse richtete ebenfalls noch begrüßende Worte an das Publikum. Sie beschrieb sich als Netzwerkerin für Akteure und Themen, die sich mit Fragen der Lebensgestaltung nach der Berufstätigkeit, mit den individuellen Möglichkeiten für Senioren am jeweiligen Lebensort oder den kommunalen Infrastrukturen beschäftigen. Auch die zum Alter gehörenden „Verletzlichkeiten und Verluste von Fähigkeiten“ seien ein „großes Thema mit viel Gesprächsbedarf“.

Gesprächsbedarf

Dass diesem Gesprächsbedarf auch beim Senioreninfotag angemessene Beachtung zukommt, machte Maria Stuckenberg deutlich, indem sie auf die beiden Gesprächsrunden hinwies, die neben den Einzelberatungen an den Infoständen ebenfalls bei der Börse vorgesehen waren. Innerhalb dieser Runden wurden der Wunsch nach Hilfen bei der Mobilität und dem Ausfüllen von Renten- und Wohngeldanträgen sowie Fragen in Bezug auf die Pflegegradregelungen vorgetragen. Überhaupt mehr Sachvorträge für Senioren und eine bessere Bekanntmachung der zahlreichen bereits bei der Stadt vorhandenen Informationsangebote wurden angeregt.

Der Vorschlag, doch einen „Initiativkreis Nachbarschaftshilfe“ für den Stadtbereich von Bramsche zu gründen, kam ebenfalls zur Sprache, wie Roderich Nowak die Schwerpunkte in den Gesprächsrunden zusammenfasste.

Was Sachinformationen anbelangt, geht hierauf am Donnerstag, 27. November 2018, ab 19 Uhr der nächste Vortrags- und Diskussionsabend in der Reihe „Stadtgespräch“ ein. „Die Stadt wird älter – einfach so?“ heißt es dann im Tuchmacher-Museum.


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