Offizielle Übergabe Bramsche feiert den Titel Fairtrade-Stadt

Von Holger Schulze

Meine Nachrichten

Um das Thema Bramsche Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Bramsche. Gut zu tun hatten die Helfer vom Eine Welt Laden bereits vor der offiziellen Übergabe der Urkunde für Bramsche als Fairtrade-Stadt auf dem Kirchplatz mit dem Verteilen der Getränke im zahlreich erschienenen Publikum. Manfred Holz, der Ehrenbotschafter von Fairtrade, ernannte am Freitagabend Bramsche offiziell zur fair handelnden Stadt.

„Ich bin sehr glücklich und auch stolz, dass es uns gelungen ist, diesen bedeutungsvollen Titel zu erwerben. Für uns ist es eine Herzensangelegenheit, dass wir mit dabei sind“, begrüßte Bürgermeister Heiner Pahlmann die Beteiligten sowie die Gäste. „Viele Menschen haben dazu beigetragen, dass wir uns den Titel Fairtrade Town so schnell erarbeitet haben. Es geht nicht nur um political correctness und ein gutes Gewissen: Fairtrade-Produkte haben qualitativ und geschmacklich echte Mehrwerte zu bieten“, kam Heiner Pahlmann auf die Vorzüge des fairen Handels für die Käufer zu sprechen.

Nicht nur Etikett

„Ich hoffe, dass wir alle gemeinsam dafür sorgen, dass der Titel Fairtrade Town für Bramsche nicht nur ein Etikett ist, sondern für vielfältige, gelebte Ideen und ein gemeinsames Bewusstsein stehen wird“, schloss Heiner Pahlmann seine Ausführungen und übergab das Mikrofon an Volker Rohmann, der für die Steuerungsgruppe ebenfalls die Hoffnung äußerte, dass die Fragen von fairer und ökologischer Beschaffung von Produkten ein dauerhaftes Thema sein mögen.

Mit „my Fair Ladies and Gentlemen“ beginnend freute sich Manfred Holz „sehr, dieses Event in der familienfreundlichen Stadt mit hoher Lebensqualität, in der ein geballtes Engagement für den fairen Handel vorzufinden ist“ begehen zu können. „So einen Titel bekommt man nicht geschenkt, Bramsche hat alle Kriterien mit Bravour erfüllt. Fairer Handel lebt nur vom Handeln, und wir stehen alle in der Pflicht, einen Beitrag gegen die Armut zu leisten. Wenn auf der Welt soviel geteilt werden würde wie bei Facebook, gäbe es keine Armut mehr“, fuhr der Ehrenbotschafter von Fairtrade weiter fort.

„Fairtrade wächst„

Obwohl noch viele Kaffeetrinker zwar eine teure Kaffeemaschinen besitzen aber billigen Kaffee trinken würden, wachse Fairtrade in Deutschland weiter. „Das Ziel in diesem Jahr ist ein Gesamtumsatz von 1,5 Milliarden Euro“, schilderte Manfred Holz Details aus der Gesamtsituation der Idee vom fairen Handel. „Deutschland ist der dynamischste Fairtrade Markt, gehört aber vom Umsatz her noch nicht zur Spitze. Jeder Bundesbürger konsumiert faire 13 Euro. Beim unangefochtenen Spitzenreiter Schweiz sind es über 70 Euro im Jahr. Sorgen Sie dafür, dass diejenigen, die uns täglich unseren Tisch decken, auch selber satt werden. Mit dem Kauf von Fairtrade-Produkten geben Sie keine Spende oder Almosen, sondern leisten einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen und bekämpfen somit aktiv eine der Fluchtursachen“.

546. Fairtrade-Stadt

Bramsche ist nun 546. Fairtrade Stadt und die 31. in Niedersachsen, gratulierte Manfred Holz abschließend .Werner Lager in seiner Funktion als stellvertretender Landrat überbrachte die Glückwünsche des Landkreises und Landrates und wies darauf hin, „dass wir auch in Zukunft unsere regionalen Betrieb unterstützen müssen, sodass sie das, was sie anbieten in einem fairen Handel auch absetzen können“.

Für den Tourismusverband Osnabrücker Land stellte dessen Geschäftsführerin Petra Rosenbach den Umweltschutzgedanken von Fairtrade heraus und regte die Überlegung an, ob es unbedingt der Langstreckenurlaub sein müsse. Ferner machte sie Mut zum weiteren Handeln. „Die Chaosforschung sagt, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings in Schanghai einen Wirbelsturm in New York auslösen kann. Alle die sich für Fairtrade einsetzen, sind wie ein Schmetterling, der mit den Flügeln schlägt.“

Nach der Übergabe von weiteren Dankesurkunden an die Vertreter der am Titelerwerb beteiligten Schulen, Vereine, Kirchen und Betriebe endete die Veranstaltung mit weiterem Gesang vom Jugendchor und dem Auflassen von umweltverträglichen Luftballons.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN