Entspannung bei Krippen Kita-Plätze bleiben in Bramsche knappes Gut

Meine Nachrichten

Um das Thema Bramsche Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Großtagespflege in Ueffeln ist zusammen mit der in Sögeln das jüngste Betreuungsangebot in Bramsche. Foto: Holger SchulzeDie Großtagespflege in Ueffeln ist zusammen mit der in Sögeln das jüngste Betreuungsangebot in Bramsche. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Das Angebot an Plätzen in Bramscher Kindertagesstätten bedarf ständiger Beobachtung. Da waren sich im Ausschuss für Soziales und Sport alle einig. Aktuell gibt es in der ganzen Stadt keinen freien Ganztagsplatz in den Kitas.

Die neuesten Zahlen hatte im Ausschuss Helmut Langelage von der Stadtverwaltung vorgestellt. Danach ist die Situation derzeit relativ entspannt, da die Großtagespflege in Ueffeln und Sögeln gestartet sei. In Sögeln werden derzeit vier Kinder betreut, die Gruppe in Ueffeln ist voll besetzt. In Krippen und an Vormittagen gebe es aus unterschiedlichsten Gründen vereinzelt freie Plätze. Bei den Krippen sind es insgesamt 16, bei den Vormittagsgruppen acht.

Die Leiterin der AWO-Kita in Lappenstuhl, Ingrid Wessel, die dem Ausschuss angehört, meinte, der Bedarf an Krippenplätzen sei durch das städtische Ausbauprogramm inzwischen „weitgehend gut gedeckt“. Dagegen seien Kitaplätze für die Älteren „wirklich rar“. Sie schilderte die Situation in ihrer Einrichtung. Da gebe es „so gerade noch“ genügend Plätze für die Kinder, die im nächsten Jahr aus der Krippe kommen. Aber für Kinder, die bis dahin nicht im Kindergarten waren, werde es eng.

„Eklatanter Mangel“

Es herrsche „ein eklatanter Mangel“ an Plätzen, in einigen Ortschaften gebe es überhaupt keinen Platz, betonte Andreas Quebbemann (CDU). Ihn würde interessieren, wie lang bei einzelnen Einrichtungen die Wartelisten sind. Er wünschte sich zudem bei den Kitas mehr Kooperationen, um die Anzahl der Schließungstage zu reduzieren.

Der Erste Stadtrat Ulrich Willems geht davon aus, dass die neu eingeführte Beitragsfreiheit für Kitaplätze noch einmal eine Erhöhung der Zahlen bewirken werde. Er stellte fest, dass es nach wie vor keinen Anspruch auf einen Ganztagsplatz gebe. Im Notfall könne die Stadt auch eine „Bedarfsprüfung“ für Ganztagsplätze durchführen. Stephan Bergmann (SPD) hatte dagegen viel Verständnis für Eltern, die das Ganztagsangebot für ihre Kinder nur an einigen Tagen nutzten: „Wenn es beruflich nicht anders geht, ist es klar, dass ich mein Kind in der Kita versorgt wissen will. Aber wenn ich mich doch selbst kümmern kann, dann will ich doch auch die Zeit mit ihnen nutzen“, plädierte er für einen flexiblen Umgang mit Sonderöffnungszeiten, die als Puffer „unheimlich wichtig“ seien.

Auf alle Fälle sei es sinnvoll, dass die Stadt den Ausschuss immer wieder mit den aktuellen Zahlen versorge, meinte Maximilian Busch (SPD). So verpasse der Rat keine aktuelle Entwicklung.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN