Grundsatzbeschluss im Stadtrat Freibad Ueffeln wird nicht geschlossen

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Die Jubiläumsfeier zum 45-jährigen Bestehen im August war nicht die Abschiedsparty: Das Freibad Ueffeln wird saniert, hat der Stadtrat beschlossen. Archivfoto: Andreas WenkDie Jubiläumsfeier zum 45-jährigen Bestehen im August war nicht die Abschiedsparty: Das Freibad Ueffeln wird saniert, hat der Stadtrat beschlossen. Archivfoto: Andreas Wenk

Bramsche. Das Freibad Ueffeln wird saniert. Diesen Grundsatzbeschluss hat der Bramscher Stadtrat am Donnerstagabend gefasst. Weitergehende Festlegungen, wie von CDU und Grünen gewünscht, scheiterten aber an der Mehrheit von SPD und FDP.

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke wird nach dem Beschluss von SPD und FDP ermächtigt, in der Sitzung am 24. Oktober eine „Grundaussage zu den Sanierungsvarianten“ zu treffen. Außerdem sollen die Folgewirkungen für den städtischen Haushalt in den nächsten zehn Jahren detailliert aufgezeigt werden.

Fördermöglichkeiten

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, finanzielle Fördermöglichkeiten zu prüfen und bei den Nachbarkommunen eine Beteiligung an den Sanierungskosten zu erwirken. Außerdem soll die Verwaltung die Gründung des Fördervereins für das Freibad Ueffeln unterstützen und den Verein als „langfristigen Kooperationspartner“ gewinnen. Den „finalen Beschluss“ soll nach dem Willen von SPD und FDP der Stadtrat in der Sitzung am 6. Dezember fassen.

Nur einer dagegen

Als einziges Ratsmitglied hatte sich Marius Thye (Grüne) gegen die Sanierung des Freibades ausgesprochen. Die Stadt könne sich die millionenschwere Sanierung nicht leisten, mit dem Darnsee und dem Hasebad gebe es zudem zwei weitere Bäder im Stadtgebiet, die auch noch zentraler gelegen seien, argumentierte er. Allen anderen ging der Beschlussvorschlag der SPD-FDP-Mehrheit nicht weit genug.

CDU und Grüne waren dafür, sich gleich auf Sanierungsvariante zwei mit einem komplett neuen Edelstahlbecken festzulegen. Dies sei zwar teurer als Variante eins, bei der lediglich der Beckenkopf aus Edelstahl erneuert wird, aber deutlich günstiger in der Wartung und viel nachhaltiger, meinte der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Dieter Sieksmeyer. Ihm waren darüber hinaus noch Regelungen wichtig, die die Stadtwerke als „mittelständisches Unternehmen“ weitgehend entlasten sollten.

CDU: Thema beenden

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Quebbemann sah keinen Grund, das Thema nicht gleich komplett abzuhandeln und die Sanierung in Variante zwei fix zu beschließen. Dann könnte gleich die Ausschreibungen erfolgen, was ein günstigeres Ergebnis bringen könne. Er kritisierte die „parteitaktische Verzögerung, die keinem etwas bringt“.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Oliver Neils verwies auf den im Beschluss beschriebenen Klärungsbedarf der Mehrheit und bezweifelte, das Ausschreibungen jetzt ein günstigeres Ergebnis brächten. Außerdem gehe keine Zeit verloren, weil die Stadtwerke ab sofort alle Ausschreibungen vorbereiten könnten.


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