Sommerkultur am Spritzenhaus Cookie and Friends überzeugen in Bramsche mit Rock-Oldies

Von Holger Schulze

Otto Rasche, Mike Förster und Cookie Mussmann (von links) unterhielten am Spritzenhaus das Publikum mit Rockmusik von 1965 bis 2010. Foto: Holger SchulzeOtto Rasche, Mike Förster und Cookie Mussmann (von links) unterhielten am Spritzenhaus das Publikum mit Rockmusik von 1965 bis 2010. Foto: Holger Schulze

Bramsche. „Wir werden einen wunderschönen Sommerkulturabend gemeinsam genießen“, versprach Jan Rathjen vor dem Spritzenhaus, an dem die Veranstaltungsreihe Station machte. Mit Bedauern musste er dem Publikum jedoch mitteilen, dass das Spritzenhaus vielleicht zum letzten Mal Gastgeber im Rahmen der Sommerkultur sein wird.

Dies sei aber nicht etwa so, weil die Wirtin nicht mehr mitmachen will, sondern weil sich die Situation um das Spritzenhaus derzeit in der Schwebe befände, so Rathjen.

Einmal durften sich die Gäste aber noch über ein Konzert bei Marion Wehrmann-Cook und ihrem Team freuen. Engagiert waren Cookie and Friends, die abseits ihrer Konzerte in mehreren anderen Bands im weiteren Broterwerb als Gitarren- und Musikschullehrer sowie als Produzent tätig sind.

Die seit 15 Jahren zusammen spielenden Freunde der Rockmusik traten schon mehrfach in Bramsche auf. Das letzte Mal sorgten sie im April im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bramsche live“ ebenfalls im Spritzenhaus vor vollem Haus für Partystimmung. Gut gebucht sind die Musiker auch sonst mit ihren verschiedenen Bands – zumindest im Sommer, in dem zwei Konzerte pro Wochenende die Regel seien, wie Gitarrist Otto Rasche in einer der Pausen berichtete.

Für den aktuellen Auftritt hatte das Trio wieder seine handgemachte Musik mit dem markanten Akzent und Rhythmus mitgebracht. Cookie Mussmann (Bass und Leadgesang), Otto Rasche (Gesang und Gitarre) sowie Schlagzeuger Mike Förster ließen die Rocklokomotive mit Evergreens wie „Have You Ever Seen The Rain“ von CCR, „Yellow River“ oder „Lay Back In The Arms Of Someone“ gleich von Anfang an kraftvoll durchstarten und auf Touren kommen. Hits aus den Jahren 1965 bis 2010 sang und spielte das Trio rauf und runter.

„Das Bramscher Publikum taut zwar erst langsam auf. Doch irgendwann singen und klatschen auch sie mit“, hatte die Band als Erfahrungen ihrer jetzt insgesamt drei Auftritte in Bramsche gesammelt.

Und in der Tat, die erste Tänzerin positionierte sich bereits zu Beginn des zweiten der drei Sets vor der Bühne. Doch auch im Sitzen gingen die Bramscher mit, zum Takt der Oldierocker, die sich mit der Musik von Marius Müller-Westernhagen auch schon mal auf Deutsch Frauen gegenüber willenlos gaben. So mancher Zuhörer dokumentierte außerdem seine Textsicherheit durch die zu den jeweiligen Titeln synchronen Lippenbewegungen.

„Als Coverband mit Oldies das Publikum zum Mitsingen und Tanzen bringen“, das ist eben der Anspruch von Cookie and Friends. Mit Songs wie „Nutbush City Limits“, „Purple Rain“, „Hey Jude“, „Summer of 69“, „Highway To Hell“ oder „Knockin’ on Heaven’s Door“ ließ sich am Samstagabend diesbezüglich auch nicht viel verkehrt machen.


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