Lukas Hintz hilft in Bolivien Bramscher Abiturient vor Abenteuer in den Anden

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Von Bramsche nach Bolivien: Lukas Hintz ist für weltwärts im Einsatz. Foto: Heiner BeinkeVon Bramsche nach Bolivien: Lukas Hintz ist für weltwärts im Einsatz. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Ein Freiwilliges Soziales Jahr nach dem Abitur machen viele. Der Bramscher Lukas Hintze geht „weltwärts“: Der 18-jährige wird in Cochabamba in Bolivien Kinder der indigenen Bevölkerung betreuen. Der Bramscher sieht seinem Abenteuer in den Anden mit gespannter Erwartung entgegen.

Die Begegnung mit anderen Kulturen habe ihn schon immer interessiert, erzählt Hintz über seine Beweggründe. Diese Neugierde sei bei ihm entscheidend durch die Baseballcamps in Bramsche ausgelöst worden. Der Kontakt mit den amerikanischen Trainern, die Vermittlung von deren Lebensgefühl und Einstellung, habe ihn fasziniert. „Diese Camps waren für mich regelmäßig die besten Wochen des Sommers“, schwärmt Hintz, der seit 2012 immer dabei war. Fahrten mit dem Bramscher Partnerschaftsverein hätten ein übriges getan. „Ich bin schon unglaublich international geprägt“, sagt Hintz über sich selbst.

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Ziel Cochabamba

So war es naheliegend, dass er sich bei „weltwärts“ über Einsatzmöglichkeiten informierte. Diesen Freiwilligendienst hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufen. Weltwärts arbeitet mit einer Vielzahl von Entsendeorganisationen zusammen. Bei Lukas Hintz ist es das Gustav-Adolf-Werk Württemberg e.V. Das wiederum arbeitet mit der evangelisch-lutherischen Kirche Boliviens zusammen, die das Projekt in Cochabamba betreut. Hier soll der Freiwillige in einer Kindertagesstätte in einem Dorf Kinder vorwiegend aus bildungsfernen Schichten betreuen, mit Computerkursen, Musikworkshops oder Sportangeboten ihr Interesse wecken und ihnen so Zugang zu Schule und Bildung ermöglichen.

„Coole Aufgabe“

„Sehr cool“ findet Lukas Hintz sein Einsatzgebiet am Rande der Zivilisation und die Aufgabe: „51 Prozent der bolivianischen Bevölkerung haben indigene Wurzeln. Viele von denen, die dort aus den Dörfern kommen, sprechen weder spanisch noch englisch“, hat er sich informiert. Diese Begegnung mit einer völlig anderen Kultur ist für ihn genau die Herausforderung, die er gesucht hat. Schon seit der elften Klasse sei für ihn klar, dass er so einen Auslandseinsatz machen wollte.

Keine Kosten

Die Kosten für den Einsatz übernimmt zu drei Vierteln das Bundesministerium und zu einem Viertel die Entsendeorganisation. Von den Teilnehmern wird erwartet, dass sie sich einen Unterstützerkreis aufbauen. Dies geschehe aber auf freiwilliger Basis, wird auf der Internetseite von weltwärts betont. Lukas Hinz hat seinen Unterstützungskreis zusammen, auch die verschiedenen Vorbereitungstreffen sind absolviert, bei denen er andere Freiwillige kennengelernt hat.

So fühlt sich Lukas Hintz gut vorbereitet für das große Abenteuer, über das er an dieser Stelle in unregelmäßigen Abständen in unserer Reihe „E-Mail aus...“ berichten wird. Unregelmäßig schon deshalb, weil Lukas Hintz noch nicht weiß, ober an seinem Einsatzort überhaupt ins weltweite Netz kommt oder ob er dazu die Schulungstermine in größeren Städten abwarten muss.


Gemessen an den Entsendezahlen ist weltwärts der größte internationale Freiwilligendienst für junge Menschen in Deutschland und einer der größten entwicklungspolitischen Jugendfreiwilligendienste weltweit. Rund 35.000 junge Menschen haben bislang mit weltwärts einen Freiwilligendienst in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa oder Ozeanien gemacht. Weltwärts wurde 2008 durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufen. Durch die Förderung des BMZ haben alle interessierten jungen Menschen zwischen 18 und 28 Jahren die Chance, einen Freiwilligendienst in einem sogenannten Entwicklungs- oder Schwellenland zu leisten. Jährlich gehen rund 3.500 junge Menschen weltwärts. Sie engagieren sich zwischen sechs und 24 Monaten bei einer lokalen Partnerorganisation für Bildung, Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft, Kultur oder Menschenrechte. Mehr Informationen auf www.weltwaerts.de.

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