Erklärung unterzeichnet „Team Jugendberufsagentur“ an der Hauptschule Bramsche

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Freuen sich über den Ausbau der  Zusammenarbeit, von links Joachim Schwarznecker (Bundesagentur für Arbeit), Stefan Rudys, Klaudia Stolecki, Wilfried Gerke, Dorte Hierse (Kollegium Hauptschule), Daniela Heise-Görtemöller (Elternvertreterin) und Anke Köhler (Maßarbeit). Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeFreuen sich über den Ausbau der Zusammenarbeit, von links Joachim Schwarznecker (Bundesagentur für Arbeit), Stefan Rudys, Klaudia Stolecki, Wilfried Gerke, Dorte Hierse (Kollegium Hauptschule), Daniela Heise-Görtemöller (Elternvertreterin) und Anke Köhler (Maßarbeit). Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Die Bramscher Hauptschule, die Agentur für Arbeit in Osnabrück und die Maßarbeit haben mit der Gründung des Teams Jugendberufsagentur ihre Zusammenarbeit weiter intensiviert. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am Donnerstag, 27. September, in der Hauptschule unterschrieben.

„Wir wollen damit deutlich machen, dass die besonders intensive Berufsorientierung weiter unser Alleinstellungsmerkmal ist und dass wir die Zusammenarbeit in diesem Bereich zum Nutzen unserer Schülerinnen und Schüler noch weiter ausbauen wollen“, sagte Schulleiterin Dorte Hierse. Bereits jetzt arbeiten BA, Maßarbeit und Schule bei der Vorbereitung der jungen Menschen auf die Zeit nach der Schule eng zusammen, durften aber bislang aus Datenschutzgründen die Informationen über einzelne Schüler nicht austauschen. Schulsozialarbeiter Wilfried Gerke, der die Berufsorientierung an der Hauptschule wesentlich mit aufgebaut hat und Ende Oktober in Pension geht, brachte es bildlich auf den Punkt. „Wenn jemand Kfz-Mechatroniker werden möchte, dann weiß ich zwar, dass er eine Fünf in Physik hat und er sich besser etwas anderes suchen sollte, dem Berufsberater kann er aber sagen, dass er eine Zwei hat. Das ist nicht gerade förderlich“.

Multiprofessionelles Team

Die offizielle Gründung der Jugendberufsagentur-Teams soll hier Abhilfe schaffen. Die Mitglieder dürfen sich mit der Zustimmung der Eltern, die vorab alle informiert wurden und ihr Einverständnis erklären müssen, über die Schüler austauschen und möglichst maßgeschneiderte Lösungen für jeden Einzelnen suchen. „Bisher habe ich nur positive Rückmeldungen bekommen“, sagte dazu Daniela Heise-Görtemöller als Vorsitzende der Elternvertretung. In der Absichtserklärung heißt es darüber hinaus, Aufgabe des Teams sei es unter anderem, die bisherigen Angebote und Leistung der Schule sowie von Arbeitsagentur und Maßarbeit, Jobcenter und Übergangsmanagement zu bündeln und die Ergebnisse „allen jungen Menschen durch den Kontakt zu einem multiprofessionellen Team“ bereit zu stellen. Die Teams entwickeln außerdem nach Schuljahrgängen gestaffelte und ganz konkrete Angebote zur Unterstützung der Berufsorientierung. Anke Köhler, Joblotsin bei der Maßarbeit nennt dazu ein Beispiel: „Wir erarbeiten beispielsweise in Jahrgang Neun und Zehn einen sogenannten Zeitstrahl. Für das ganze Schuljahr werden darin auf einem großen Plakat festgehalten, wann etwa die Bewerbungen um Praktika oder um einen Ausbildungsplatz geschrieben oder wann man sich um ein freiwilliges Praktikum in den Ferien bemühen muss. Dass dieses Plakat den Schüler im Klassenraum ständig vor Augen ist, ist extrem hilfreich“. Außerdem würden Workshops angeboten, in denen alles Wichtige rund um den Start in die Ausbildung erarbeitet werde. Die Möglichkeiten des Internets bei der Berufsfindung zu nutzen, wird für Berufsberater Joachim Schwarznecker ein Thema sein. Köhler kündigte an, auf Wunsch werde sie zusätzlich zu den schulischen Aktivitäten für Eltern und Schüler auch Nachmittags-Beratungstermine in den Räumen der Maßarbeit anbieten.

Selbst einen Weg finden

Neben Köhler und Schwarznecker gehören dem Team Schulleiterin Hierse, Gerke und auf Lehrerseite Klaudia Stolecki und Stefan Rudys an. Die beiden Pädagogen bilden sich derzeit neben ihrer Arbeitszeit als Berufsorientierungs-Coaches fort. „Wir wollen den Schülern Wege aufzeigen, selbst einen für sie geeigneten Weg zu finden“, erläuterte Rudys. „Die Jugendlichen sollen lernen, ihre eigenen Stärken und Wünsche zu entdecken und nicht nur auf Ratschläge von außen zu hören. Längerfristig ist das besser als 30 Jahre in einem Beruf unglücklich zu sein, nur weil jemand in der Familie ihn empfohlen hat. „Berufsorientierungs-Coaches leisten Hilfe zur Selbsthilfe“; ergänzte Stolecki.

Berufscoaches gibt es außer am Osnabrücker Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium nur an der Hauptschule Bramsche. Dafür gab es von der Schulleiterin „ein großes Lob für das Engagement der Kollegen“


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