Vereine sorgen für breites Angebot Papierbootregatta am Bramscher Hasesee zog Publikum an

Von Holger Schulze

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Bramsche. „Sie haben alles richtig gemacht, auch mit dem Wetter“, attestierte Winfried Müller den Veranstaltern der Papierbootregatta bei seiner Begrüßung am Samstag am Hasesee. Ferner hob der stellvertretende Ortsbürgermeister von Bramsche die „vielen Möglichkeiten, sich über Vereine und das Ehrenamt von Bramsche zu informieren“ hervor.

19 Initiativen an der Zahl waren es, die ihre Informations- und Mitmachstände zwischen dem Café am Hasesee und dem Ufer aufgebaut hatten, wie Bürgermeister Heiner Pahlmann das Publikum wissen ließ. Sein Dank galt all diesen Aktiven, aber auch dem Betriebshof, dem Café am Hasesee und den Stadtwerken, die ebenfalls am Gelingen der Papierbootregatta ihren Anteil hatten.

Vierte Regatta

Zum vierten Mal nach 2009, 2012 und 2014 wurde die Regatta vom Stadtjugendring, der Stadtjugendpflege sowie von der Ehrenamtskoordinatorin Maria Stuckenberg auf die Beine gestellt. Eingeladen waren die Erbauer von selbst gefertigten Papierbooten. Zu den Teilnahmebedingungen gehörte, dass die Boote aus Papier oder Pappe gebaut wurden, mindestens eine Person 60 Meter über Wasser hielten und mit trockener und wasserfester Farbe bemalt worden waren. Eine Jury, bestehend aus Karin Bormann, Dorit Barz und Winfried Müller, bewertete zudem die Originalität und Kreativität der Entwürfe. Sechs Boote stellten sich der Punktevergabe durch die Jury und begaben sich in die Wellen des Hasesees, begleitet vom Moderator des Nachmittags, Carsten Korswird.

Heimarbeiten

Dabei waren ein in familiärer Heimarbeit produziertes Boot in Form eines Kajaks, die schwimmende Postkutsche, erbaut von Kindern während der Ferienbetreuung, das Wasserflugzeug der Jugendfeuerwehr, ein Skateboard vom Jugendparlament, das mehrsitzige Kanu samt Anhänger von der Werkgemeinschaft „Die Brücke“ sowie ein floßähnliches Wasserfahrzeug vom Kanu Club Bramsche.

Der Antrieb dieser Boote erfolgte meistens über menschliche Außenborder im Wasser. Ledig das Kajak und das Boot der Brücke erreichten nur mit dem Einsatz von Paddeln das rettende Ufer. Angekommen jedoch gelang allen Teilnehmern.

Breites Angebot

Für die nicht auf oder im Wasser aktiven Regattabesucher hatten die Vereine und Initiativen an Land ein reichhaltiges Informations-, Unterhaltungs- und Mitmachangebot zusammengestellt. So war beispielsweise Amal, die christliche Flüchtlingshilfe, mit Band an den Hasesee gekommen. Auch die Bläsergruppe Bramsche gab Kostproben von ihrem Können. Am Stand der Bramscher Laientheatergruppen gab es neben dem Kinderschminken und Luftballonen zwei Sketche zur Erheiterung des Publikums.

Die Bramscher Schützengesellschaft ließ mit dem Lichtpunktgewehr auf eine Zielscheibe anlegen und bei der Stadtjugendpflege, die gemeinsam mit dem Jugendparlament einen Stand betrieb, konnte an einer Wasserbaustelle mit dem kühlen Nass hantiert werden. Beim Flickencafé flogen an einem durch Ballwurf ausgelöstem Katapult Süßigkeiten durch die Luft und bei der SPD schepperten die Dosen bei jedem Treffer.

Organisatoren überrascht

„Wir waren wirklich überrascht von der Vielzahl der teilnehmenden Initiativen und Vereinen sowie vom großen Interesse des Publikums“, freute sich Stadtjugendpflegerin Stefanie Uhlenkamp über den gelungenen Nachmittag. Und auch die Papierbooterbauer mit ihren Kapitänen hatten Grund zur Freude. Das Boot der Jugendfeuerwehr wurde als Sieger mit 300 Euro für die vielen Bastelstunden belohnt. 200 Euro erhielt die Brücke und 100 Euro gingen an das Boot in Skatboardform vom Jugendparlament. Die weiteren Bootsbauer erhalten für ihren Einsatz dank einer spontanen Entscheidung von der Jury in der kommenden Woche noch näher zu bestimmende Sachpreise.


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