800 Schüler sichten Lehrstellenangebote Landrat zu Gast beim Bramscher BOP in der Hauptschule

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Bramsche. Landrat Dr. Michael Lübbersmann hat den Berufsorientierungsparcours (BOP) in der Hauptschule und Realschule an der Heinrichstraße als „in dieser Form ausgesprochen konstruktive und wunderbare Art“ gewürdigt, um junge Leute als Auszubildende für die heimischen Unternehmen anzuwerben.

Stattliche 43 Betriebe aus der Region hatten sich am Mittwochabend und am heutigen Donnerstag den rund 800 Schülern aus Bramsche und Wallenhorst sowie deren Eltern und Geschwistern an zahlreichen Mitmachständen präsentiert. „Es war eine hohe Motivation bei allen Beteiligten des BOP zu spüren“, so Landrat Lübbersmann nach seinem Rundgang. Der Verwaltungschef aus dem Kreishaus am Schölerberg in Osnabrück lobte „das gezielte pädagogische Konzept“ der Veranstaltung, sah „Hemmschwellen wegfallen, weil sich die Schüler in einem bekannten Umfeld bewegen“ und zeigte Verständnis für das spürbare Interesse der Schüler, auf eine Ausbildungsplatzbewerbung „gut vorbereitet zu werden“.

„Mehr gezielte Fragen“ von Eltern beim Familien-Abend

Bürgermeister Heiner Pahlmann stellte erfreut fest, dass sich der BOP Jahr für Jahr „immer weiter entwickelt“. Es kämen „immer wieder gute Neuerungen hinzu“, so der Erste Mann im Bramscher Rathaus. Pahlmann hob auch den Familien-BOP am Mittwochabend hervor. Dieser sei „ganz wichtig“, deutlich mehr als Eltern als im Vorjahr hätten sich dazu in den Räumen der Hauptschule und Realschule eingefunden, so der Bürgermeister: Es seien während des Familien-BOP zudem „mehr gezielte Fragen gestellt“ worden. Nicht nur von den Eltern, auch von den Schülern, hatte Pahlmann beobachtet. Für die Jugendlichen habe es offenbar „eine gute Vorbereitung im Unterricht“ gegeben, merkte der Verwaltungsleiter an.

Angesichts von 230 angemeldeten Eltern sah Maßarbeit-Vorstand Sabine Ostendorf beim Familien-BOP in den kommenden Jahren trotzdem „Luft nach oben“. Noch mehr Eltern für das Ereignis zu interessieren und zu gewinnen, sei von besonderer Wichtigkeit, unterstrich Ostendorf – und stand mit ihrer Sichtweise nicht allein. „Die Eltern sind der erste Ratgeber der jungen Leute und haben den größten Einfluss“, erläuterte Realschulrektorin Barbara Otte-Becker.

30 von 43 teilnehmenden Betrieben aus der Stadt

Dass der Berufsorientierungsparcours ein erfolgreiches Instrument sei, die örtlichen Firmen, Schüler sowie Eltern zusammenzubringen, machte Realschullehrer Dr. Norbert Dubiel deutlich. „In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Schüler gewachsen, die aus dem BOP heraus ihren Ausbildungsplatz gefunden haben“, bilanzierte er. „Der Charme der Veranstaltung ist der direkte Kontakt“, so Dubiel.

In der Hauptschule und der Realschule an der Heinrichstraße fand der zweitägige BOP statt. Foto: Marcus Alwes

Die jetzige Größe der Bramscher Ausbildungsplatzbörse sei dabei für die Organisatoren „gut händelbar“, bekräftigte der städtische Wirtschaftsförderer Klaus Sandhaus. Bei der Auswahl der Unternehmen und Institutionen, die hier ihre klassischen Ausbildungsangebote oder ein ebenfalls attraktives duales Studium vorstellen, müsse „am Ende die Mischung stimmen“, sagte er. Dabei spiele dann auch der lokale und regionale Aspekt eine große Rolle, so Sandhaus. In diesem Jahr seien 30 von 43 teilnehmenden Betrieben aus dem Bramscher Stadtgebiet gekommen.


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