Keine Bedenken gegen Konzept Bramsche: Ausschuss billigt Dallmann-Entwässerungsantrag

Meine Nachrichten

Um das Thema Bramsche Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Der Entwässerungsantrag der Firma Dallmann Baustoff Recycling wurde im Fachausschuss gebilligt. Foto: Heiner BeinkeDer Entwässerungsantrag der Firma Dallmann Baustoff Recycling wurde im Fachausschuss gebilligt. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Die Stadt Bramsche erhebt keine Bedenken gegen den Entwässerungsantrag der Firma Dallmann Baustoff Recycling in Engter. Diesen Beschluss hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt des Stadtrates bei Gegenstimmen von Barbara Pöppe (Grüne) und Bernd Rohe (Linke) empfohlen.

Baudirektor Hartmut Greife erläuterte, es gebe gegenüber dem ersten Antrag nur eine wesentliche Änderung gegenüber dem im letzten Jahr erörterten Antrag. Die betreffe die Entsorgung des Wassers aus dem Schwarzbereich, in dem PAK-haltige Stoffe (polyzyklische, aromatische Kohlenwasserstoffe) verarbeitet wird. Dieses Wasser werde nun in Behältern gesammelt, beprobt und dann je nach Ergebnis zur Kläranlage in Bramsche geleitet oder von einer Spezialfirma fachgerecht entsorgt.

Reifenwaschanlage

Außerdem möchte die Stadt durch bauliche Maßnahmen sichergestellt wissen, dass Lkw das Betriebsgelände nur über die vorhandene Reifenwaschanlage verlassen können und dass „ein Verbringen belasteten Materials vom Schwarz- in den Weißbereich, z.B. durch die Räder die unterschiedlichen Bereiche querender LKW, ausgeschlossen ist,“ wie es in der Vorlage heißt.

Erst kurz vor der Sitzung hatte Dieter Sieksmeyer als Fraktionsvorsitzender der Grünen einen Änderungsantrag eingereicht. Dies sei „der Beratung nicht zuträglich“, kritisierte der Ausschussvorsitzende Ralf Bergander (SPD). Sieksmeyers Fraktionskollegin Barbara Pöppe verteidigte die späte vVorlage mit dem Hinweis auf wichtige Unterlagen, die Sieksmeyer erst kurz vorher bekommen habe.

„Lesepause“

Der Ausschuss legte eine „Lesepause“ (Bergander) ein und beriet dann doch über den Antrag. Hartmut Greife führte aus, dass zwei der drei Änderungswünsche überflüssig seien, weil die Forderungen nach einer Dokumentation und einer turnusmäßigen Beprobung ohnehin Teil eines ordnungsgemäßen Ablaufs sein. Die dritte Forderung von Sieksmeyer, auch das Oberflächenwasser des Wohnhauses auf dem Betriebsgrundstück zu sammeln und zu beproben, scheitere am Rechtsanspruch auf Einleitung des Oberflächenwassers in den Graben, den es für Wohnhäuser gebe. Das Gewerbeaufsichtsamt prüfe allerdings zurzeit, ob Wohnen auf dem Gelände überhaupt zulässig sei.

Konzept „vorbildlich“

Nach diesen Ausführungen lehnten alle Ausschussmitglieder außer Pöppe und Rohe die Änderungsanträge der Grünen ab. Greife betonte abschließend, dass das Konzept, wenn es denn so umgesetzt werde, „vorbildlich“ sei.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN