Zwischen Specht- und Kanalstraße Ortsrat Lappenstuhl startet eigenes Ökoprojekt

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So sieht die Skizze für den Lappenstuhler „Birdwood“ (Vigelwald) aus, die der Grünplaner Friedel mensing erstellt hat. Foto: Heiner BeinkeSo sieht die Skizze für den Lappenstuhler „Birdwood“ (Vigelwald) aus, die der Grünplaner Friedel mensing erstellt hat. Foto: Heiner Beinke

Lappenstuhl. Der Ortsrat Lappenstuhl will die Grünfläche am Ortseingang zwischen Kanalstraße und Spechtstraße ökologisch aufwerten. Der Planer Friedel Mensing hat bereits eine erste Skizze für einen „Birdwood“, einen Vogelwald, erstellt.

„Wir wollen den Ortsteingang vernünftig gestalten“, nennt Ortsbürgermeisterin Anette Marewitz den Hauptgrund für die Aktion. Derzeit herrsche auf der Fläche viel Wildwuchs. Es habe dazu auch schon Vorgespräche mit den Anliegern gegeben, die den Plänen zugestimmt hätten. „Wir brauchen viel Hilfe dabei“, betonte Marewitz, dass vieles in Eigenregie erledigt werden soll.

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Roland Bublitz (SPD) erläuterte, es solle auf der Fläche „Wildwuchs im besten Sinn“ geben. Sträucher und Büsche sollten zwar ausgedünnt, die meisten Bäume aber erhalten bleiben. In der Mitte soll eine ovale Freifläche mit zwei Zugängen entstehen, um das Gelände auch erlebbar zu machen. Nistkästen und Spechtbäume sollen dazu beitragen, dass der „Birdwood“ schon bald seinem Namen alle Ehre macht. Blühpflanzen sollen die Flächen auch für Bienen attraktiv machen.

Start in diesem Jahr

Der Start zu diesem Projekt solle noch in diesem Jahr erfolgen, im Frühjahr werde dann die weitere Ausgestaltung folgen. Dazu beantragt der Ortsrat Mittel in Höhe von 3000 Euro, die in den Haushalt 2019 eingestellt werden sollen.

Der Einsatz für den Ort und ein ökologisch wertvolles Projekt werde seitens der Verwaltung „ausdrücklich begrüßt“, betonte Wolfgang Tangemann. Er konnte sich vorstellen, dass die Verwaltung zur Bepflanzung 2000 Euro aus Mitteln der Unterhaltung bereit stellt. Bei den gewünschten Sitzsteinen für die ovale Freifläche konnte Tangemann sich vorstellen, dass die Trockenmauer-Experten von der „Brücke“ hier helfen könnten.

Lärmschutz

Roland Bublitz betonte, dass die Sicht- und Lärmschutzfunktion der Fläche für die Anlieger an der Spechtstraße erhalten bleiben soll. Insgesamt handle es sich um ein „ehrgeiziges Projekt“, fand die Ortsbürgermeisterin. Der Ortsrat unterstützte dieses Vorhaben und den Antrag, 3000 Euro in den Haushalt einzustellen, einstimmig.

Wegen dieses Projektes hatte der Ortsrat zwie Zuschussanträge jeweils mit Mehrheit abgelehnt: Der Runde Tisch Natur bekommt ebenso wenig einen Zuschuss zu einer Vortragsveranstaltung wie die Katzenhilfe Bramsche für ihre Arbeit. Das Geld könne für das Ökoprojekt besser verwendet werden, hieß es in beiden Fällen zur Begründung.


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