Sommerkultur 2018 Bramsche „Henhouse“ rocken im Bramscher Hasebad-Saunagarten

Von Sascha Knapek

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„Henhouse“ mit Maren Frenzel (Schlagzeug), Jürgen Kamp (Gesang, Gitarre, Mundharmonika), Reinhold Klesse (Bass), Erik Frenzel (Gitarre, Gesang) und Frank Nolte (Keyboards) rockten bei der Sommerkultur 2018 den Saunagarten des Bramscher Hasebads. Fotos: Sascha Knapek„Henhouse“ mit Maren Frenzel (Schlagzeug), Jürgen Kamp (Gesang, Gitarre, Mundharmonika), Reinhold Klesse (Bass), Erik Frenzel (Gitarre, Gesang) und Frank Nolte (Keyboards) rockten bei der Sommerkultur 2018 den Saunagarten des Bramscher Hasebads. Fotos: Sascha Knapek

Bramsche. Vor den Augen von rund 250 Besuchern schrecken die Lokalmatadore von „Henhouse“ bei ihrem Sommerkultur-Konzert im Saunagarten des Hasebads auch vor Instrumentalpassagen nicht zurück. Das Quintett präsentiert kein Coverprogramm der Marke nullachtfünfzehn.

Nach ihrem bluesigen Beginn („Gimme Some Lovin‘“ von den Blues Brothers) zeigen Frank Nolte (Keyboards), Erik Frenzel (Gitarre, Gesang), Reinhold Klesse (Bass), Jürgen Kamp (Gesang, Gitarre, Mundharmonika) und Maren Frenzel (Schlagzeug) im gut besuchten Saunagarten, dass sie auch andere Stile beherrschen. „Wir haben sogar eine Popnummer im Repertoire“, sagt Erik Frenzel, während Kamp „und Samba können wir auch“ hinterherschiebt.

Getragen von Frenzels durchdringendem Gitarrensound lassen die Musiker ihren Ankündigungen etwas später eine zugegebenermaßen ziemlich rockige Version von Robert Palmers „Addicted to Love“ und die Santana-Version des Latin-Rock-Klassikers „Black Magic Woman“ folgen.

Die Band, die sich benannt hat nach einem übergroßen Hähnchenbräter, den einige Henhouse-Mitglieder bei einem Konzertbesuch der kanadischen Kultband Rush gesehen haben, beweist bei ihrer Songauswahl durchaus Mut. Nur Coverversionen von Songs, die jeder kennt, herunterzurattern, ist nicht das Ding von Henhouse.

Auch unbekanntere Songs

Zwischen bekannte Stücke wie ein verlangsamtes „Green River“ (Creedence Clearwater Revival), bei dem Frontmann Jürgen Kamp und Erik Frenzel auf ihren Sechssaitern die Muskeln spielen lassen, oder „Honky Tonk Women“ (The Rolling Stones) mischt das Quintett immer wieder nicht ganz so geläufige Nummern.

Es sind die Stücke, die man nicht schon nach wenigen Sekunden erkennt, die für die gewisse Würze des Konzerts sorgen. Wer zum Freunde treffen und einen netten Plausch in den Saunagarten des Hasebads gekommen ist, kann sich seinen Vorhaben bei Atlantis‘ „Friends“ oder einem keyboardgetränkten Song der deutsch-britischen Band „Lake“ widmen. Aber wer hauptsächlich wegen der Livemusik da ist, hört gerade in diesen Momenten noch genauer hin. Denn „Smoke On the Water“ spielt jede zweite Coverband, „Strange Kind of Woman“ ist die mutigere und deshalb bessere Deep-Purple-Wahl.

In den gemütlichen Saunagarten waren rund 250 Besucher gekommen, die vom Team der „Aquarena“ bewirtet wurden.

Das bluesige Classic-Rock-Programm mit dem einen oder anderen Ausreißer – ganz zum Schluss gibt es sogar noch BAP und Westernhagen zu hören – passt gut zu dem rundum gelungenen Sommerkultur-Samstag. Livemusik im beschaulichen Saunagarten samt Aquarena-Bewirtung: Langeweile sucht man hier ebenso lange wie freie Sitzplätze.


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