Veranstaltung am 20. Oktober 2018 Senioreninfotag in Bramsche – auch für Jüngere

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Der Senioreninfotag im Bramscher Rathaus soll eine Art Rund-um-Paket zum Leben im Alter bieten. So wird auch darüber informiert, wie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung richtig verfasst werden. Archiv-Foto: Gert WestdörpDer Senioreninfotag im Bramscher Rathaus soll eine Art Rund-um-Paket zum Leben im Alter bieten. So wird auch darüber informiert, wie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung richtig verfasst werden. Archiv-Foto: Gert Westdörp

Bramsche. Zu einem „Senioreninfotag“ laden die Stadt Bramsche und die Initiative „Rat und Tat“ aus Engter am 20. Oktober 2018 im Bramscher Rathaus ein. Eingeladen dazu sind aber nicht „nur“ ältere Menschen.

Die Idee zu diesem Infotag ging von „Rat und Tat“ aus, „die schon lange eine sehr, sehr engagierte ehrenamtliche Sozialberatung anbietet“, wie die Bramscher Ehrenamtskoordinatorin Maria Stuckenberg lobt. Als Roderich Nowak von „Rat und Tat“ sie darauf ansprach, einen solchen Tag für Senioren zu veranstalten, war Stuckenberg deshalb gleich angetan.

Und was war Nowaks Antrieb? „Uns ist aufgefallen, dass immer mehr ältere Bürger mit ihrer finanziellen und persönlichen Situation nicht zufrieden sind. Sie wissen aber auch nicht, wie sie diese verbessern können. Dabei geht es beispielsweise um Grundsicherung oder Wohngeld: Was steht mir zu, wie kann ich das beantragen – und wo? Da geht es auch um Pflegeleistungen, einen Bereich, auf den ich mich in letzter Zeit spezialisiert habe “, so Nowak, der durchaus stolz hinzufügt, „dass wir durch unsere Beratung schon mehrere Leute in die Pflegeversicherung bekommen haben, deren Anträge vorher abgelehnt wurden.“ Auch im Bereich Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht gebe es zudem großen Beratungsbedarf. „Oft werden Vorlagen aus dem Internet genommen, die aber meist unzulänglich sind“, meint Nowak.

Viele Anfragen auch aus Bramsche

Viele Anfragen kämen mittlerweile nicht mehr nur allein aus Engter, wo „Rat und Tat“ gegründet wurde, sondern aus ganz Bramsche – „und deshalb war es auch unser Wunsch, eine Veranstaltung zentral in Bramsche zu organisieren“, erklärt Nowak. Nicht nur, um an diesem einen Tag möglichst viele Interessierte zu informieren. Sondern auch, „weil wir hoffen, dass sich dadurch vielleicht Netzwerke bilden, die die Arbeit von ‚Rat und Tat‘ auch in Bramsche und weiteren Ortsteilen übernehmen können“, sagt Ehrenamtskoordinatorin Stuckenberg.

Der nun organisierte Senioreninfotag findet also am Samstag, 20. Oktober 2018 von 10 bis 15 Uhr im Rathaus statt. Dann wird es im kleinen Sitzungssaal kurze Vorträge zu Themen wie allgemeiner Rentenberatung, Grundsicherung und Sozialhilfe/Hilfe zur Pflege geben, bei denen neben Roderich Nowak auch Anja Fels referieren, die beim Landkreis Osnabrück den Fachbereich Soziales leitet. Im großen Sitzungssaal im Erdgeschoss wird es derweil viele Infostände geben von Pflegediensten, darunter unter anderem vom Diakonischem Werk und dem Pflegestützpunkt beim Landkreis Osnabrück.

Seine Türen öffnen wird zudem der Fachbereich 3 Soziales der Stadtverwaltung im Rathaus. „Im Erdgeschoss können die Besucher unsere Mitarbeiter kennenlernen und in Erfahrung bringen, wer für welche Themen zuständig ist“, blickt der stellvertretende Fachbereitsleiter Helmut Langelage voraus. Konkrete Beratungen könnten zwar an diesem Tag nicht stattfinden. „Aber wir wollen die Scheu vor dem ‚Gang zum Amt‘ nehmen, die es bei älteren Menschen zuweilen noch gibt“, meint Langelage weiter.

Auch Freizeittipps

Zusätzlich, so kündigt der ebenfalls für „Rat und Tat“ aktive Jürgen Bruning an, wird es noch „viele weitere Tipps für Senioren geben, was für ehrenamtliche Initiativen gibt, deren Angebote genutzt werden können oder in denen man sich auch selbst engagieren kann.“ Bruning zählt dabei beispielhaft das Freiwilligenforum Engter, den „Mobilen Einkaufswagen“ oder das „Flickencafé“ im Bramscher Bahnhof auf. „Das sind natürlich alles auch Einrichtungen, in denen sich auch Jüngere einbringen können“, macht Bruning deutlich. Nicht zuletzt deshalb, da ist er sich mit der städtischen Pressesprecherin Dorit Barz einig, sei der Senioreninfotag eben nicht nur für Senioren – sondern „auch für pflegende Angehörige und alle, die einmal alt werden in Bramsche und sich dafür interessieren, welche Lebensqualität unsere Stadt im Alter zu bieten hat.“

Falls es noch Interessenten gibt, die mitwirken und ihre Angebote vorstellen möchten, können diese sich bei Helmut Langelage (Tel 05461/ 83-150) melden. Im Bereich der ehrenamtlichen Initiativen ist Maria Stuckenberg (E-Mail: maria.stuckenberg@stadt-bramsche.de, Telefon 05461/83-144) die Ansprechpartnerin.


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