Verordnung aktualisiert Bramsche streicht Maulkorbzwang für bestimmte Hunderassen

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Die pauschale Einstufung von Hunderassen wie dem Staffordshire-Terrier als gefährlich ist aus der Bramscher Gemeindeverordnung gestrichen worden. Archivfoto. dpaDie pauschale Einstufung von Hunderassen wie dem Staffordshire-Terrier als gefährlich ist aus der Bramscher Gemeindeverordnung gestrichen worden. Archivfoto. dpa

Bramsche. Mit der neuen „Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ ist in Bramsche der Maulkorbzwang für bestimmte Rassen aufgehoben worden. Damit folgt die Stadt der aktuellen Gesetzgebung sowie einigen Gerichtsurteilen.

Der Erste Stadtrat Ulrich Willems weist darauf hin, dass es inzwischen das Niedersächsische Hundehaltungsgesetz gibt. Dadurch bleibe „in einer ordnungsbehördlichen Verordnung einer Gemeinde kein Platz mehr für eigene Regelungen.“ Dieses Landesgesetz stelle aber „nicht mehr auf bestimmte Hunderassen ab, sondern auf die von der zuständigen Fachbehörde (Landkreis, Veterinäramt) festgestellte Gefährlichkeit des Tieres. Eine pauschale Einstufung nach der Hunderasse hat der Landesgesetzgeber, auch aufgrund verschiedener Gerichtsurteile, als bedenklich angesehen,“ erklärt Willems.

Die alte Bramscher Verordnung aus dem Jahr 1999 hatte noch zwölf verschiedene Rassen vom Bull-Terrier bis zum chinesischen Kampfhund aufgeführt, die in Bramsche „einen sicheren Maulkorb“ tragen mussten. Das von vielen Tierschützern gelobte „Niedersächsische Gesetz über das Halten von Hunden (NHundG)“ nimmt vor allem Hundehalter in die Verantwortung. Statt der pauschalen Einstufung nach Rassen wird ein Wesenstest durchgeführt, wenn der Fachbehörde ein Hinweis auf gesteigerte Aggressivität eines Hundes vorliegt. Bestandteil des Gesetzes ist auch der sogenannte Hundeführerschein für Menschen, die sich erstmals einen Hund zulegen wollen.

Auch die anderen Bestimmungen der Bramscher Verordnung wurden der geltenden Gesetzeslage angepasst, sagt Matthias Hintz vom zuständigen Fachbereich. Die alte Verordnung sei komplett aktualisiert worden, weil sie sonst im nächsten März nach 20 Jahren ihre Gültigkeit verloren hätte.


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