Varusschlacht und Kloster Tag des offenen Denkmals 2018 in Kalkriese und Malgarten

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Das Varusschlacht-Gelände in Kalkriese ist ein sogenanntes untertägiges Bodendenkmal. Foto: Varusschlacht im Osnabrücker Land/Axel FrieseDas Varusschlacht-Gelände in Kalkriese ist ein sogenanntes untertägiges Bodendenkmal. Foto: Varusschlacht im Osnabrücker Land/Axel Friese

Bramsche. Das Varusschlacht-Museum in Kalkriese und das Kloster Malgarten nehmen teil am „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 9. September 2018.

Was könnte vor 2000 Jahren passiert sein, als sich Römer und Germanen in der Varusschlacht gegenüberstanden? Welche Funde wurden in bald 30 Jahren Forschungsgeschichte in Kalkriese gemacht und wo wurden diese entdeckt?

Im Rahmen der Museums- und Parkführung am Sonntag, 9. September 2018, um 12.30 und 16 Uhr, lernen Besucher zum einen die im Museum ausgestellten Funde im Hinblick auf den historischen und archäologischen Kontext näher kennen. Zum anderen erfahren sie in einem Rundgang durch den Park Hintergründe zur Varusschlacht und zum Fundareal. Darüber hinaus wird über die archäologischen Forschungsergebnisse berichtet.

Weitere Schwerpunkte bilden das architektonische Gesamtkonzept sowie die Parkgestaltung mit den verschiedenen Installationen, wie Stahlplattenweg, Stelenreihe und Pavillons. Weitere Stationen des Rundgangs sind der Wall und Germanenwald. Ausgehend von der Topographie und Vegetation der Altlandschaft einerseits und der archäologischen Fundauswahl und -verteilung andererseits wird in der Museums- und Parkführung der Verlauf der Schlacht nach dem derzeitigen Forschungsstand rekonstruiert.

Am Tag des offenen Denkmals der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der dieses Jahr unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ stattfindet, wird zudem der Museumspark als Bodendenkmal näher betrachtet. Aufgrund der hohen Funddichte sind das 24 Hektar große Parkareal sowie weite Teile der Umgebung in der niedersächsischen Denkmalkartei als sogenannte untertägige Bodendenkmale verzeichnet. Dabei sind die Ausmaße eines Bodendenkmals nur schwer greifbar. Der Schutz und Erhalt des Denkmals, aber auch zugleich die gezielte Erforschung des Bodens sowie die Bergung und letztendliche Rettung historischer Funde im Rahmen jährlicher Grabungskampagnen bilden wichtige Säulen der Arbeit des Kalkrieser Archäologie-Teams.

Die Führung dauert 90 Minuten und kostet pro Person 4,00 € zzgl. Eintritt.

Malgarten mit Musik

Im Sinne des Mottos des Denkmaltags laden auch die Kulturschaffenden von Kloster Malgarten am 9, September 2018 von 11 bis 18 Uhr ein. Imker Jürgen Ollenburg führt durch die reizvollen Biotope des naturnahen Klostergeländes mit seinen teils seltenen Tier- und Pflanzenarten führen, ein „Erlebnis Sprechen“ bietet Schauspieler Peter Badstübner kennen. Besucher können auch der Autorin Brigitta Rudolf lauschen, wenn sie ihre Schmunzelkrimis oder Katzengeschichten im ehemaligen Schlafgemach der früheren Äbtissin zum Besten gibt. Zu besichtigen sind auch die Außeninstallationen der Ausstellung „Anders-Welten“.

Ein Ausnahmetalent kündigt der Internationale Arbeitskreis für Musik (IAM) für das erste Malgartener Klosterkonzert nach der Sommerpause an, das ebenfalls am „Tag des offenen Denkmals“ stattfinden wird und hier den Abschluss bilden wird: Die Blockflötistin Lucie Horsch spielt am um 17 Uhr zusammen mit dem holländischen Cembalisten Prof. Menno van Delft in der Klosterkirche. Das Publikum kann sich auf ein „virtuoses Feuerwerk von bekannten (Telemann, Bach, Händel) und weniger bekannten (Sammartini, Castello, Chédeville) Komponisten des Barock freuen“, heißt es in der Ankündigung des Veranstalters.

Eintrittskarten für das Konzert sind im Vorverkauf erhältlich bei der Filiale Bramsche der Kreissparkasse Bersenbrück (Tel. 05461/930412) oder direkt beim IAM (Tel. 05461/99630; E-Mail iamev@t-online.de) sowie bei der Tourist-Information Osnabrück unter Telefon 0541/3232202.


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