Werke von Irmgard Warnecke 91-Jährige stellt Bilder im Bramscher Alloheim aus

Von Holger Schulze

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Menschen und Blumen, aber auch Impressionen aus Osnabrück stellt Irmgard Warnecke derzeit im Bramscher Alloheim aus. Foto: Holger SchulzeMenschen und Blumen, aber auch Impressionen aus Osnabrück stellt Irmgard Warnecke derzeit im Bramscher Alloheim aus. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Wie es aussehen kann, wenn Malerei zur Lebensfreude und Lebensinspiration wird, das ist derzeit im Speisesaal des Bramscher Alloheimes zu betrachten. 20 Arbeiten der 91-jährigen Künstlerin Irmgard Warnecke aus Osnabrück aus den letzten fünf Jahren sind dort zu sehen.

Nach dem Abitur 1947 wollte Irmgard Warnecke beruflich eigentlich etwas mit Zeichnen machen. Doch es kam viele Jahre ganz anders im Leben der heute 91-Jährigen. Zunächst arbeitete sie in der Firma ihres Vaters mit. Dann stand die Versorgung der eigenen Familie im Vordergrund.

Mit der Malerei endlich anfangen konnte sie erst 1980, „als die Kinder so weit weg waren, dass sie sagten: Mutti muss was anderes tun“, schildert die geistig überaus rege und vitale Seniorin mit dem ihr eigenen Humor den Beginn ihrer künstlerischen Aktivitäten auf der Leinwand. „Zu Beginn waren es Volkshochschulkurse im Aquarellmalen, das war jahrelang mein liebstes Tun“.

Malgruppe am Darnsee

Bei einem Kurs im Jahre 2006 saß Warnecke neben Heide Richter, die am Darnsee ein Atelier betreibt. Seitdem ist sie Mitglied in der freien Malgruppe, die sich dort einmal pro Woche trifft, und sie erarbeitete sich mit immerhin schon 80 Jahren noch einmal eine ganz neue Technik, die Acrylmalerei. „Wir malen zusammen und geben uns gegenseitig sehr viel“, weiß Warnecke diese Treffen zu schätzen.

Zu ihren bevorzugten Motiven gehören Landschaften, besonders die, die sehr viel Ruhe ausstrahlen, wie Seelandschaften. Menschen, mit dem Hauptaugenmerk auf deren Gesicht, bei denen Irmgard Warnecke Gefühle wie Freude aus der Erinnerung festhält, beschäftigen sie ebenfalls. „Blumen sind für mich immer ein Motiv, weil sie ein gewisses Gefühl von etwas Heilem, Ganzem, Vollkommenem, sowohl in der Form wie in Farbe, ausstrahlen.“ Auch hiervon hat Warnecke einige in der Seniorenresidenz ausgestellt.

Harmonische Farbgebung

Denn „Blumen an sich sind etwas, das schneller als ein Mensch aus meiner Welt herausgeht. Wenn ich sie male, sind sie jedoch festgehalten und bleiben. Das ist für mich auch eine Motivation für meine Malerei“, mit solchen Gedanken wendet sich Warnecke ihren mit einer sehr harmonischen Farbgebung versehenen Bildern zu.

Wie sehr sie in ihrem Hobby aufgeht, wird durch folgende Worte deutlich. „Die Malerei ist die Hauptsache in meinem Leben. Sie gehört zu mir und ist das, was in mir noch lebt. Wichtig ist nicht das Dargestellte an sich, sondern das, was ich beim Malen gefühlt habe.“


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