Mit Eigenleistungen und 100.000 Euro Bramscher Schulhof Im Sande erheblich aufgewertet

Von Holger Schulze, 10.09.2018, 12:57 Uhr
Wo sich zuvor nur eine Rasenfläche mit ein paar Büschen befand, bieten nun massive Baumstämme, Hügel und Weidengrün attraktive Bewegungsräume für die Grundschüler. Fotos: Holger Schulze

Bramsche. Für die umfangreiche Neugestaltung des Schulhofes hat die Grundschule Im Sande mit rund 100.000 Euro Baukosten nicht nur eine Menge Geld in die Hand genommen. In etwa 1000 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden legte die Schulgemeinschaft auch kräftig selbst Hand an das ambitionierte Projekt.

In der vergangenen Woche hatten bereits mehrere Eltern mit schwerem Gerät im Außengelände massenhaft Boden bewegt und große Steine gesetzt. Am Wochenende standen dann Mütter und Väter der Schulkinder wieder an der Schippe.

Es waren Vandalismus, zerschmissene Flaschen und Drogenkonsum, die seit ein paar Jahren die Überlegungen wachsen ließen, wie man dieser Situation begegnen könne. Von einer anfangs angedachten Videoüberwachung wurde Abstand genommen, wie Schulleiter Klaus Feldkamp berichtete. Stattdessen entschied man sich für die nun vorgenommene Raumveränderung durch eine Qualitätssteigerung. Workshops mit Vereinen, der Politik sowie der Stadtverwaltung, die Einbindung von Studenten der Hochschule und der Landschaftsarchitektin Mirja Müller-Dams, die unentgeltlich die Planungsleistungen beisteuerte, führten schließlich zum am Samstag weiter fortgeführten Mitmachkonzept, um dem Schulhof ein vollständig anderes Aussehen zu geben. Koordiniert wurden die Arbeiten von Sven Kalinowski von der Firma RöKa Gartenspiel, der gleichzeitig auch Sicherheitsprüfer für Spielplätze ist.

Naturnaher Raum

Ein Baumstamm-Mikado zum Klettern und Balancieren wurde errichtet, Rollrasen gelegt und Erdhügel angeschüttet. Es entstand ein naturnaher Raum mit Steinen, Holzstämmen und einem großen Sandkasten im Zentrum der Anlage. Eingerahmt von Rasenhügeln mit Weiden, bietet das neu gestaltete Gelände nun die Möglichkeit zum Rückzug, aber auch für aktive Bewegung, beschrieben Mirja Müller-Dams und die Elternratsvorsitzende Kathrin Sommer den ganz erheblich aufgewerteten Schulhofbereich.

Ermöglicht wurde dies durch „ganz viel Hilfe“, wie Sommer weiter ausführte. Die Stadt trägt die Materialkosten in Höhe von 60.000 Euro. Ferner half die Firma Stisser mit der Freistellung von Auszubildenden. Dallmann stellte Mutterboden, Stämme, Sand und Pflaster zur Verfügung. Auch Kohl lieferte Eichenstämme. Bauking sorgte für Werkzeuge und Verbindungselemente. GLS spendete das Spinnennetz, Sostmann und Justus die Verpflegung bei den Elterneinsätzen und die Volksbank sowie die Kreissparkasse steuern noch Geld zum Projekt dazu.

Weiteres Vorhaben

Viele Helfer machten es möglich, dass der Schulhof der Bramscher Grundschule Im Sande eine erhebliche Wertsteigerung erhält. Fotos: Holger Schulze

„All diese Resonanz hat unsere Erwartungen übertroffen und außerdem wurde durch die Zusammenarbeit von 60 Eltern die Schulgemeinschaft gestärkt“, verdeutlichte Klaus Feldkamp den über die Neugestaltung des Schulhofes hinausgehenden positiven Effekt des Unternehmens. Da derzeit in dieser Schulgemeinschaft viele Fähigkeiten und Kenntnisse vorhanden sind, steht bereits das nächste Vorhaben in den Startlöchern. Demnächst wird Mirja Müller-Dams zunächst dem Ortsrat weitere Planungen für ein Sportkonzept vorstellen.

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