Kritik aus dem Ortsrat Schleptrup Neuer Radweg an Bramscher Allee zu gefährlich?

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Zu gefährlich ist die Überquerung der Bramscher Allee, meint der Ortsrat Schleptrup. Radfahrer müssen hier auf Fahrzeuge auf der Allee aus Richtung Engter kommend achten, ebenso aus dem Heidedamm, aus beiden Richtungen der B218 und aus Vullbrocks Esch. Foto: Björn DieckmannZu gefährlich ist die Überquerung der Bramscher Allee, meint der Ortsrat Schleptrup. Radfahrer müssen hier auf Fahrzeuge auf der Allee aus Richtung Engter kommend achten, ebenso aus dem Heidedamm, aus beiden Richtungen der B218 und aus Vullbrocks Esch. Foto: Björn Dieckmann

Schleptrup. Am neuen Radweg an der Bramscher Allee in Engter und Schleptrup ist in einer Ortrats-Sitzung in Schleptrup am Dienstagabend kaum ein gutes Haar gelassen worden.

Anfang August beobachtete Ortsrats-Mitglied Katrin von Dreele (CDU) einen Beinahe-Unfall im Bereich der Einmündung von der B218 in die Bramscher Allee. Zwei Kinder wollten – aus Richtung Engter mit dem Fahrrad kommend – die Bramscher Alle überqueren. Aus Richtung Venne kommend bog ein Pkw in die Bramscher Allee ab, es wäre fast zum Zusammenstoß gekommen.

Von Dreele berichtete im Ortsrat, sie habe die Stadtverwaltung über das Vorkommnis informiert. Auf ihr Drängen, eine kurzfristige Lösung zu finden, sei ihr aber lediglich bedeutet worden, man werde sich kümmern und sie solle abwarten.

„Unglückliche Wegeführung

Dass es nicht bei dieser einmaligen gefährlichen Situation bleiben wird, darüber herrschte bei der Sitzung durchaus Konsens. Manfred Tapken (SPD), im Hauptberuf Polizeibeamter, nannte die Wegeführung des Radwegs „unglücklich“. Insbesondere Kinder könnten kaum den Überblick behalten, da aus verschiedensten Richtungen Fahrzeuge kommen könnten, und das von der B218 abbiegend oft mit recht hoher Geschwindigkeit. Auch wurde im Ortsrat daran erinnert, dass während der Planungsphase für den Ausbau der Bramscher Allee besprochen worden sei, der Radweg solle bereits im Bereich des Ahrensbachs von der Allee zur B218 hin verschwenkt werden und bis zur Kreuzung parallel zu der Bundesstraße verlaufen. Denn dann wären Radfahrer „schon länger im Blickfeld der Autofahrer, die aus Richtung Kalkriese/Venne kommen“, meinte von Dreele. Nun aber führe der Radweg von der B218 aus betrachtet hinter einem kleinen Wäldchen entlang, Radfahrer seien deshalb nicht wahrzunehmen.

Kritik von der Verkehrswacht

In der Einwohnerfragestunde äußerte sich auch Herbert Bockstiegel zu Wort. Der Vorsitzende der Verkehrswacht Bramsche/Wallenhost wies darauf hin, seine Organisation habe vor Jahren schon dafür plädiert, den Radweg auf der südlichen Seite der Bramscher Allee am Haus Diek entlang anzulegen. „Damals hieß es, dafür sei die Straße zu schmal. Jetzt ist sie aber verbreitert worden, das wäre also gegangen“, so Bockstiegel. Mit der jetzigen Wegeführung sei „ein bewusst gebauter Gefahrenpunkt“ geschaffen worden, die „eine Katastrophe“ sei: „Die Radfahrer, wenn sie die Straße überqueren wollen, in fünf verschiedene Richtungen schauen. Das ist zu viel“, kritisierte Bockstiegel.

Bockstiegel wandte sich auch gegen eine Idee aus dem Ortsrat, „Vorfahrt achten“-Schilder für die Radfahrer aufzustellen. „Dann ist der Radfahrer in jedem Fall schuld, wenn bei der Überquerung der Straße etwas passiert.“

Warnhinweise für die von der B218 abfahrenden Kraftfahrer wurden im Ortsrat ebenso diskutiert wie farbliche Absetzungen der Übergänge vom Radweg zur Straße. Einig war sich das Gremium darin, dass etwas geändert werden muss. Und das so schnell wie möglich.


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