Wegen Einbrüchen und Diebstählen Bramscher „Newcomer“-Straftäter wieder vor Gericht

Meine Nachrichten

Um das Thema Bramsche Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Sechs junge Männer aus Bramsche sind vor dem Landgericht Osnabrück wegen Einbrüchen und Diebstählen angeklagt. Symbolfoto: Michael GründelSechs junge Männer aus Bramsche sind vor dem Landgericht Osnabrück wegen Einbrüchen und Diebstählen angeklagt. Symbolfoto: Michael Gründel

Osnabrück/Bramsche. Sechs junge Männer aus Bramsche verantworten sich derzeit wegen mehrfachen Einbruchs und Diebstahls vor dem Osnabrücker Landgericht.

Mindestens vier von ihnen sind bereits vor den Taten strafrechtlich erheblich in Erscheinung getreten. Sie gehörten mit zu den Straftätern, die schon 2014 in den sogenannten Newcomer-Prozessen verurteilt worden waren.

Insgesamt 32 Fälle listete der Staatsanwalt am ersten Verhandlungstag auf. Demnach handelten die alle aus Bramsche stammenden Angeklagten zusammen. Die Serie der Einbruchsdiebstähle dauerte von Dezember 2017 bis ins Frühjahr 2018. Laut Anklage stiegen die Männer vorwiegend in Bäckereifilialen, Friseurgeschäfte, Supermärkte sowie Arztpraxen, Schulen und Pflegeeinrichtungen ein. Dort erbeuteten sie Bargeld und Wertgegenstände wie etwa Smartphones.

Bis zu 6000 Euro erbeutet

Beute machten sie beispielsweise während der Weihnachtstage 2017: Dabei hebelten sie ein Fenster einer Bäckerei auf, verschafften sich Zugang und fanden einen Tresorschrank, wie der Staatsanwalt schilderte. Die Angeklagten rissen den Safe aus der Verankerung, transportierten ihn per Hubwagen nach draußen und luden den Tresor auf einen Firmen-Lkw. Mit dem Lkw verließen sie dann das Firmengelände, um in einem nahegelegenen Gewerbeobjekt den Tresor aufzubrechen. Dabei fielen ihnen 6000 Euro in die Hände, so der Staatsanwalt. Der letzte Coup erfolgte wohl in der Nacht zum 4. März 2018. Dabei brachen drei der Angeklagten in einen Lebensmittelmarkt in der Bramscher Gartenstadt ein. Dort erbeuteten sie Alkoholika und Zigaretten im Gesamtwert von über 6000 Euro.

Zwischen 17 und 24 Jahre alt

Die Männer waren zum Zeitpunkt der Taten zwischen 17 und 24 Jahre alt. Je nach Tatbeteiligung und Tatzeitpunkt greift bei vier von ihnen noch das Jugendstrafrecht. Einer der 24-Jährigen hat über seine Verteidigerin schon vor Prozessbeginn vorfühlen lassen, mit welchem Strafmaß er nach einem vollständigen Geständnis rechnen kann. Vom Staatsanwalt wurde ihm eine Freiheitsstrafe von etwa fünf Jahren in Aussicht gestellt.

Diese Art der Verständigung bot die Vorsitzende Richterin der 3. Großen Strafkammer nach der Anklageverlesung den Verteidigern und dem Staatsanwalt in einem sogenannten Rechtsgespräch an. Das mögliche Ergebnis der Übereinkunft wird im Lauf des Prozesses bekannt gegeben.

Die nächste Verhandlung findet am 20. August 2018 um neun Uhr im Landgericht statt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN