Awo will Wohnkomplex abgeben Bedenken in Ueffeln wegen Verkauf von Altenwohnungen

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Die Altenwohnungen „Im Plaggen“ in Ueffeln stehen zum Verkauf. Foto: Björn DieckmannDie Altenwohnungen „Im Plaggen“ in Ueffeln stehen zum Verkauf. Foto: Björn Dieckmann

Ueffeln. Die Altenwohnungen „Im Plaggen“ in Ueffeln stehen zum Verkauf. Ortsbürgermeister Wilhelm Clausing hofft, dass durch einen Eigentümerwechsel keine Nachteile für die Mieter entstehen.

Trennen von der Seniorenwohnanlage im Herzen Ueffelns will sich der Awo-Bezirksverband Weser-Ems. Ortsbürgermeister Clausing berichtete im Ortsrat, dass die Kreissparkasse Bersenbrück mit der Vermarktung der insgesamt zehn Wohneinheiten beauftragt worden sei. Auf der Internetseite des Geldinstituts wird der Komplex in der Immobilienrubrik als „Anlageobjekt“ angeboten. Kaufpreis: 425.000 Euro.

„Hoffen wir, dass es gutgeht“, meinte Clausing mit Blick auf den angestrebten Eigentümerwechsel für die beiden Wohnkomplexe. Er habe, so der Ortsbürgermeister weiter, „etwas Bedenken, dass unsere Rentner, die dort wohnen, in die Bredouille kommen könnten“, etwa durch eine Mieterhöhung.

Der erste Teil der Wohnanlage „Im Plaggen“ ist 1984 mit sechs Wohneinheiten errichtet worden. Diese öffentlich geförderten Altenwohnungen unterliegen laut dem von der Kreissparkasse Bersenbrück veröffentlichten Exposé „der Zweckbestimmung, nur an ältere nicht mehr erwerbstätige Ehepaare bzw. Alleinstehende vermietet zu werden.“ Keiner Zweckbestimmung unterliegen hingegen weitere vier Wohnungen, die 1992 gebaut wurden. Diese können also ohne Beschränkungen vermietet werden. Derzeit belegt sind laut dem Exposé neun der insgesamt zehn Wohnungen.

Unmittelbare Konsequenzen hätte eine Eigentümerwechsel für die derzeitigen Bewohner nicht: Bei einem Immobilienkauf gilt der Grundsatz „Kauf bricht nicht Miete“. Die bestehenden Mietverträge gelten also über einen Eigentumswechsel hinaus. Auch gelten für eine mögliche Erhöhung des Mietzinses die gleichen Vorgaben des Bürgerlichen Gesetzbuches, eine Veränderung allein wegen wegen des Eigentumsübergangs ist nicht zulässig.


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