Straße An der Hasenheide Ortsrat Ueffeln fordert Spielplatz in neuem Wohngebiet

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Einen Spielplatz wünscht sich der Ortsrat Ueffeln im neuen Wohngebiet in Freibad-Nähe. Symbolfoto: Anika FrankeEinen Spielplatz wünscht sich der Ortsrat Ueffeln im neuen Wohngebiet in Freibad-Nähe. Symbolfoto: Anika Franke

Ueffeln. Der Ortsrat Ueffeln drängt darauf, im neuen Wohngebiet „Steingräberweg“ einen Spielplatz errichten zu lassen – und damit dem Wunsch von Anwohnern nachzukommen. Doch ob aus dem Vorhaben etwas wird, ist noch unklar.

In der Ortsrats-Sitzung am Montagabend warf ein Einwohner die Frage auf, ob überhaupt und wann denn in dem Wohngebiet gegenüber vom Freibad der Spielplatz gebaut werde, wie es nach seiner Kenntnis schon seit Längerem geplant sei. Er betonte, es würden sicherlich mehr als 20 Kinder von einem Spielplatz an diesem Standort profitieren, nicht nur aus dem Wohngebiet selbst, sondern auch vom Wiemelsberg und aus der Dorfstraße.

Dem Ortsrat lag dazu die Antwort der Stadtverwaltung vor auf eine gleichlautende Anfrage, die Ortsrats-Mitglied Bernhard Rohe (Die Linke) bereits in der letzten Sitzung im Juni 2018 gestellt hatte. In der Antwort heißt es, die Spielgeräte seien „aus sicherheitstechnischen Gründen“ noch nicht aufgestellt worden. Und als weitere Begründung, der Verwaltungsausschuss des Stadtrats habe „besprochen, das Grundstück zeitnah als Baugrundstück zu vermarkten“.

Erstaunen über Aussagen

Insbesondere die letztere Aussage sorgte für Erstaunen bei den Ortsrats-Mitgliedern. Nach früheren Aussagen der Stadtverwaltung, so meinte Laurentius Stuckenberg (CDU) ebenso wie Bernhard Rohe, brauche der Bebauungsplan nicht geändert werden, um auf dem in Frage kommenden Baugrundstück einen Spielplatz zu errichten. Dies sei auch im Verwaltungsausschuss so gesagt worden, fügte Balkums Ortsvorsteher Gert Borcherding hinzu – und erntete damit Widerspruch von Hartmut Greife: Das sei keineswegs so besprochen worden, meinte der Leitende Baudirektor der Stadt Bramsche, der als Vertreter der Verwaltung an der Sitzung in Ueffeln teilnehm. Eine Bebauungsplanänderung sei zwingend, nicht zuletzt aus haftungsrechtlichen Gründen. Aus dem selben Grund hielt Greife es auch für nicht praktikabel, einer Elterninitiative das Grundstück zu verpachten, um dort einen quasi privat betriebenen Spielplatz zu betreiben.

Stadtrat zuständig

Der Baudirektor betonte, es sei „von der Politik zu klären, was mit diesem Grundstück passieren soll. Das haben nicht wir in der Verwaltung zu bestimmen.“ Er wies auch darauf hin, dass in den ursprünglichen Beratungen zum Erlass des Bebauungsplans nie die Rede davon gewesen sei, dort einen Spielplatz vorzusehen. Wenn der Ortsrat Ueffeln auf dem Flurstück nun einen Spielplatz wolle, müsse man auf die Mandatsträger im Stadtrat einwirken, die bislang andere Pläne hätten.

Dies zügig umzusetzen, darauf verständigten sich dann auch die Ortsrats-Mitglieder. Womöglich soll die Spielplatz-Frage deshalb bereits in der Sitzung des Stadtrats-Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am Donnerstag, 23. August 2018, thematisiert werden.


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