Roland Senger im Interview Neuer Basketballtrainer schwärmt von Bramscher Kulisse

Von Sascha Knapek

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Der neue Mann an der Bramscher Seitenlinie trainierte in der Vorsaison noch die Ligarivalen des Osnabrücker TB und heißt Roland Senger. Foto: Rolf KamperDer neue Mann an der Bramscher Seitenlinie trainierte in der Vorsaison noch die Ligarivalen des Osnabrücker TB und heißt Roland Senger. Foto: Rolf Kamper

Bramsche. Die offizielle Präsentation des neuen Trainers der Regionalliga-Basketballer des TuS Bramsche, Roland Senger, hat etwas auf sich warten lassen. Im Interview erklärt der Ex-Coach des Osnabrück TB den Grund für die späte Vorstellung. Außerdem wirft er einen Blick auf die in einer Woche beginnende neue Saison.

Herr Senger, wie läuft die Vorbereitung auf die neue Spielzeit?

Wir sind als Team auf dem richtigen Weg. Es wird sehr konzentriert im Training gearbeitet und die Motivation im Team ist hoch. Die Testspiele liefen zufriedenstellend und haben uns wichtige Erkenntnisse geliefert. Natürlich gibt es viele Dinge, die man immer verbessern kann, aber wir sind gut gerüstet für den Saisonstart.

Was sagen Sie zum neuen Kader, sind Ihre Spieler schon zu einem Team zusammengewachsen oder muss sich das erst noch entwickeln?

Wenn man bedenkt, dass sich einiges geändert hat, sind wir schon erstaunlich weit. Die Rollen der Spieler im Team haben sich schon gut entwickelt und auch der Zusammenhalt ist gut. Jedoch müssen wir weiter daran arbeiten, auch in schwierigen Spielsituationen zu funktionieren, nur da zeigt sich, wie gefestigt der Charakter des Teams ist. Daher auch die Wahl der starken Testspielgegner.

Dass alle neuen Spieler vorgestellt werden, bevor der neue Trainer präsentiert wird, ist unüblich. Woran lag es, dass Sie verhältnismäßig spät offiziell als neuer TuS-Coach präsentiert werden konnten?

Da es mit arbeitsrechtlichen Dingen in meinem Hauptberuf zu tun hat, kann ich mich nicht dazu äußern. Ich habe jedoch einen neuen Arbeitgeber gefunden, für den meine ehrenamtliche Tätigkeit in Bramsche kein Problem darstellt.

Im TuS-Kader ist es zu einem Umbruch gekommen. Auf was dürften sich die Bramscher Fans in Sachen Spielidee und der Art, wie die Red Devils künftig Basketball spielen freuen?

Wir haben deutlich an Qualität und auch an Erfahrung gewonnen. Der Spielstil richtet sich nach dem vorhandenen Potenzial. Man kann es so formulieren, dass wir strukturierter und überlegter spielen wollen. Das hat sich bereits die Vorbereitung gezeigt, in der wir Herford deutlich geschlagen und auch mit Salzkotten lange mitgespielt haben. Beides sind Team aus der 1. Regionalliga. Vor allem der starke Charakter unserer Mannschaft ist bereits jetzt zu erkennen. Wir wollen natürlich auch mit viel Herz spielen.

Die zahlreichen, und für die 2. Regionalliga durchaus auch namhaften Neuverpflichtungen, lassen einiges erwarten. Wie sieht ihr Saisonziel aus?

Als Wettkampfsportler wollen wir natürlich immer jedes Spiel gewinnen und um die Meisterschaft spielen. Ansonsten bräuchte man gar nicht antreten. Wir sind uns unserer Stärke bewusst, wollen uns aber konzentriert als Team einspielen, von Spiel zu Spiel schauen und unter den ersten Drei festsetzen. Wenn alle mitziehen, wir verletzungsfrei bleiben und niemanden unterschätzen, ist der große Wurf möglich.

Welche Teams sind Ihrer Meinung nach die größten Konkurrenten im Titelkampf?

Insbesondere in diesem Jahr ist das sehr schwer zu sagen. Wolfenbüttel wird aufgrund der Erfahrung eine wichtige Rolle spielen und auch Quakenbrück als Unterbau des Bundesligateams. Dahinter haben viele Teams das Potenzial eine Überraschungsmannschaft zu werden.

Sie kennen Heimspiele in Bramsche aus der Perspektive des Gästetrainers. Was haben Sie Ihren Spielern immer mit auf den Weg gegeben, wenn ein Auswärtsspiel in der IGS-Sporthalle anstand?

Ich habe ihnen gesagt, dass sie diese Begegnung genießen sollen. Denn nicht viele Spieler werden wieder in den Genuss kommen, vor so einer tollen Kulisse auflaufen zu dürfen.

Außerdem kennen Sie die meisten Hallen der kommenden Gegner aus Ihrer Zeit in Osnabrück: Wie lässt sich das Bramscher Publikum mit den anderen in der 2. Regionalliga Nord/West vergleichen?

Das Bramscher Publikum lebt den Basketball und hilft dem Team noch einmal ein paar extra Prozent rauszuholen. Man merkt, dass Mannschaft und Fans eine Einheit sind. Das ist unvergleichbar mit dem Rest der Liga. Nirgendwo anders ist die Begeisterung so groß wie hier. Ich bin wirklich stolz, jetzt ein Teil des Ganzen zu sein.


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