Am Sonntag, 9. September 2018 Gemüsegärtner laden zum Hoffest in Kalkriese ein

Von Judith Perez

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Die Gemüsegärtner in Kalkriese laden zum großen Hoffest ein. Burkhard Preckel (links) und Udo Engelke sind mitten in der Vorbereitung. Fotos: Judith PerezDie Gemüsegärtner in Kalkriese laden zum großen Hoffest ein. Burkhard Preckel (links) und Udo Engelke sind mitten in der Vorbereitung. Fotos: Judith Perez

Kalkriese. Die Gemüsegärtner in Kalkriese laden am Sonntag, 9. September 2018, zu einem Hoffest von 10 bis 17 Uhr ein.

Bekannt sind die Gemüsegärtner durch ihren Lieferservice: Viele Privathaushalte von Vechta im Norden bis Glandorf im Süden erhalten sie wöchentlich ins Haus geliefert, die Kiste mit biologisch angebauten Produkten aus Kalkriese. Aber auch Grundschulen und Kitas bestellen gern aus dem regionalen, saisonalen Angebot. „Zurzeit packen wir in die Schulkisten viele Äpfel und Zwetschgen. Die gibt es reichlich in diesem Jahr und die Preise sind erschwinglich“, erklärt Burkhard Preckel, Gründer der Gemüsegärtner. Dafür sei der vor drei Wochen eingesäte Gründünger aus Senf und Phacelia, auch bekannt als Bienenweide, gerade mal als zartes Pflänzchen erkennbar „Es war einfach viel zu trocken in diesem Sommer“, erklärt Preckel. „Und das sieht man eben jetzt.“

Genau das ist das Anliegen der Gemüsebauern beim Hoffest am kommenden Sonntag an der Alten Heerstraße 20 in Kalkriese. „Wir wollen mit den Besuchern ins Gespräch kommen und ihnen zeigen, was bei uns anders läuft als im konventionellen Gemüseanbau“, so das Ziel des Unternehmens. „In den Gewächshäusern geht es langsam dem Ende entgegen, die Nächte sind einfach zu kalt und im Bio-Anbau dürfen wir nicht beheizen“, erklärt Udo Engelke, Geschäftsführer im Unternehmen. Deshalb werden die jetzt heranreifenden grünen Gurken etwas krumm „und nicht so gerade wie die niederländischen, die durch entsprechende Beheizung bis in den Dezember lang und gerade bleiben“, so Engelke.

Breite Fruchtfolge

Eine breitere Fruchtfolge und Gründüngung das ganze Jahr hindurch, damit Insekten auch im Herbst noch Nahrung finden, sind wesentliche Merkmale des Bio-Anbaus. Das wollen die Gemüsegärtner beim großen Hoffest zeigen. Die Besucher können sich auf dem Trecker oder zu Fuß ein Bild von der Praxis auf den gut mit Salat bestückten Feldern, in den Gewächshäusern und in der Chicorée-Treiberei machen. Das Bienenbündnis Osnabrück ist vor Ort und geht auf das Thema Artensterben ein und zeigt Wege auf, was jeder dagegen tun kann. Floristin Heide Emrich bindet frische Sträuße aus gerade geernteten Blumen und Kräutern. Mitarbeiter und Geschäftsführung freuen sich an Info-Ständen auf Fragen und Diskussionen rund ums Thema Bio-Anbau und Bio-Kiste. Vor Ort wird exemplarisch gezeigt, wie die Kisten individuell bestückt werden.

Bunte Blumensträuße bindet Floristin Heide Emrich schon jetzt und wird es auch beim Hoffest tun.

Für die Kinder gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich beim Hoffest nicht zu langweilen. Wer möchte, kann die gerade erntereifen Kartoffeln roden und danach mit nach Hause nehmen. Wer hoch hinaus will, ist beim Kistenklettern oder bei der Strohballenburg genau richtig. Die Erlebnispädagogen von „Games and Ropes“ bieten außerdem echtes Schmieden am heißen Feuer an. Kaffee, Kuchen und Würstchen, alles in Bio-Qualität, von Partner-Unternehmen der Gemüsegärtner stehen ebenfalls bereit. Und frisch gepresster Gemüsesaft aus roter Bete und Mohrrüben.


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