Nach neuerlichen Diskussionen Engter: Umzug in neues Feuerwehrhaus steht jetzt wohl bevor

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Nachdem es zuletzt noch einige Unstimmigkeiten gegeben hat, steht der Umzug der Feuerwehr Engter in ihr neues Gebäude nun wohl doch kurz bevor. Foto: Björn DieckmannNachdem es zuletzt noch einige Unstimmigkeiten gegeben hat, steht der Umzug der Feuerwehr Engter in ihr neues Gebäude nun wohl doch kurz bevor. Foto: Björn Dieckmann

Bramsche/Engter. Nachdem es zuletzt noch einige Unstimmigkeiten gegeben hat, steht der Umzug der Feuerwehr Engter in ihr neues Gebäude nun wohl doch kurz bevor.

„Wir können in dieses Gebäude noch nicht einziehen, weder heute noch morgen“, hatte der Engteraner Ortsbrandmeister Hartmut Gausmann noch am Montagabend in der Sitzung des Stadtrats-Ausschusses für Feuerwehr und Ordnung gesagt. Der Wegzug aus dem bisherigen Gerätehaus an der Dr. Korshenrich-Straße im Ortskern könne erst erfolgen, „wenn die grundsätzliche Funktionalität des neuen Gebäudes gewährleistet ist“, so Gausmann weiter, der diese Voraussetzung zumindest am Montagabend noch nicht als erfüllt ansah. Die Stadt Bramsche hingegen hatte das neue Feuerwehrhaus bereits vor einigen Wochen als „bezugsfertig“ deklariert. Bezugsfertigkeit liege in diesem Fall vor, „wenn alle für die Feuerwehr relevanten Funktionen sichergestellt sind, so dass die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr zu keiner Zeit gefährdet ist und die Feuerwehrleute sicher und ungefährdet ihrer Arbeit nachgehen können“, erklärte Müller auf spätere Nachfrage unserer Redaktion.

Es bedurfte offenbar noch eines weiteren Ortstermins zusammen mit dem städtischen Gebäudemanager Christian Müller und dem Ausschuss-Vorsitzenden Ernst-August Rothert (CDU), bis man nun übereinkam: Obwohl das Gebäude noch nicht im optimalen Zustand ist, kann es dennoch bezogen werden.

Termin am 15. September

Laut Gausmann ist nun der Umzug für den 15. September vorgesehen. „Das wird an diesem Tag dann nur noch die Fahrzeuge betreffen“, so der Ortsbrandmeister. Technische Geräte, die aus dem alten in das neue Gebäude mitgenommen werden, sollen kurz davor rübergebracht werden. „Von den Sachen, die wir nicht unmittelbar für Einsätze benötigen, haben wir auch schon einiges in die neue Wache transportiert.“

Gausmann schränkt allerdings ein, dass die Inbetriebnahme des neuen Gebäudes nur dann zu diesem Termin erfolgen könne, „wenn die Dinge, die wir nun noch einmal angesprochen haben, dann auch wirklich erledigt sind.“ Was den Engteraner Feuerwehrleuten sauer aufstieß, war beispielsweise, dass Wasser – insbesondere bei Schlagregen – in die Fahrzeughalle und sogar bis zur Wache läuft. Hier hatte Gebäudemanager Müller zwar bereits zuvor betont, dass die Rutschfestigkeit des Fußbodens gegeben und es somit laut einem von der Stadt beauftragten Gutachter keine Verletzungsgefahr für die Feuerwehrleute gebe. Dies sei für ihn auch ein auch der entscheidende Punkt gewesen, das Gebäude als bezugsfertig anzusehen. Außerdem, so fügte er nun hinzu, werde vor den Rolltoren eine Ablaufrinne eingesetzt. Ortsbrandmeister Gausmann setzt darauf, dass diese Arbeit nach Möglichkeit vor dem 15. September ausgeführt wird. „Denn wenn während oder nach unserem Einzug womöglich noch ein Graben vor der Fahrzeughalle ist, hätten wir natürlich ein Problem.“

Kurzfristig installiert werden soll eine neue Telefonanlage, nachdem die Stadt erst Ende August durch die Feuerwehr erfahren hatte, dass die bisherige aus dem „alten“ Gebäude nicht weiter verwendet werden kann. „Das wird am Donnerstag geschehen“, kündigte Müller an. Die Druckluftzufuhr für die Feuerwehrfahrzeuge richtig einzustellen, übernehme die Feuerwehr selbst. „Da sind unsere Leute auch schon dabei, das zu regeln“, sagt der Ortsbrandmeister.

Restarbeiten noch zu erledigen

Insgesamt, so meint Gausmann, „bin ich jetzt positiv gestimmt, dass es klappt mit dem Umzug.“ Davon geht auch der städtische Gebäudemanager Christian Müller aus. Weitere noch erforderliche Arbeiten am und im Gebäude könnten dann auch noch vorgenommen werden, wenn das Feuerwehrhaus bereits in Betrieb sei. „So ist es eigentlich bei jedem Neubau, dass auch nach dem Einzug noch Restarbeiten zu erledigen bleiben“, meint Müller.

Für den Gebäudemanager geht dann eine durchaus aufreibende Zeit zu Ende. „Es sind leider einige Mängel aufgetreten, deren Ursachen wir mühsam nach dem Ausschlussprinzip ausfindig machen mussten“, erklärte Müller in der Ausschuss-Sitzung am Montag. Beauftragte Firmen hätten teils mehrfach aufgefordert werden müssen, sich daran zu beteiligen. „Da meldet sich ja niemand freiwillig und sagt: Ja, ich war das“. Abzuwarten bleibe nun, ob es in der Folge noch zu juristischen Auseinandersetzungen komme.


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