Zum 45-jährigen Bestehen Gelungene Jubiläumsfeier im Freibad Ueffeln

Von Andreas Wenk

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Ueffeln. Wird das Freibad in Ueffeln saniert oder womöglich doch geschlossen? Diese Frage beherrschte zwar nicht das Fest zum 45-jährigen Bestehen der Schwimm- und Freizeitanlage, aber gestellt und diskutiert wurde sie natürlich dennoch.

Ortsbürgermeister Wilhelm Clausing sieht Anlass zum Optimismus für den Fortbestand des Freibades Ueffeln. Auch der Vorsitzende des Freundeskreises, Andreas Bettenbrock glaubt, dass es nach dem 45-jähirgen Jubiläum in diesem Jahr in ferner Zukunft sogar ein 100-jähriges Bestehen zu feiern geben wird. Das erklärten beide kurz vor dem Beginn des Badewannenrennens im Freibad Ueffeln. Der Spaßwettkampf war am Samstag der Auftakt zum Jubiläumsfest im Freibad. Ein Traumsommer bescherte dem Bad in diesem Jahr eine Rekordsaison, und auch am Samstag waren viele Besucher gekommen, um sich das Rennen anzusehen oder sich bei Kaffee und Kuchen und bestem Wetter zu vergnügen.

Einnahmen für den Freundeskreis

Die Einnahmen sind für die Arbeit des Freundeskreises bestimmt. Der plant, sein Engagement als offizieller Verein noch weiter zu intensivieren, wenn die Stadt der Sanierung und dem Fortbestand des Bades zustimmt. Nele Vennemann ist nicht ganz so optimistisch. Sie macht sich Sorgen um das Bad. Die Zwölfjährige steht mit DLRG-Shirt am Beckenrand und beobachtet das Treiben im Wasser. Sie fürchtet, das Bad könne aus Kostengründen geschlossen werden. Für sie ein doppelter Verlust: Zum einen mag sie es, als ehrenamtliche Aufseherin die Arbeit der Schwimmmeisterinnen zu unterstützen, selbst wenn sie manchmal Verständnis für Kinder hat, denen sie das Springen von den Seitenrändern ins Becken untersagen muss. Sicherheit geht eben vor. Zum anderen würde sie das nahe gelegene Bad als Trainingsstätte vermissen. Die nächsten Bäder sind ungleich schwerer für sie zu erreichen, berichtet die engagierte Rettungsschwimmerin.

Doch dieses Szenario spielt in den Köpfen der meisten Besucher an diesem Tag kaum eine Rolle. Beim Badewannenrennen feuern Eltern ihre Kinder an, Kinder ihre Freunde und auch die Erwachsenen haben ihre Unterstützer am Beckenrand. Für die Gaudi haben sich Volker Schröder, Berthold Firmer, Michael Ostberg und André Steinkamp in geringelte Badeanzüge gezwängt und Schlafmützen aufgesetzt. Auch Ronja Futterlieb und Michael Krug haben sich mit Piratenkopftuch ein wenig kostümiert. Die beiden Kinder starten im zweiten Rennen gegen Malte Böhmann und Erik Brümmer.

Olympisches Motto

Das Paddeln vorwärts klappt bei nahezu allen Teams auf Anhieb. Probleme bereitet dagegen die Wende um einen Schwimmreifen. Hier zeigt sich, wer zuvor schon einmal mit einem Kanu unterwegs gewesen ist und gelernt hat, als Team zu funktionieren. Doch der sportliche Aspekt steht ohnehin nicht im Mittelpunkt. Es gilt das olympische Motto: „Dabeisein ist alles“.

Eigentlich laufen sie gemeinsam, am Samstag traten sie gegeneinander an: (von links) Volker Schröder, Berthold Firmer, Michael Ostberg und André Steinkamp.

Etwas besinnlicher dagegen der Sonntagvormittag. Der Freundeskreis des Freibades hatte zunächst zu einem ökumenischen Gottesdienst geladen. Für Stimmung sorgten anschließend Eduard Horn und die „Happy Jazz Society“.


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