Am Sonntag, 16. September Buntes und Handgefertigtes beim Tuchmarkt in Bramsche

Von PM, 12.09.2018, 07:00 Uhr
Aus handgefärbten Stoffen stellt Annette Rußwinkel fantasievolle Patchworkarbeiten her. Foto: Tuchmacher-Museum

Bramsche. Am Sonntag, 16. September 2018, wird es wieder bunt im Bramscher Tuchmacher-Museum. Von 10 bis 17 Uhr findet hier der traditionelle Tuchmarkt statt.

Da, wo sonst Wolldecken im Bramscher Rot produziert werden, bauen TextilhandwerkerInnen und -künstlerInnen dicht an dicht ihre Stände auf. Individuelle Kleidung, Accessoires, aber auch Materialien für eigene kreative Projekte gehören zum Angebot. Alle Produkte werden mit großem Können und viel Liebe von den Ausstellern in Handarbeit hergestellt. Einige Aussteller kommen schon seit vielen Jahren nach Bramsche. Karin Müller von der „LinnerFilzart“ aus Krefeld hat sich hier mit ihren ausgefallenen, farbenfrohen Hüten schon einen Fankreis aufgebaut: „Ein Hut zeigt, rundet ab, vervollständigt und ist das I-Tüpfelchen für jede Frau“, sagt sie. Auch Annette Lober Springinsguth ist mit ihrem „Hexenwahn“-Label wieder dabei. Die Stoffe für ihre Kleider und Oberteile stellt sie aus bunten Wollgarnen selber her.

Handgestricktes aus gotländischen Schafen

Erstmalig beim Tuchmarkt sind gleich drei Anbieterinnen, die sich dem Thema „Wolle und Stricken“ leidenschaftlich verbunden fühlen. Catrin Porsiel bietet in ihrer Manufaktur „Verlockend“ handgestricktes aus der Wolle des gotländischen Pelzschafs an. Klimabedingt entfalten die Pelzschafe nur auf Gotland ihre einzigartige silbrige, seidenweiche und lockige Fellqualität. Grundlage ihres Strickdesigns ist das gotländische Muster „Påfågel“, das sich bis in die Hansezeit zurückverfolgen lässt. Die Nachhaltigkeit ihrer zeitlosen Produkte nach dem Motto „der Natur nicht mehr zu entnehmen als man ihr zurück geben kann“ ist Katrin Porsiel besonders wichtig. Die Pelzschafe leben ganzjährig im Freien und sind daher keine „Klimakiller“. Schafe, Garne und Felle werden zu keiner Zeit chemisch behandelt.

Klimaschutz wichtiges Anliegen

Auch Ute Fredrich aus Paderborn ist der Klimaschutz ein wichtiges Anliegen. An ihrem Stand mit Wollzubehör und Textilschmuck können die Besucher sich am Workshop „Meer.Stricken“ beteilgen. Die hier gestrickten Meeresalgen sollen Teil einer Ausstellung im Erlebniszentrum Naturgewalten auf Sylt werden. Das Projekt ruft zum Schutz der Algen auf, die für mehr als 20 Prozent der weltweiten Sauerstoffproduktion verantwortlich sind.

Katja Krämer aus Wuppertal bietet unter dem Label „Schafe Toene“ stilvolle und funktionelle Textilien, die auf der Haut ein sinnliches Gefühl erzeugen. Wärmende Wolle, ausgleichendes Leinen, weiche Hanffasern und schmeichelnde Seide sind die Materialien für ihre Schals, Sauna- und Bademäntel und lässige Oberteile.

Annette Rußwinkel und Melanie Borgmann zeigen kunstvolle Quilts und Accessoires aus Patchwork. Wer eigene Patchworkarbeiten herstellen möchte, findet bei Ihnen auch die passenden, handgefärbten Stoffe. Die eigene Kreation vervollständigen oder ein altes Kleidungsstück aufpeppen kann man perfekt mit den handgefertigten Naturknöpfen und Schmucknadeln aus Perlmutt, Holz, Büffelhorn, Kokosnuss oder Bambus des Labels „Lüna-Knöpfe“ oder den

Mit eigenen Illustrationen

Kreationen aus edlen Hölzern von Christa Hunkenschröder. Handgenähte Taschen und Accessoires in ganz unterschiedlichen Designs bietet das Mallinckrodter Textilatelier aus Herdecke, die Kollektion „Mux“ aus Diepholz und Sabine Feist aus Wilhelmshaven. Sabine Eybee Korn aus Münster war bereits im letzten Jahr dabei, vielen werden ihre Produkte, die die Designerin mit eigenen Illustrationen versehen hat und die sie unter dem Label „Das Auge denkt mit“ verkauft, noch in Erinnerung sein. Mit Uschi Keppeler, Ingberta Wirth und Brigitte Büddefeld („Filzefein“) sind natürlich auch Aussteller aus Bramsche beim Tuchmarkt dabei.

In der Färberei wird die „Kunterbunte Wollspinnerey“ den großen Zinnkessel anheizen, um die Wolle des Museums mit dem Naturfarbstoff Krapp im „Bramscher Rot“ zu färben. Handarbeitstechniken wie das Spinnen mit der Handspindel können hier von allen ausprobiert werden. Die Spinngruppe Lengerich zeigt in der Spinnerei verschiedene Handspinntechniken. Unversponnene Wolle ist die Grundlage für das Nassfilzen, bei dem Kinder in zwei Workshops um 11.00 und 14.00 Uhr selbst kreativ werden können. Ein Café-Bereich im Innenhof des Museums rundet das Angebot ab. Hier stehen auch wieder die friedlichen Coburger Fuchsschafe vom Kleinen Wollwerk aus Dissen und freuen sich auf Streicheleinheiten.

Die vollständige Liste der Aussteller ist auf der www.tuchmachermuseum.de einsehbar. An diesem Tag gilt für das Museum und den Tuchmarkt der ermäßigte Eintritt von 3,00 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Eintritt frei.

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