Auftritt in Johanniskirche Ten Sing macht Konzert in Bramsche zur großen Party

Von Holger Schulze

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Bramsche. „Volles Rohr – Das musste ja so kommen“ lautete der Titel des Konzerts von Ten Sing-Chor und -Band am Samstag in der St.-Johannis-Kirche am Lutterdamm in Lutterdamm.

Schon deutlich vor den ersten Tönen war auch die Kirche nahezu voll besetzt. Junge Leute überwiegend natürlich, doch auch die Generation der Eltern und Großeltern füllten die Tanzfläche sowie die verbliebenen Kirchenbänke. So viele singende Jugendliche wie noch nie zuvor standen diesmal im zur Bühne umfunktionierten Altarraum. Der 44-köpfige Chor ermöglichten den Ten Sing-Sängerinnen und -Sängern bis zu vierstimmige Chorsätze.

Auch an der Technik war nicht gespart worden. Eine geliehene Lichtanlage im Wert von um die 80.000 Euro hatte das Team aufgebaut. Außerdem probte die um zwei Blechbläser erweiterte Begleitband für den Auftritt so viel wie noch nie zuvor, verriet Rune Schohaus, langjähriger Chorleiter und Instrumentalist von Ten Sing, vor dem Auftritt.

Tanzeinlagen

Das Ten Sing-Konzept enthält neben dem Chorgesang bekannter Titel auch jedes Mal szenische Einlagen sowie Tänze. Ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm war somit für den Abend gesetzt. Und die Stimmung zeichnete sich bereits vor dem Einzug von Ten Sing in die Kirche durch eine lautstarke Lebendigkeit aus. „Das ist der Wahnsinn“, gab Schohaus beim Blick in das Publikum als Feedback von dem Bild, das sich ihm bot, beeindruckt an die Zuhörer zurück.

Beeindruckend war aus der Sicht des Publikums sicherlich nicht nur der Sound, der sich im Kirchenschiff breitmachte und der bis an die Wand zum Eingangsbereich hin körperlich spürbar wurde. Auch die Lichtshow, die das Ten Sing-Team in Szene setzte, sprengte deutlich das, was erwartet werden darf.

Hardrock, der die Luft im Kirchenraum vibrieren ließ, eröffnete das Konzert – „volles Rohr“ eben. Szenen aus dem Dschungelcamp setzten die ersten schauspielerischen Akzente und sollten auch später den Inhalt der Darstellungsteile bestimmen. Eine Tanzeinlage mit Elementen des für die Jugend sicherlich uralten Songs „Saturday Night Fever“ gab den Weg zu den nächsten Musiktiteln frei.

Dass Ten Sing nicht nur lautstark intensiv, sondern auch ruhig emotional kann, wurde bei „Read all about it“ deutlich. Mit Fingern zu Herzen geformt sowie geschwenktem Handylicht ging das Publikum mit. Apropos Konzertbesucher: Nur schwer wird in Bramsche ein begeisterter klatschendes, lauter jubelndes, unkompliziert mitgehendes, ja eigentlich Teil der Vorstellung werdendes Publikum zu finden sein wie bei den Konzerten von Ten Sing und speziell bei dem am Samstagabend. Jugendliche Begeisterung honorierte von Anbeginn der Vorstellung das Bühnengeschehen in jeder Phase.

Und Ten Sing ließ es ja auch entsprechend krachen. Da stand wahrlich kein braver Jugendchor der Kirche auf der Bühne. Und erst recht der Chorleiter ließ absolut nichts anbrennen. Wer Rune Schohaus mit der Gitarre in der Hand im Altarraum hin- und herpendeln sah, konnte erahnen, woher Ten Sing die Energie für den Auftritt bekam. Diese Energie übertrug sich zwangsläufig auf das Publikum. Sitzenbleiben in den Bänken war nur bei den die Auftretenden begleitenden Eltern und Großeltern zu beobachten. Vor der Bühne jedoch ging es analog dem Konzertgeschehen auf der Bühne rund, hin und her und rauf und runter.

Der seltene Hingucker, ein Männertanz mit den Jungs aus dem Ten Sing-Team, entließ die aufgeheizten Konzertbesucher schließlich in die Pause.

Rhythmisches Klatschen

Das jugendliche Publikum aber war selbst nach der Pause noch in Teilen derart aufgedreht, dass es gleich danach begann, die vor dem erneuten Einzug von Ten Sing noch leere Bühne mit Einsetzen der Lichtshow schon wieder rhythmisch zu beklatschen. Diese Stimmung baute Ten Sing mit dem Titel „I’m so exited“ übergangslos aus, heizte sie zusätzlich mit einem irrwitzigen Schlagzeugewitter weiter an und das Nachfolgestück „Let me entertain you“ wurde zur sich selbst erfüllende Verheißung für den weiteren Konzertverlauf.

Als Überraschung bot Ten Sing beim aktuellen Konzert auch einen Männertanz.

„Volles Rohr“ Party, so lässt sich wohl das Konzert zusammenfassen. Und es war einfach schön zu sehen, wie sich sichtbarer Spaß an der Performance auf der Bühne mit der Begeisterung der Zuschauer davor zu einer Gesamtstimmung verbanden, die einfach nur eines ausdrückte: Pure ausgelassene Lebensfreude.


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