Beratungen im Bus-Streit gehen weiter Bramscher Bürgermeister Pahlmann: Wir brauchen die Linie 585

Von Marcus Alwes, 10.09.2018, 17:02 Uhr
An dieser Haltestelle in Engter an der L 78 sollen auch künftig noch Busse halten. Vor allem, weil das Gewerbegebiet zunehmend wächst. Foto: Marcus Alwes

Lappenstuhl. Wie es mittel- bzw. langfristig mit der Buslinie 585 weitergeht, bleibt auch nach einem Treffen von Bramscher Verwaltungsspitze, der Ortsbürgermeister des Kirchspiels Engter, der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) und der Weser-Ems Busverkehr GmbH zunächst offen. Doch kurzfristige Kürzungs- oder gar Streichungspläne sind vom Tisch.

Die Beratungen zur Zukunft der Linie 585 von Osnabrück nach Damme – über Wallenhorst, Engter, Lappenstuhl und Vörden – sollen nun in Ruhe erfolgen.

„Das ist erst einmal eine gute Nachricht“, stellte der Bramscher Bürgermeister Heiner Pahlmann nach der Zusammenkunft im Rathaus fest. „Wir haben ein konstruktives Gespräch geführt. Ich hatte den Eindruck, die Weser-Ems-Bus-Verantwortlichen haben unser Anliegen verstanden“, so Pahlmann.

Nicht nur einen reinen Schülerverkehr anbieten

Streichungen bei den Fahrangeboten auf dem Abschnitt von Osnabrück nach Bramsche (L 78) sowie einen vollständigen Wegfall der Teilstrecke auf südoldenburgischer Seite – also bei Vörden – dürfe es nicht geben. „Wir brauchen die 585“, betonte Pahlmann. Eine Reduktion auf einen reinen Schülertransportverkehr habe nichts mit einem zukunftsorientierten ÖPNV zu tun.

Der Bramscher Bürgermeister unterstrich, dass insbesondere auch die weiterhin wachsenden Industrie- und Gewerbegebiete an der Landesstraße bei Engter und Vörden (Niedersachsenpark) eine attraktive Anbindung an das öffentliche Busnetz brauchen. „Da kann man doch nicht auf die Idee kommen, die Linie einzustampfen“, so Pahlmann. Der Bramscher Verwaltungschef begrüßte es, dass noch einmal zeitnah und umfassend Fahrgastzählungen auf der Strecke vorgenommen werden sollen. Pahlmann forderte zudem die Landkreis-Verantwortlichen am Schölerberg in Osnabrück auf, sich intensiv in die Zukunftsdebatte um die 585 einzuschalten.

Aktuelle Fahrgastzählung soll zeitnah Fakten liefern

Neuenkirchen-Vördens Bürgermeister Ansgar Brockmann sieht unterdessen in einer „reinen Fortführung der Linie 585 in der bisherigen Form – mit Ausgleich des Defizits durch die Kommunen – keine Lösung“. Aktuell würden, so Brockmann, „Ansprüche an fest getaktete Abfahrt- und Ankunftzeiten und auch an eine überschaubare Fahrtdauer nicht erfüllt“. Der Bürgermeister schließt allerdings nicht aus, dass „diese Mangelpunkte sicherlich beseitigt werden können“. Brockmann geht davon aus, dass dann aber „wahrscheinlich zusätzliche Kosten“ auf die beteiligten Kommunen zukämen.

Sollte auf südoldenburgischer Seite das Aus für die 585 kommen, denkt der Verwaltungschef aus Neuenkirchen-Vörden über weitere, frühmorgendliche Anrufbusse (Moobil+) nach, die die Bürger zügig zum örtlichen Bahnhof (Nordwestbahn-Angebot) bringen. Eine Zugfahrt wäre für den Verbraucher aber wohl deutlich teurer als ein entsprechender Bustransfer nach Osnabrück.

Auf dieses Problem weist auch die SPD/FDP-Fraktion im Gemeinderat hin. Die 585 sei eine „alte Traditionsbuslinie“, heißt es in einer Presseerklärung. Und die Ortspolitiker stellen klar: „Grundlegend kämpfen wir für den Erhalt der Linie 585, in welcher Form auch immer.“ Es gelte, die Schülertransporte über Kreisgrenzen hinweg zu sichern, für eine gute Busanbindung des Niedersachsenparks an Osnabrück zu sorgen sowie in der Region mit dieser Linie eine Anbindung an das Krankenhaus in Damme zu schaffen, schreibt die SPD/FDP-Fraktion.

Auch deren Vertreter werden übrigens dabei sein, wenn am 27. September die Finanzausschüsse der Stadt Damme und der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden gemeinsam zur Zukunft der besagten Buslinie tagen.

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