„Anders-Welten“ eröffnet Neue Perspektiven auf das Klostergelände in Malgarten

Von Holger Schulze

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Malgarten. „Anders–Welten“ heißt ein Kunstprojekt, das noch bis zum 15. November 2018 die Besucher des Klosters Malgarten dazu einlädt, einmal das wunderschöne Außengelände der Klosteranlage zu umrunden und sich auf diesem Weg von 18 Arbeiten der dort aktiven Künstlerinnen und Künstler inspirieren zu lassen.

Am frühen Samstagabend wurde diese Freiluftausstellung mit allwettertauglichen Objekten eröffnet. Dicht an dicht war dabei die Steinkreismauer mit Zuschauern besetzt, als Peter Badstübner für die Künstlergemeinschaft das Publikum begrüßte. Einen Text von Peter Wohlleben über das geheimnisvolle und intensive Miteinander der Bäume stellte der Schauspieler seiner Rede zur Auftaktveranstaltung voran. Die von Peter Wohlleben erforschte Lebensgemeinschaft der Bäume verglich Peter Badstübner mit der Zusammenarbeit der an den „Anders-Welten“ zusammenarbeitenden Menschen aus dem Kloster. „Bäume und Menschen haben offenkundig etwas gemein, und so haben sich, ähnlich den Bäumen bei Peter Wohlleben, einige Menschen zusammengefunden, um sich gegenseitig mit Ideen und Inspiration zu versorgen, gleichsam über die Wurzeln, die sie über Jahre hinweg in den Boden von Kloster Malgarten getrieben haben. Herausgekommen ist ein gemeinsames Projekt von Maria Breer-Dühnen, Mechtildis Köder, Angelika Siwkowski, Gerd Bendfeld, Rolf Brüning und Peter Badstübner.“

Schonender Umgang mit der Natur

Das Ergebnis dieser sich gegenseitig befruchtenden Zusammenarbeit ist ein Rundgang durch den Wald und die Wiesen entlang der das Kloster umgebenden Gewässer, an denen Installationen aufgestellt sind, „die viel mit den Bäumen hier zu tun haben“, so Peter Badstübner fortfahrend. Die Künstler mit ihren Installationen „handelten dabei im Einklang mit der sie jeweils umgebenden Natur, haben ihr nichts genommen oder sie gar beschädigt, sondern ihr etwas hinzugefügt. Wurde Holz bemalt, dann nur bereits gestorbenes und wurden zur besseren Sicht Äste geschnitten, dann nur einige wenige, ganz kleine. Und wo jetzt ein kleiner Weiden-Tempel wächst, musste sich die Idee des Menschen gar mit den Naturkräften verbinden, die der Idee erst zu Sicht- und Erlebbarkeit verhalfen.“

Das Kunstprojekt ist eine Einladung zur Überschreitung von Schwellen und der Begehung von Wegen, die das Klostergelände aus einer ganz anderen Perspektive zugänglich machen. Die 18 mit erläuternden Texten versehenen Stationen laden zum Verweilen und Reflektieren ein. Zu sehen sind unter anderem ein Weidenhäuschen von Angelika Siwkowski, die Wasserwelten von Gerhard Bendfeld oder die Klangskulptur von Maria Breer-Dühnen, die im Zusammenspiel von Klangstäben und Wind dem reizvollen Außengelände noch vom Menschen ermöglichte Töne hinzufügt.

Die Klangskulptur von Maria Breer-Dühnen eröffnet im Zusammenspiel mit dem Wind besondere Klangräume, wie die Künstlerin dem Publikum erläuterte.

Vergänglicher hingegen sind die Töne, die bei der Auftaktveranstaltung von Sonja und Hilmar Hajek sowie von Bettina Siwkowski und Kai Huckels zu hören waren. Deren Waldhornklänge beziehungsweise Liebeslieder vervollständigten bei der Ausstellungseröffnung die Gesamteindrücke zusätzlich in sanft angenehmer Weise.


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