Dallmann bleibt Thema Siebanlage im Hafen beschäftigt Ortsrat Lappenstuhl

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Eine mobile Siebanlage steht zurzeit auf dem Hafengelände von Dallmann in Lappenstuhl. Foto: Heiner BeinkeEine mobile Siebanlage steht zurzeit auf dem Hafengelände von Dallmann in Lappenstuhl. Foto: Heiner Beinke

Lappenstuhl. Die neue mobile Siebanlage im Hafen der Firma Dallmann hat den Ortsrat Lappenstuhl beschäftigt. Der Betrieb sei mit Auflagen genehmigt, betonte Wolfgang Tangemann von der Stadtverwaltung Bramsche am Donnerstag.

Aus dem Bebauungsplan für das Gebiet lasse sich das nicht ableiten, wohl aber aus der Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutz-Gesetz. Nach dieser „BImSch-Genehmigung“ sei der Betrieb einer solchen Anlage an zehn Tagen im Jahr erlaubt, berichtete Tangemann. Es handele sich um eine mobile Anlage, wenn die Firma Dallmann die länger im Hafen stehen lasse, sei das allein ihre Sache“, meinte der Vertreter der Stadtverwaltung.

Fragen

Für den Ortsrat blieben gleichwohl Fragen offen. Es mache doch betriebswirtschaftlich keinen Sinn, eine solche Anlage lange einfach stehen zu lassen, meinte Roland Bublitz (SPD). „Was nutzt eine Regelung mit einer zeitlichen Befristung, wenn man sie nicht nachvollziehen kann,“ stellte er die Frage, wer wie die Einhaltung der Betriebszeiten kontrolliere. Das wiederum konnte Tangemann ebenso wenig beantworten wie die Frage, ob es einen Betriebsstundenzähler oder eine andere Form der Dokumentation gebe. Die Antworten auf diese Fragen sollen zur nächsten Sitzung nachgerecht werden.

Pelkebach saniert

Zuvor hatte Ortsbürgermeisterin Anette Marewitz (SPD) eine Mail von Jochen Waskow von der Unteren Wasserbehörde zum Sachstand bei der Sanierung des Pelkebachs und dem Entwässerungskonzept der Firma Dallmann Recycling auf der anderen Kanalseite verlesen. Demnach sind die in diesem Jahr geplanten Sanierungsmaßnahmen am Pelkebach abgeschlossen. Dazu gehört die Reinigung des Dükers unter dem Mittellandkanal. Dabei sei ein Feststoffgehalt von 6,66 mg PAK pro Kilo Trockensubstand festgestellt worden. Dieses mit Polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoff belastete Material sei fachgerecht entsorgt worden.

Schon vorher sei der Sandfang nördlich des Mittellandkanals gereinigt und der Einlauf des Teiches am Truppenübungsplatz ausgekoffert worden. Der festgestellte Wert von unter 3 mg PAK pro Kilo Trockenmesse sei unbedenklich.

Für 2019 seien eine erneute Reinigung des Sandfangs vor dem Düker, ein Monitoring im Auslauf des Teiches sowie weitere Untersuchungen zur Gewässerökologie geplant.


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