Einjähriges Bestehen im Bahnhof gefeiert Fahrradwerkstatt im Bramscher Flicken-Café besonders beliebt

Von Judith Perez

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Beim einjährigen Jubiläum des Flicken-Cafés im Bramscher Bahnhof war auch Bürgermeister Heiner Pahlmann (2.v.l.) zu Gast. Foto: Judith PerezBeim einjährigen Jubiläum des Flicken-Cafés im Bramscher Bahnhof war auch Bürgermeister Heiner Pahlmann (2.v.l.) zu Gast. Foto: Judith Perez

jup Bramsche. Im Flicken-Café steht das gemeinsame Reparieren von Alltagsgegenständen im Vordergrund. Nun feierte das junge Angebot einjähriges Bestehen.

„Normalerweise bin ich zum 100. Geburtstag eingeladen, aber zum Einjährigen, das kommt selten vor. Das muss schon etwas Besonderes sein“, lobte Bürgermeister Heiner Pahlmann die Ehrenamtlichen des Flicken-Cafés im Bramscher Bahnhof. Denn, die 22 Engagierten treffen sich nun schon ein ganzes Jahr lang – immer am letzten Freitag im Monat, um gemeinsam Alltagsgegenstände zu reparieren. Ein kaputter Toaster, ein Staubsauger, der nicht mehr richtig zieht, ein platter Reifen oder ein Hosensaum, der umgenäht werden muss.

„Es lief von Anfang an gut“, berichtet Hans Schütte. Er ist der Mann, der alles organisiert, koordiniert und das Team zusammenhält. „Wir haben während der ersten zwölf Treffen bereits 400 Besucher gehabt und konnten um die 100 Gegenstände reparieren“, freut sich Schütte, der die Idee sogar schon im Radio vorstellen durfte. Besonders beliebt sei die Fahrradwerkstatt der Jungs vom Jugendtreff in der Gartenstadt, kann Schütte berichten. „Hier trifft dann auch endlich jung auf alt, und man kann voneinander lernen“. Das Einzige, was er sich jetzt noch wünsche. „Noch mehr junge Leute mit Interesse an Technik, die bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren.“

Auch Ehrenamtskoordinatorin Maria Stuckenberg hatte keine Scheu zuzugeben, „ich mache nichts hier, das läuft von ganz allein.“

Beim einjährigen Geburtstag gab es selbstgebackenen Kuchen, dazu Kaffee gegen eine kleine Spende. Aus gegebenem Anlass stand außerdem ein Teller mit Keksen in Form einer Eins auf dem Buffet. Annegret Vije hatte sie für diesen Termin speziell angefertigt. Und warum das Ganze? Weil es zusammen einfach mehr Spaß mache, waren sich alle einig. Und das wurde auch am Jubiläumsnachmittag sichtbar. Obwohl eigentlich nur gefeiert werden sollte, saßen die Ehrenamtlichen rasch in der Werkstatt, sie tüftelten gemeinsam an Lösungen. Und auch die Nähmaschinen standen nicht still. Bürgermeister Pahlmann nutzte ebenfalls die Gelegenheit, sein Fahrrad in der Fahrradwerkstatt abzugeben. Seine Klingel funktioniere nicht mehr, so der Bürgermeister – und das könne für andere Verkehrsteilnehmer gefährlich werden.


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